Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen

Ein Glas mit frischem, klarem Trinkwasser.Ein Liter Mineralöl kann eine Millionen Liter Trinkwasser ungenießbar machen. Diese Tatsache macht deutlich wie wichtig es ist, die Sicherheit von Anlagen, die im Zusammenhang mit dem Umgang von wassergefährdenden Stoffen stehen, zu prüfen, um so den Schutz des Wassers zu gewährleisten. Diese Aufgabe obliegt der Unteren Wasserbehörde der Stadt Mülheim an der Ruhr. Die im Zusammenhang mit dieser Aufgabe gewonnenen Umweltinformationen fließen in das durch die Untere Bodenschutzbehörde geführte Umweltinformationssystem KOALA ein.

Was sind Anlagen?

Behälter, in denen wassergefährdende Stoffe gelagert, abgefüllt und umgeschlagen werden. Dazu zählen neben Tanks auch Rohrleitungen und Sicherheitseinrichtungen wie zum Beispiel Grenzwertgeber.

Was sind wassergefährdende Stoffe?

Hierzu zählen alle festen, flüssigen und gasförmigen Stoffe, die geeignet sind, die physikalische, chemische und biologische Beschaffenheit des Wassers nachhaltig zu verändern, wie Alkohole, flüssige und wasserlösliche Kohlenwasserstoffe, Gifte, Laugen, Mineralöle, Säuren und Teeröle, sowie Produkte aus Mineral- und Teerölen.

Wie können Gefahren für die Umwelt nahezu ausgeschlossen werden?

Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen müssen so beschaffen, eingebaut, aufgestellt, unterhalten und betrieben werden, dass eine Gewässerverunreinigung (auch Grundwasser) nicht zu besorgen ist.

Sind Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen genehmigungspflichtig?

Neben der Baugenehmigung muss in manchen Fällen die sogenannte wasserrechtliche Genehmigung beantragt werden. Von der wasserrechtlichen Genehmigungspflicht ausgenommen ist die Errichtung von Heizölverbraucheranlagen außerhalb von Wasserschutzzonen. Für Einzelheiten wenden Sie sich bitte an die unten aufgeführten Ansprechpartner.

Müssen Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen geprüft werden?

Die Prüfpflicht kann aus der hier hinterlegten Tabelle abgelesen werden.

Wer darf die Prüfung durchführen?

Eine Prüfung wird von Seiten der Unteren Wasserbehörde nur anerkannt, wenn sie von einem zugelassenen Sachverständigen durchgeführt wurde. Eine Liste der zugelassenen Sachverständigen liegt beim Landesumweltamt vor.

Welche Kosten entstehen?

  • Gebühr für die Prüfung und Erstellung des Berichtes durch den Sachverständigen
  • Verwaltungsgebühr für die Auswertung des Prüfberichtes (0,- bis 150,- Euro)
  • Zusätzlich bei Mängeln an der Anlage: Sanierungskosten

Kontakt


Stand: 17.05.2017

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