36.
Mülheimer Theatertage NRW
Die Stücke eines Jahres im Wettbewerb
um den Mülheimer Dramatikerpreis

Archiv-Beitrag vom 09.03.2011Oliver Kluck


Stücke 2011, Mülheimer Theatertage, DramatikerpreisFoto: © Iko Freese / drama-berlin.de

 

wurde im April 1980 in Bergen auf Rügen geboren.
Nach einer Berufsausbildung studierte er in Rostock Ingenieurwissenschaften.
2006 folgte, mit dem Abbruch des Studiums, sein Wechsel an die Universität Leipzig, wo er Prosa, Dramatik und neue Medien studierte.
Oliver Kluck lebt als freier Autor in Berlin.

 

Stücke
Das Prinzip Meese UA 08.02.2010, Maxim Gorki Theater Berlin, Regie Antú Romero Nunes
Zum Parteitag Bananen UA 03.10.2009, Theater Chemnitz, Regie: Max Claessen
Warteraum Zukunft UA 18.05.2010, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg / Ruhrfestspiele, Regie: Alice Buddeberg - „Stücke 2011“ (Inszenierung Nationaltheater Weimar)
Feuer mit mir UA 18.02.2011, Theater Chemnitz, Regie: Max Claessen

Auszeichnungen
2009 Förderpreis für Junge Dramatik des Berliner Theatertreffens für „Das Prinzip Meese“
2010 Kleist-Förderpreis für junge Dramatiker für „Warteraum Zukunft“

 

 

Warteraum Zukunft

 


 

Deutsches Nationaltheater Weimar

 

Stücke 2011, Mülheimer Theatertage, Dramatikerpreis

Oliver Kluck hat ein kraftvolles Stück über den geistigen Zustand einer Generation ohne Perspektive geschrieben. „Warteraum Zukunft“ spielt unter den Ingenieuren eines größeren Betriebs, ein Ort an dem Biografien hierzulande zu sich zu kommen pflegen. Dieses Stück aber schildert die privilegierte Arbeitswelt mit dem schneidenden Blick der Verachtung. Kluck zeigt, wie die verkrusteten Hierarchien alles prägen: Beziehungen, Redeweisen, Rituale und Hoffnungen. Daneben gibt es keinen Platz mehr für was auch immer. Die alte Generation hat die Schaltstellen besetzt, und denkt nicht daran, die jüngeren hochkommen zu lassen. Kluck zeigt eine verstopfte Welt, die kein Jenseits, keine Freiräume oder Spielplätze lässt. Zurück bleibt der Blick auf ein erlahmtes, erschöpftes Land. Wir sehen die Bewohner einer durch und durch abgeschnittenen Welt, Firma, Auto, Heim. Da gibt es nur noch Feierabend, aber kein Leben. Die komfortable Welt des Angestellten schaut uns mit einem Mal ganz fremd an.

Kluck beschreibt die Welt des Büros wesentlich über die Wahrnehmung des Protagonisten Daniel Putkammer. Die Weimarer Inszenierung nimmt das sehr geschickt auf, indem alle drei Darsteller Putkammer verkörpern und als solcher dann die anderen Rollen übernehmen.

Peter Michalzik

 

Premiere am 3. Dezember 2010


Regie: Daniela Kranz
Ausstattung: Jutta Burkhardt
Video: Bahadir Hamdemir
Dramaturgie: Angelika Rösser
Licht: Marcus Schale


Mit
Florian Jahr
Johannes Schmidt
Simon Zagermann

 

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
Aufführungsrechte: Verlag Autorenagentur Berlin / Rowohlt Theaterverlag Reinbek
Stückabdruck in Theater heute, 08/09 / 2010

 

www.nationaltheater-weimar.de

 

 

Stücke 2011, Mülheimer Theatertage, Dramatikerpreis

Mülheimer Theatertage, Dramatikerpreis, Stücke 2011

 

 

 

 

 

Inszenierungsfotos: ©Maik Schuck

 

 

 

 

 

 

Weitere Inszenierungen von Warteraum Zukunft

Schauspielhaus Salzburg, Österreichische Erstaufführung: 25.05.2011, Regie: Caroline Richards

Deutsches Theater Berlin, Premiere: 13.11.2010, Regie: Simon Solberg

Junges Theater Göttingen, Premiere: 16.09.2010, Regie: Alexander Krebs

Deutsches Schauspielhaus Hamburg/Ruhrfestspiele, UA: 18.05.2010, Regie: Alice Buddeberg


Stand: 11.04.2012

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