Gesundheit und Luftschadstoffe

In den letzten Jahrzehnten haben sich die Erkenntnisse über die Wirkung der Luftverschmutzung und vor allem ihre Bedeutung für die Gesundheit der Bevölkerung beträchtlich erweitert.
Nachhaltige Verbesserungen im Umweltschutz konnten so den Begleiterscheinungen der fortschreitenden technischen Entwicklungen in Industrie, Verkehr und Landwirtschaft entgegengesetzt werden.
Insbesondere in Ballungsräumen konnten durch umfangreiche Maßnahmen deutliche Verbesserungen der Luftqualität erreicht werden. Gleichzeitig haben neue Erkenntnisse gezeigt, dass für einige Luftschadstoffe, insbesondere für Feinstaub, die gesundheitlichen Wirkungen eher unterschätzt wurden. Das Ziel einer sauberen und gesundheitsverträglichen Außenluft ist daher weiterhin noch nicht erreicht.

 

Friedrich-Wilhelmshütte Lkw-Foto1 Das Bild zeigt eine landwirtschaftlich genutzte Fläche, die mit Mais bebaut ist. Der Mais wird abgeerntet.

Richtlinien und Grenzwerte der Luftqualität

Die Europäische Union (EU) legte 1996 erstmals einen Rahmen für die Beurteilung und die Kontrolle der Luftqualität fest. Im Jahre 2008 wurde die Rahmenrichtlinie an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisstand im Bereich der Gesundheit angepasst und mit zahlreichen Tochterrichlinien über einzelne Luftschadstoffe in einer "Richtlinie über Luftqualität und saubere Luft für Europa" (Richtlinie 2008/50/EG vom 21. Mai 2008) zusammengefasst.
Die Luftqualitätsrichtlinie setzt Grenzwerte für Luftschadstoffe und Umsetzungsfristen fest. Die Umsetzung in nationales Recht erfolgte in Deutschland über die Anpassung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) und die Neufassung der 39. Bundes-Immissionsschutzverordnung (39. BImSchV).
Ziel sind die Vermeidung beziehungsweise Verringerung schädlicher Auswirkungen von Luftschadstoffen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt sowie die umfassende Information der Bevölkerung über die Luftqualität.

Welche Gesundheitsschäden können durch Luftschadstoffe enstehen?

Gesundheitliche Effekte durch die messbare Feinstaubbelastung, die Belastung durch Stickoxide und krebsauslösende Schadstoffe sowie durch Ruß und Benzol sind durch Untersuchungen belegt.
Aktuelle Studien und Bewertungen veröffentlicht das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) auf seiner Internetseite.
Neben der allgemeinen Darstellung der Wirkungen von Luftschadstoffen auf die Gesundheit des Menschen werden stoffspezifische Informationen über akute und chronische Wirkungen der wichtigsten Luftschadstoffe zusammengestellt.
Die Darstellung umfasst chemische Luftschadstoffe wie Feinstaub, Stickstoffdioxid, Benzol oder Ozon sowie biologische Einflüsse durch Bioaerosole und Auswirkungen von Nanomaterialien. Die einzelnen Luftschadstoffe werden mit Wirkung, Bewertungsmaßstab, weiterführenden Publikationen und aktuellen Messwerten vorgestellt.

Detaillierte Informationen hierzu finden Sie unter LANUV, Wirkungen von Luftschadstoffen auf die Gesundheit des Menschen

 

Bei Fragen zu konkreten lokalen Belastungen wird auf das Beratungsangebot des Gesundheitsamtes hingewiesen: Umweltmedizinische Beratung.

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Stand: 09.08.2013

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