Umbau der beiden Flüchtlingsdörfer Mintarder Straße und Holzstraße geht in die parlamentarische Abstimmung

Jährliche Ersparnis rund neun Millionen Euro

„Mehr Selbstbestimmung, mehr Selbstverantwortung = schnellere Integration in die Stadtgesellschaft“! Das sind die Gründe für den Umbau der Flüchtlingsdörfer „Mintarder Straße“ und „Holzstraße“ von Unterkünften mit „Vollversorgung“ zu Wohneinheiten mit Eigenversorgung. So definierte es Sozialdezernent Ulrich Ernst bei der Vorstellung der Ratsvorlage.

Flüchtlingsdorf Saarn. Essensausgabe. Flüchtlingsunterkunft, Kirmesplatz, Saarn, Mintarder Straße. 25.02.2016 Foto: Walter Schernstein

Foto: Walter Schernstein

Entsprechend den Beschlüssen des Rates der Stadt sind an der Holzstraße 111 und der Mintarder Straße 55 Flüchtlingsdörfer zur Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern und Flüchtlingen errichtet worden.
Die Art der Ausführung, das Raum- und das Betriebskonzept dieser Flüchtlingsdörfer mussten 2015 mit dem Ziel festgelegt werden, in sehr kurzer Zeit eine betriebsfähige Unterkunft für möglichst viele Flüchtlinge und Asylbewerber zu schaffen. „Vorrangig war seinerzeit die Vermeidung von Obdachlosigkeit“, so Sozialdezernent Ernst.
Gleichzeitig war es erforderlich, die Aufnahme, die Unterbringung und die Versorgung einer schwer prognostizierbaren Anzahl von zugewiesenen Flüchtlingen und Asylbewerbern zu organisieren. Die Verwaltung wurde dabei vom Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe intensiv unterstützt. Mit großem Engagement haben die Hilfsorganisationen – parallel zum Betrieb der Landes-Notunterkunft – kurzfristig am Aufbau der Flüchtlingsdörfer mitgewirkt und auch den Betrieb übernommen.
Damit verbunden ist eine Betreuung der Flüchtlinge und Asylbewerber rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Die Tätigkeiten zur Versorgung, Betreuung und Sicherheit werden von den Hilfsorganisationen erbracht.

Bei den weiteren, am Blötter Weg/Schumannstraße, an der Oberheidstraße und am Klöttschen errichteten Flüchtlingsdörfern konnte zum ursprünglichen Konzept der Flüchtlingsunterbringung in Mülheim an der Ruhr zurückgekehrt werden: Hier wurden in den Holzhäusern abgeschlossene Wohneinheiten zur Selbstversorgung geschaffen. Die Bewohner leben dort eigenständig. Die Standorte und Wohnungen werden von städtischen Verwaltern betreut, die Bewohnerinnen und Bewohner von den Fachkräften des Sozialdienstes für ausländische Flüchtlinge begleitet und unterstützt.
„Es ist daher beabsichtigt, die Flüchtlingsdörfer an der Holzstraße und der Mintarder Straße umzubauen, damit für die Bewohner auch hier eine Selbstversorgung möglich ist. Die für eine Wohneinheit erforderliche Küche kann in den Wohnhäusern nicht eingerichtet werden, da die Wohnhäuser keinen Wasser- und Abwasseranschluss besitzen. In den Leichtbauhallen werden daher einzelne Küchenparzellen eingerichtet. Auch die Sanitäreinrichtungen bleiben zentral. In den Wohnhäusern müssen aus den derzeitigen Einzelzimmern Wohneinheiten geschaffen werden, die eine möglichst große Flexibilität haben, um unterschiedliche Größen und Zusammenhänge von Familien beziehungsweise Bedarfsgemeinschaften abbilden zu können. Das ist möglich durch eine veränderte Anordnung der Verbindungstüren“.

Ziel ist, den Betrieb der Dörfer als Gemeinschaftsunterkunft zu Beginn des Jahres 2018 aufzunehmen. Als Laufzeit sind zunächst zwei Jahre bis Ende 2019 vorgesehen.

Hier können Sie die Vorlage "Umbau der Flüchtlingsdörfer Holzstraße 111 und Mintarder Straße 55 zu Gemeinschaftsunterkünften" nachlesen. Darüber hinaus finden Sie in der Vorlage alle Informationen zur Beratungsfolge.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite "Flüchtlinge".

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Stand: 02.03.2017

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