Ausstellung "Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch"

Ab dem 6. September präsentieren der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Mülheim-Essen-Oberhausen (MEO) und der Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr, Marc Buchholz, die Wanderausstellung „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ im Rahmen der Respektkampagne des DGB in der Mosaikhalle des Historischen Rathauses.

Oberbürgermeister Marc Buchholz. Ausstellungseröffnung Hier arbeitet ein Menschen mit dem DGB. Rathaus. 06.09.2021 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Oberbürgermeister Marc Buchholz (2. v. l.). Ausstellungseröffnung „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ mit dem DGB. Foto: Walter Schernstein

67 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben in den vergangenen Jahren Beleidigungen, Bedrohungen und tätliche Angriffe erlebt. Vor diesem Hintergrund wirbt der DGB gemeinsam mit dem Oberbürgermeister für mehr Respekt gegenüber den Be-schäftigten. 

Dieter Hillebrand, Geschäftsführer des DGB MEO: „Gewalt betrifft längst nicht mehr nur die Polizei und andere Sicherheitskräfte. Alle Beschäftigten im Dienst der Gesellschaft werden immer öfter Opfer. Von daher sind wir dem Oberbürgermeister sehr dankbar, dass er sich bereit erklärt, die Ausstellung in der Mosaikhalle des historischen Rathaus zu ermöglichen und damit in die Öffentlichkeit hinein ein deutlich sichtbares Zeichen setzt!“

Bei der Kampagne geht es um mehr Respekt gegenüber Polizist*innen, Feuerwehrleuten, Mitarbeiter*innen von Rettungsdiensten, Beschäftigten im Gesundheitswesen, in Bildungseinrichtungen, bei Ordnungsämtern oder Jobcentern und auch anderen öffentlichen Verwaltungen und Betrieben.

Marc Buchholz, Oberbürgermeister: „Zunehmende Respektlosigkeit und sinkende Hemmschwellen gegenüber Mitarbeitenden des öffentlichen Dienstes sind nicht hinnehmbar. Ich bin deshalb sehr froh, dass der Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr bereits vor einem Jahr eine Resolution zum Thema verfasst hat.“

In der Resolution heißt es: „Der Gewalt gegen die Einsatzkräfte und andere Repräsentantinnen und Repräsentanten des Staates sowie gegen ehrenamtlich Engagierte muss auf allen Ebenen konsequent entgegengewirkt werden.“

„Wir haben in Mülheim das Problem erkannt und wir tun alles zum Schutz unserer Mitarbeitenden. Auch deshalb unterstützen wir die Kampagne des DGBs sehr gerne.“

Laut einer bundesweiten Umfrage des DGB wird häufig der Frust und Ärger über den Staat gegenüber den Beschäftigten im öffentlichen Dienst ausgelebt. Über 70 Prozent gaben an, dass Bürgerinnen und Bürger aufgrund von zu wenig Personal, schlechter Ausstattung, mangelhaftem Service und hohem Bürokratieaufwand oft genervt sind und aggressiv reagieren.

Hier sieht auch der ehrenamtliche Vorsitzende des DGB in Mülheim Filip Fischer drin-genden Handlungsbedarf: „Diese Erfahrungen müssen für uns eine Warnung sein. Wir dürfen die Kolleginnen und Kollegen mit der Gewalt nicht alleine lassen; wir müssen aktiv Veränderungen anstoßen. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst brauchen Unterstützung, Hilfe und Anerkennung für ihre Tätigkeit. Für uns ist die tägliche Gewalt und Aggression nicht zu akzeptieren, die Beschäftigten sind keine Blitzableiter für Frust und Aggression“.

 


Stand: 06.09.2021

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