104 kommunale Jobcenter starten Kampagne "Stark. Sozial. Vor Ort."

Der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städtetag haben mit den 104 kommunalen Jobcentern unter dem Titel „Stark. Sozial. Vor Ort.“ eine gemeinsame Kampagne gestartet, um auf die Bedeutung dezentraler Arbeitsmarktpolitik aufmerksam zu machen.

Heute (26.11.) und morgen (27.11.) findet in Berlin der Tag der kommunalen Jobcenter statt, der sich als regelmäßiges Treffen der 104 kommunalen Jobcenter in diesem Jahr mit den Herausforderungen der Digitalisierung beschäftigen wird. Hauptredner ist Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Den kommunalen Jobcentern ist es wichtig, sich ständig weiterzuentwickeln, um auch in einer sich wandelnden, digitalen Arbeitswelt die Menschen mit flexiblen und passgenauen Leistungen und Angeboten zu unterstützen.

104 kommunale Jobcenter starten Kampagne Stark. Sozial. Vor Ort. - Kommunale Jobcenter

Quelle: Kommunale Jobcenter

Dieser Tag ist gleichzeitig der Startschuss für eine gemeinsame öffentlichkeitswirksame Kampagne der 104 kommunalen Jobcenter. Unter dem Titel „Kommunale Jobcenter – Stark. Sozial. Vor Ort.“ werden deren Arbeit und Stärken zukünftig deutlicher ins Bewusstsein von Bürgern, Politik und Unternehmern gerückt. Die 104 kommunalen Jobcenter:

  • sorgen bundesweit für 1,5 Millionen Menschen, die Unterstützung auf ihrem Weg in Arbeit und Ausbildung benötigen,
  • integrieren pro Jahr mehr als 250.000 Menschen in nachhaltige Jobs und
  • sind für ein Gebiet von mehr als 22 Millionen Einwohnern verantwortlich.

Seit 2005 ist das Jobcenter | Sozialagentur Mülheim an der Ruhr als zugelassener kommunaler Träger der Stadt Mülheim an der Ruhr mit der Umsetzung des Zweiten Sozialgesetzbuches (SGB II) betraut. Unter Berücksichtigung des Fachkonzepts der sozialraumorientierten Arbeit sowie mit Hilfe der gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeiterschaft ist es seitdem möglich, erwerbsfähige leistungsberechtigte Bürger dieser Stadt flexibel, persönlich und menschlich zu beraten und mit passgenauen Lösungen zu versorgen. 

Das originäre Ziel ist es, die Eigenverantwortung von erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zu stärken und dazu beizutragen, dass sie ihren Lebensunterhalt unabhängig von der Grundsicherung gemäß SGB II aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten können. Dies geschieht in der Regel durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. 

So konnte die Zahl von hilfebedürftigen Menschen in Mülheim an der Ruhr von insgesamt rund 14.300 erwerbslosen Leistungsberechtigten Anfang des Jahres 2018 auf 13.764 im Oktober erfolgreich reduziert werden. Insgesamt ist es bis September 2018 gelungen 296 Menschen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu integrie-ren.

Anke Schürmann-Rupp, Leiterin der Sozialagentur - Walter SchernsteinDas Jobcenter | Sozialagentur Mülheim an der Ruhr ist sich sicher, bis Ende diesen Jahres knapp 20% der erwerbslosen Leistungsberechtigten erfolgreich in Arbeit zu vermitteln.

104 und damit ein Viertel der 407 Jobcenter werden als kommunale Jobcenter der Landkreise/kreisfreien Städte betrieben und erfüllen die SGB II-Aufgaben ohne die Bundesagentur für Arbeit eigenverantwortlich (sogenannte Optionskommunen). Daneben nehmen 303 gemeinsame Einrichtungen als Mischbehörden aus der Bundesagentur für Arbeit und dem Landkreis/der kreisfreien Stadt die jeweiligen Teilzuständigkeiten beider Träger wahr.

Die kommunalen Jobcenter sind Teil des Landkreises beziehungsweise der kreisfreien Stadt und bieten ein Gesamtpaket an Leistungen und Lösungen. Das Ergebnis sind bürgernahe kommunale Jobcenter, kurze Wege, rasche Entscheidungen, umfassende und ganzheitliche Angebote und nachhaltige Unterstützung. Sie erbringen Leistungen aus einer Hand und verbinden ihre Angebote mit weiteren kommunalen Verantwortlichkeiten wie etwa von Jugendämtern, Schulen, Ausländerbehörden oder der Wirtschaftsförderung.

Für die Landräte und Oberbürgermeister ist kommunale Arbeitsmarktpolitik Chefsache. Sie verfügen über eine starke demokratische Verankerung. Die kommunalen Jobcenter unterliegen der Kontrolle der Bürger über die direkt gewählten Kreistage und Stadträte. Sie entwickeln lokale und regionale Aktivitäten, die sich gut mit den Maßnahmen der örtlichen Netzwerkpartner verzahnen. Vorteile sind dezentrale Strukturen und kreative maßgeschneiderte Lösungen. So können Schwerpunkte bei der Förderung entsprechend den regionalen und kommunalen Notwendigkeiten gesetzt werden.

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Stand: 26.11.2018

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