Fachtag: Kinder im Umfeld häuslicher Gewalt

Veranstaltung des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt im Kloster Saarn

Ein Kind hält sich die Ohren zu, möchte offensichtlich etwas nicht hören. - Pixabay

Häusliche Gewalt ist schlimm. Zwei Erwachsene, die sich innerhalb ihrer Beziehung gewalttätig begegnen, sei es in physischer oder psychischer Art und Weise, sollten einen Weg finden, sich aus Abhängigkeit, Gewalt und Leid zu befreien, sich Hilfe suchen, sich schützen. In Deutschland ist oder war bereits jede dritte Frau Opfer häuslicher Gewalt. Häufig beginnt die Gewalt in einer Beziehung jedoch erst, wenn die Frau schwanger ist oder das Kind geboren wurde, und sich die Position des Partners innerhalb der Beziehung verändert.

Was geschieht, wenn das Paar also Kinder hat, welche die Gewalt miterleben? Welche Folgen hat direkt oder indirekt erlebte Gewalt für Kinder oder Jugendliche? Wie kann verhindert werden, dass sie Schaden nehmen, traumatisiert werden oder die Gewalterfahrung später als Erwachsene weitertragen?

Die Mitarbeitenden der städtischen Sozialeinrichtungen, aus den Wohlfahrtsverbänden und Vereinen, die regelmäßig mit häuslicher Gewalt und Kinderschutz zu tun haben, wie auch interessierte Bürgerinnen und Bürger, sind am Donnerstag, 7. November, von 10 bis 16 Uhr in das Kloster Saarn zum Fachtag des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt „Kinder im Umfeld häuslicher Gewalt“ eingeladen, um sich Vorträge von vier Expertinnen und Experten anzuhören und über das schwierige Thema zu diskutieren.

Vorträge aus der Praxis regen zur Diskussion an

  • Henrike Krüsmann, Fachfrau im Bereich häusliche Gewalt und Kinderschutz, referiert über den „Tatort Familie - Kinder als Opfer und Zeugen häuslicher Gewalt“.
  • Der Kinder- und Jugendtherapeut Michael May vom Psychodynamisch-traumapädagogischen Zentrum Oberhausen nimmt die Seele der Kinder in den Fokus seines Vortrages „Seelische Folgen von innerfamiliärer Gewalterfahrung und Zeugenschaft“.
  • Nachmittags berichtet Marc Heiderhoff vom Kommunalen Sozialen Dienst Mülheim an der Ruhr gemeinsam mit Amtsrichter Ralf Engel über „Arbeit und Schnittstellen des Familiengerichtes und des Kommunalen Sozialen Dienstes bei häuslicher Gewalt in Mülheim an der Ruhr“.

Um eine Anmeldung bei der Gleichstellungsstelle wird aus organisatorischen Gründen gebeten. Per E-Mail unter gleichstellungsstelle@muelheim-ruhr.de oder unter der Telefonnummer 455-1542.
Wer eine Kinderbetreuung wünscht, sollte das bei der Anmeldung mit angeben.
Die Tagesveranstaltung des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle und dem Sozialamt Mülheim an der Ruhr ist kostenfrei.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Kontakt


Stand: 28.08.2019

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler auf dieser Internetseite gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Haben Sie ein anderes Anliegen, um das wir uns kümmern sollen, dann wenden Sie sich bitte an die Bürgeragentur.

Ihre Nachricht

 

Teilen | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel