Ruhrpreis

Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft 
der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2020
- Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr -

 

Der Kulturausschuss hat in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 30. November 2020 auf Empfehlung des Vorbereitungsgremiums einstimmig beschlossen, den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2020 - Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr – an 

Dirk Hupe

und als Förderpreis an 

Dr. Josep Cornellà

zu vergeben.

Der Hauptpreis ist mit 3.000 Euro, der Förderpreis mit 2.500 Euro dotiert.

Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2020 - Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr. Vorstellung der Preisträger. Hauptpreis Dirk Hupe. Förderpreis Dr. Josep Cornell. (von links) Kulturdezernent Peter Vermeulen, Dr. Josep Cornell, Kulturausschuss-Vorsitzende Daniela Grobe, Dirk Hupe, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Martin Weck. 07.12.2020 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft der Stadt Mülheim an der Ruhr für das Jahr 2020 - Sponsor: Sparkasse Mülheim an der Ruhr. Vorstellung der Preisträger: Hauptpreis Dirk Hupe, Förderpreis Dr. Josep Cornellà. (von links) Kulturdezernent Peter Vermeulen, Dr. Josep Cornellà, Kulturausschuss-Vorsitzende Daniela Grobe, Dirk Hupe, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Martin Weck.

Foto: Walter Schernstein
 


Die Entscheidung ist wie folgt begründet worden:


Dirk Hupe
Der in Mülheim an der Ruhr lebende und arbeitende Bildende Künstler Dirk Hupe erhält den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft als Anerkennung für hervorragende Leistungen bei seinem künstlerischen Schaffen.Ein Portraitbild von dem Mülheimer Künstler Dirk Hupe. Der in Mülheim an der Ruhr lebende und arbeitende Bildende Künstler erhält den Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft 2020. - Florian Beckers, Düsseldorf

In komplexen Werkgruppen setzt sich Dirk Hupe in stringenter Weise mit Sprachtheorien, Zeichensystemen, Typografie und philosophischem Gedankengut auseinander.  Er arbeitet dabei medienübergreifend: Er verbindet Schrift mit Malerei und Zeichnung, wechselt zwischen Bild, Objekt und Installation und verankert seine Sprachexperimente oder „Kommunikationsfelder“ in unterschiedlichen (Raum-)Kontexten. Auch Performances, Wandbemalungen, Verschickungsaktionen sowie interaktive CD-Roms mit verzerrten Sprachaufnahmen, Videos, Animationen und 

Fotodokumenten werden von ihm als Ausdrucksmittel genutzt. Mit „Restzeichen/Zeichenreste“ lotet er beispielsweise die Wechselbeziehung zwischen Konstruktion und Dekonstruktion aus und untersucht formal wie inhaltlich Auflösungsprozesse von Sprache und Schrift und deren so veränderten, sinnentleerten Informationsgehalt. Ausgangspunkt sind ausgewählte literarische und philosophische Quelltexte und Zitate von Samuel Beckett und Ludwig Wittgenstein, die exemplarisch für das Absurde und das logische Denken stehen. Diese werden in einem mehrschrittigen Verfahren zerlegt und bis zur Unkenntlich- und Unlesbarkeit verfremdet.


Dr. Josep Cornellà
Dr. Josep („Pep“) Cornellà erhält den Förderpreis zum Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft für die praxisrelevante Entwicklung neuartiger Katalysatoren.Ein Portraitbild von Dr. Josep Cornell. Er erforscht die praxisrelevante Entwicklung neuartiger Katalysatoren und erhält dafür den Förderpreis zum Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft 2020. - Kulturbetrieb Mülheim

Pep Cornellà entwickelt in seiner Forschung neuartige Katalysatoren, die auch für den industriellen Einsatz relevant sind und generell dazu beitragen, chemische Reaktionen schneller und ressourcenschonender durchzuführen. Besonders hervorzuheben sind zwei Durchbrüche, nämlich die Erschließung des Elements Bismuth für die Knüpfung von Bindungen zwischen Kohlenstoff und Fluor, was in der Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen relevant ist, und die Entdeckung eines Nickelkatalysators, der das über 50 Jahre alte Problem der Instabilität von industriell derzeit genutzten Nickelkatalysatoren löst. Unter anderem für die Entwicklung solcher Katalysatoren der ersten Generation hatte Günther Wilke bereits im Jahre 1965 den Ruhrpreis erhalten; die von Pep Cornellà gefundenen Katalysatoren haben das Potenzial, diese seit mehr als einem halben Jahrhundert eingesetzten Systeme nun abzulösen.

 

Dem Gremium zur Vorbereitung der Vergabe des Ruhrpreises für Kunst und Wissenschaft gehörten an:

  • Marc Buchholz, Oberbürgermeister
  • Rainer Komers (Ruhrpreisträger 2006) für den Bereich "Film" 
  • Dr. Kai Rawe für den Bereich „Geisteswissenschaften“
  • Eberhard Ross (Ruhrpreisträger 2013) für den Bereich "Bildende Kunst"
  • Prof. Werner Schepp (Ruhrpreisträger 2000) für den Bereich "Musik"    
  • Dr. Corinna Schlicht für den Bereich "Literatur"                     
  • Sven Schlötcke (Theater an der Ruhr - Ruhrpreisträger 1988) für den Bereich "Theater“
  • Prof. Dr. Ferdi Schüth (Ruhrpreisträger 2010) für den Bereich "Naturwissenschaften" 
  • Joachim vom Berg, Mitglied des Kulturausschusses
  • Martin Weck, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mülheim an der Ruhr

Weitere Infos

Stand: 08.12.2020

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