Ruhrpreis

Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft 
der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2021
- Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr -


Der Kulturausschuss hat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 17. September 2021 auf Empfehlung des Vorbereitungsgremiums einstimmig beschlossen, den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2021- Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr – an 

Prof. Dr. Klaus Mackscheidt

und

Dirk Salz

zu vergeben.

Beide Hauptpreise sind mit jeweils 3.000 Euro dotiert.

Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2021 - Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr. Vorstellung der Preisträger. (von links) Kulturausschuss-Vorsitzende Ann-Kathrin Allekotte, Kulturdezernent Peter Vermeulen und die Preisträger Dirk Salz und Klaus Mackscheidt. Rathaus. 27.09.2021 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Im Bild von links nach rechts: Kulturausschuss-Vorsitzende Ann-Kathrin Allekotte, Kulturdezernent Peter Vermeulen sowie die Preisträger Dirk Salz und Prof. Dr. Klaus Mackscheidt.

Foto: Walter Schernstein

 

Die Entscheidung ist wie folgt begründet worden:

Prof. Dr. Klaus Mackscheidt
erhält den Ruhrpreis für Wissenschaft und Kunst in Anerkennung seiner großen wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaften.

Der in Mülheim an der Ruhr geborene Ökonom und emeritierte Professor zählt zu den renommiertesten deutschen Finanzwissenschaftlern. Im Jahr 1956 begann er sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten Heidelberg, München, Wien und Köln. In 1967 folgte die Promotion zum Dr. rer. pol. an der Universität Mainz. Er habilitierte über das Thema "Zur Theorie des optimalen Budgets" und war ab 1971 Privatdozent der Universität zu Köln. Im darauf folgenden Jahr wurde er auf eine Professur in Hamburg berufen. Ein Jahr später kehrte er an die Universität zu Köln zurück und war dort bis 2001 ordentlicher Professor für wirtschaftliche Staatswissenschaften mit dem Schwerpunkt Finanzwissenschaft. 

In der Finanzwissenschaft – der ökonomischen Lehre von den Staatsaufgaben und den öffentlichen Finanzen – ist es Klaus Mackscheidt von Beginn seiner akademischen Laufbahn an immer gelungen, Interdisziplinarität zu leben und für den wissenschaftlichen Fortschritt fruchtbar zu machen. Mit seiner großen ersten Monografie „Das optimale Budget“ (1973) hat er die Wohlfahrtstheorie von den optimalen Aufgaben des Staates mit der seinerzeit jungen ökonomischen Theorie der Politik und der realen Bedingungen funktionierender Demokratie konfrontiert und beide damit für die praktische Finanzpolitik geerdet. Dieses Interesse, nicht den „homo oeconomicus“ sondern den ganzen, realen Menschen in den Mittelpunkt der ökonomischen Forschung zu stellen, prägt seinen weiteren wissenschaftlichen Weg. Neben der Integration von politikwissenschaftlichen und soziologischen Perspektiven hat er auch von Anfang an die Kölner finanzwissenschaftliche Tradition, Psychologie und öffentlichen Finanzen zusammenzudenken, mit profunden und originellen Beiträgen bereichert. Besonders sticht hier seine 1985 zusammen mit Guy Kirsch verfasste Abhandlung „Staatsmann, Demagoge, Amtsinhaber. Eine psychologische Ergänzung der ökonomischen Theorie der Politik“ hervor. Die Finanzpsychologie prägt ebenso Klaus Mackscheidts Arbeiten zur Abgabengerechtigkeit und Steuermoral. Daneben hat er zu einem breiten Spektrum von ökonomischen und politischen Fragen gearbeitet, unter anderem zur Subventions-, Wohnungs-, Umweltpolitik, zu beschäftigungs- und bildungspolitischen Fragen sowie zur Besteuerungstheorie, dem Finanzausgleich und der marktlichen Ordnungstheorie.


Dirk Salz
Mit der Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft für das Jahr 2021 an Dirk Salz gilt es, ein künstlerisches Werk auszuzeichnen, das über viele Jahre mit bewundernswerter Konsequenz gewachsen ist.

In unterschiedlichen Werkreihen setzt sich der in Mülheim an der Ruhr lebende und arbeitende Bildende Künstler mittels einer abstrakt-minimalistischen Formensprache mit dem Thema der menschlichen Wahrnehmung auseinander. Seine Komposition bestehen aus hintereinander gestaffelten, farbigen Glasflächen oder mehrschichtig aufgetragenen, mit Pigmenten versehenen Epoxidharzen. Die transparente Materialität seiner Bildobjekte eröffnet neben Einblicke in den Werkprozess eine überraschende Tiefenwirkung. Ihre hochglänzenden Oberflächen bieten verschiedene Möglichkeiten der Reflexion: Sie spiegeln den Umraum, fordern aber auch die Seherfahrung der Betrachtenden durch optische Effekte, so dass sich die Frage der Wahrnehmung und der eigentlichen Bildwirklichkeit stellt.
    
Nach einem Studium der Ingenieurswissenschaften und zunächst beruflicher Tätigkeit im IT-Bereich ist Dirk Salz seit 2002 freischaffender Künstler. Neben regelmäßigen Teilnahmen an der Jahresausstellung der Mülheimer Künstlerinnen und Künstler im Kunstmuseum wurden seine Werke in Galerien und Kunstvereinen präsentiert. Darüber hinaus war er international in Ausstellungen vertreten u. a. in Amsterdam, Barcelona, Salzburg, Wien, Zürich sowie in den USA, Kanada, Südafrika, China und Taiwan. In diesem Jahr beteiligte sich Dirk Salz an der Jubiläumsausstellung des Mülheimer Kunstvereins im KUNSTMUSEUM TEMPORÄR und in der Galerie d’Hamé unter dem Titel „FARBE – RAUM – OBJEKT“. 


Dem Gremium zur Vorbereitung der Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft gehörten an:

  • Rainer Komers (Ruhrpreisträger 2006), Bereich "Film"
  • Dr. Kai Rawe, Bereich „Geisteswissenschaften"
  • Eberhard Ross (Ruhrpreisträger 2013), Bereich "Bildende Kunst"
  • Peter Eisold (Ruhrpreisträger 2016), Bereich "Musik"
  • Dr. Corinna Schlicht, Bereich "Literatur"                     
  • Sven Schlötcke (Ruhrpreisträger 1988: Theater an der Ruhr), Bereich "Theater“ 
  • Prof. Dr. Ferdi Schüth (Ruhrpreisträger 2010), Bereich "Naturwissenschaften"
  • Angelina Spiegel, Kulturausschuss
  • Peter Vermeulen, Kulturdezernent 
  • Martin Weck, Sparkasse Mülheim an der Ruhr

Weitere Infos

Stand: 28.09.2021

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