Auftaktveranstaltung 2019 "Sicher zur Schule"

Sie strahlten um die Wette: Die Vorschulkinder der Kita Villa Kunterbunt mit ihren gelben Warnwesten und die Sonne zur Auftaktveranstaltung 2019 der Verkehrswacht Mülheim an der Ruhr zum „Sicheren Schulweg“.

Vorschulkinder der Kita Villa Kunterbunt mit ihren gelben Warnwesten zur Auftaktveranstaltung 2019 der Verkehrswacht Mülheim an der Ruhr zum Sicheren Schulweg gemeinsam mit OB Scholten (5.v.l.) - Thomas Nienhaus
Foto: Thomas Nienhaus

Antonella von der Heiden und die Erzieherinnen der Kindertageseinrichtung (Kita) Villa Kunterbunt hatten ordentlich zu tun, bis alle 20 Kinder die Warnwesten anhatten. Dann wurde das obligatorische Foto mit dem Schirmherrn der Verkehrswacht Mülheim, Oberbürgermeister Ulrich Scholten, den Verkehrswachtlern, der Polizei als Partner dieser und vieler Aktionen und den Sponsoren „geschossen“. 
Scholten zählte nach: „Seit 2012 hat die Verkehrswacht Mülheim diese Aktion nun zum 7. Mal gemacht. Die Bereitstellung von Warnwesten und der Hefte zum „Sicheren Schulweg“ ist ein Riesenaufwand für die Ehrenamtler der Verkehrswacht. Angefangen mit 1400 Stück steigt das Angebot der Verkehrswacht in diesem Jahr auf je 1700 Westen und Hefte. Das kostet jedes Mal  viele Tausend Euro. Ohne die Sponsoren Sparkasse Mülheim, Autohaus Wolf und DEKRA wäre das nicht zu stemmen. Ihnen gilt unser großer Dank. Dank auch an die Verkehrswacht, das ist enorm viel Arbeit, eine solche Aktion für die Sicherheit auf dem Schulweg durchzuführen, und die Arbeit ist notwendig und erfolgreich.“
Gunter Zimmermeyer von der Verkehrswacht bestätigt das. „ Die ersten Statistiken über Kinderunfälle im Straßenverkehr von 1978 machten fassungslos: Fast 1.500 Kinder waren auf den Straßen in Deutschland ums Leben gekommen. Viel ist an Verbesserungen gearbeitet worden. Und das hat geholfen. In 2016 waren es noch 66 und 2017 61 getötete Kinder. Die Arbeit lohnt sich, sie kann aber nie abgeschlossen, nein sie muss intensiviert werden. Nicht nur die neuen Verkehrsteilnehmer müssen angeleitet werden, alle brauchen regelmäßig Erinnerung und Ermahnung. Der Fokus unserer Arbeit auf den Schulweg ist dabei besonders wichtig. Die Polizei hat 2017 17 im Straßenverkehr getötete Kinder registriert. Und die Unfallkasse NRW stellt davon 13 auf dem Schulweg fest.“
Wolfgang Packmohr von der Polizei: „ In Mülheim haben wir sichtbaren Erfolg. Mehrere Jahre haben wir schon keinen Todesfall mehr zu beklagen, mit einer Ausnahme. Aber die Zahl der Unfälle ist immer noch zu hoch und die Unfälle mit dem Fahrrad machen uns Sorge“.
Zimmermeyer verweist erneut auf ein besonderes Problem:“ Das Elterntaxi ist nicht die Lösung für Sicherheit beim Schulweg, sondern ist das besondere Problem. Hier müssen wir in Mülheim neue, kooperative  Wege gehen. Wer das Chaos bei Schulbeginn auf der Straße beobachtet, was gerade auch in einem Beitrag des WDR 3 Lokalzeit zu sehen war, den überfällt das Grauen. Die Eltern kämpfen mit ihrem Auto um jeden Meter näher zur Schule, öffnen die Türe von innen, oft noch auf der Fahrerseite und die Kinder huschen in Dunkelheit zwischen den bremsenden und anfahrenden Autos hindurch. Wir wollen mit Betreibern größerer Parkplätze (z. B. Supermärkte) in Schulnähe ins Gespräch kommen, ihren Parkplatz zum Schulbeginn zu öffnen und sichere Anfahrt, sicheres Halten und sichere Abfahrt etwa mit Markierungen   zu ermöglichen und vor allem einen sicheren restlichen Weg der Kinder zur Schule.“
Ulrich Scholten: „Es muss allen daran gelegen sein, dass unseren Kindern auf dem Schulweg nichts passiert. So dankbar wir den Ehrenamtlern der Verkehrswacht und der Polizei sind, alle Bürger und die Eltern haben hier eine Verantwortung, die sie wahrnehmen müssen.“


Stand: 21.01.2019

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