Corona-Virus - Stadt und Kassenärztliche Vereinigung richten Diagnosezentrum ein

Ziele: Niedergelassene Ärzte, Ärztinnen und Kliniken entlasten – Ansteckungsgefahr in Wartezimmern minimieren

Foto vom Diagnosezentrum. Corona-Virus - Stadt und Kassenärztliche Vereinigung richten Diagnosezentrum ein. - Berufsfeuerwehr Mülheim

Der Krisenstab der Stadt hat beschlossen, für Coronaverdachtsfälle ein besonderes Diagnosezentrum einzurichten. Die Berufsfeuerwehr hat die notwendigen Arbeiten bereits durchgeführt. Das Zentrum hat am 10. März den Betrieb aufgenommen.

„Ziel ist es“, so der amtierende Krisenstabsleiter Kämmerer Frank Mendack, „die niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen von Coronaverdachtsfällen zu entlasten und eine mögliche Ansteckungsgefahr in Wartezimmern von Praxen und Kliniken zu minimieren“.
Das Diagnosezentrum wird in einem leerstehenden Gebäude im ehemaligen Flüchtlingsdorf Saarn an der Mintarder Straße betrieben werden. Dorthin kommen zur Durchführung eines Schnelltestes auf Corona allerdings ausschließlich Patientinnen und Patienten, die zuvor eine telefonische Abklärung nach den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes von einem Arzt oder einer Ärztin und eine entsprechende Überweisung erhalten haben. „Laufkundschaft gibt es also keine und würde auch abgewiesen“, so der Vertreter der Mülheimer Kassenärztlichen Vereinigung, Dr. med. Stephan von Lackum. Die entsprechende Überweisung  geht dann jeweils per Fax direkt von der Arztpraxis an das Diagnosezentrum, um einen Kontakt des Patienten beziehungsweise der Patientin mit der Praxis zu vermeiden.
Der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes bei der Feuerwehr, Thomas Franke, weist in diesem Zusammenhang nochmals auf die bundesweit geschalteten Rufnummer 116117 hin: „Hier erhalten alle Interessierten umfangreiche Informationen zu Corona und entsprechende Verhaltensvorschläge“.

„Vor dem Hintergrund des Corona-Virus rufen wir gemeinsam mit den niedergelassenen Ärztinnen, Ärzten und den Mülheimer Krankenhäusern dringend zur Impfung gegen die Influenza auf! Der Grund: Influenza ist eine hochansteckende, schwere Krankheit mit teilweise lebensbedrohlichen Komplikationen (z. B. Lungenentzündung). Diese schweren Fälle müssen in der Regel im Krankenhaus behandelt werden. Durch eine möglichst hohe Impfquote werden Hausärzte und-ärztinnen sowie Krankenhäuser effektiv von Influenza-Fällen entlastet und haben mehr Zeit für mögliche Corona-Patienten oder -Patientinnen. Zudem ist eine gleichzeitige Erkrankung mit Influenza und COVID-19 (also der „Corona-Krankheit“) denkbar. Geimpfte Personen können nicht gleichzeitig erkranken“, so Dr. Frank Pisani vom städtischen Gesundheitsamt und Dr. med. Thomas Nordmann vom Marienhospital. Die Impfungen werden in allen Hausarztpraxen durchgeführt. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Hier finden Sie weitere Infos über den Corona-Virus.

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Stand: 16.03.2020

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