Sexuelle Belästigung

Frauen und Mädchen haben ein Recht darauf, dass ihre persönlichen Grenzen respektiert werden!

Zwei von drei Frauen erfahren in ihrem Leben sexuelle Belästigung. Doch erst die #metoo-Bewegung sorgte dafür, dass das Thema weltweit Gehör fand.

Zwei von drei Frauen erfahren in ihrem Leben sexuelle Belästigung. Doch erst die metoo-Bewegung sorgte dafür, dass das Thema weltweit Gehör fand. - shutterstock, Gleichstellungsstelle

Deshalb hier die wichtigsten Fakten: Wann fängt sexuelle Belästigung an? Wie kann ich mich dagegen wehren? Und wo erhalte ich Hilfe?

Eine sexuelle Belästigung ist immer ein einseitiges, unerwünschtes und sexuell motiviertes Verhalten, durch das sich das Opfer peinlich berührt, gedemütigt und eingeschüchtert fühlt. Hierzu zählen unter anderem:

  • Bemerkungen, Beleidigungen und Gesten mit sexuellem Inhalt
  • Belästigungen per Telefon oder im Internet
  • Unerwünschte körperliche Annäherung, Berührung
  • Sexuelle Angebote
  • Aufforderungen zu sexuellen Handlungen
  • Exhibitionistische Taten
  • Sexualisierte körperliche Übergriffe

Zur sexuellen Belästigung wird es also erst bei einem einseitigen, „unwillkommenen", sexuell motivierten Verhalten.
Sexuelle Belästigung kann auf der Straße, also im öffentlichen Raum, in der Schule, am Arbeitsplatz, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Internet und sogar in der eigenen Wohnung stattfinden.
Opfer sind überwiegend Frauen, unabhängig von Alter, Aussehen, Familienstand oder beruflicher Position. Unabhängig vom Geschlecht des Opfers sind die Täter oder Täterinnen meist einzelne Männer, Gruppen von Männern, gemischtgeschlechtliche Gruppen und nur selten Frauen.
Die Verantwortung für diese Grenzüberschreitung liegt immer allein bei der Person, von der die Belästigung ausgeht - gleichgültig ob bekannt oder unbekannt, ob aus einem anfänglichen Flirt eine Belästigung entsteht oder ob eine Person unvermittelt Opfer eines sexuellen Übergriffs wird!

Sexuelle Belästigung mit körperlicher Berührung ist seit dem 10. November 2016 strafbar (§ 184i Strafgesetzbuch). Sexuelle Belästigungen ohne körperliche Berührung sind strafbar, wenn sie eine Beleidigung (§ 185 Strafgesetzbuch) darstellen. Jedoch wird die Straftat nur verfolgt, wenn die betroffene Person das bei der Polizei anzeigt.

Definition nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) § 3 Absatz (4):
"Eine sexuelle Belästigung ist eine Benachteiligung in Bezug auf § 2 Absatz 1 Nr. 1 bis 4, wenn ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesen, sexuell bestimmte körperliche Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhalts sowie unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen gehören, bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, insbesondere wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird."

Weitere Informationen, wie Sie sich schützen und wo Sie Hilfe bekommen, erhalten Sie zu folgenden Themen:

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Stand: 22.06.2020

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