Erstes Sanierungsmanagement zur Umsetzung eines Integrierten energetischen Quartierskonzeptes in Mülheim gestartet

Heißen-Süd ist das Pilotquartier der Energetischen Stadtentwicklung in Mülheim an der Ruhr. Das Quartier bietet gute Voraussetzungen zur Umsetzung von Maßnahmen hin zu einen langfristig (2050) klimaneutralem Gebäudebestand. Viele Herausforderungen sind hierbei zu meistern von der Beratung - Planung über die Finanzierung bis hin zur Umsetzung - gerade für private Gebäudeeigentümer sowie klein- und mittelständische Unternehmen nicht alltäglich.

Sanierungsmanagement Heißen-Süd. Erstes Sanierungsmanagement zur Umsetzung eines Integrierten energetischen Quartierskonzeptes gestartet. Gymnasium Kleiststraße. 22.10.2018 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Sanierungsmanagement Heißen-Süd - Institut für lebens- und umweltgerechte Stadtentwicklung (Sandra Lohmann, Hannah Loeper, Stephanie Weis, Prof. Dr.-Ing. Matthias Neef), Beigeordneter für Umwelt, Planen und Bauen Peter Vermeulen, Ulrike Marx (Referat Umwelt, Planen und Bauen -Koordinierungsstelle Klimaschutz) und Volker Weißhuhn, medl

Foto: Walter Schernstein

Ein Sanierungsmanagement soll vorerst drei Jahre lang die Umsetzung des Integrierten Quartierskonzeptes Heißen-Süd begleiten und wird von einem interdisziplinären Team des Instituts für lebenswerte und umweltgerechte Stadtentwicklung mit Mitgliedern aus den Bereichen Energie- und Umwelttechnik, Architektur, Sozialwissenschaften der Hochschule Düsseldorf übernommen. Stadtverwaltung und Hochschule Düsseldorf erproben in enger Kooperation mit der medl GmbH erstmalig in einem Quartier eine Vielzahl von Instrumenten, die eine Modernisierung von Gebäuden und Infrastruktur sowie eine Verbesserung der Wärmeversorgung im Quartier fördern. In Heißen zählen hierzu unter anderem das Sanierungsnetzwerk mit Beteiligung des Handwerks, die Ausweisung von Sanierungspotenzialen, Finanzierungs- und Förderberatungen sowie eine Potenzialanalyse Energiemanagement im Einzelhandel. Auch die Zusammenarbeit mit anderen lokalen Projekten wie dem Mülheimer Modernisierungsbündnis und der Quartiersarbeit der SWB-Service- Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH ist vorgesehen.

Ziel der Einführung eines Sanierungsmanagements ist es, für das Quartier Heißen-Süd mehr Lebens- und Umweltqualität zu erreichen und den Prozess zur Gebäudemodernisierung hin zum klimaneutralen Gebäudebestand gemeinsam zu verstärken. 
Finanziert wird das Vorhaben für drei bis fünf Jahre durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) mit dem Programm KFW 432 - Energetische Stadtsanierung.

Ansprechpartner während des Projektes sind bei der Hochschule Düsseldorf/Institut für lebens- und umweltgerechte Stadtentwicklung: info.lust@hs-duesseldorf.de oder Telefon 0211/4351-2610

Ansprechpartner bei der Stadt: energiewende@muelheim-ruhr.de oder Telefon 0208/455-6815

Aktuelle Informationen immer unter https://www.alt-bau-neu.de/muelheim oder im Beitrag "Klimaschutz und Energiewende".

Tabelle Integriertes energetisches Quartierskonzeot Heißen-Süd - Ulrike Marx

Hintergrundinformationen:
Das Quartier Heißen-Süd liegt im nordöstlichen Teil der Stadt. Hier leben rund 2.600 Einwohner. Im Quartier befinden sich als öffentliche Gebäude ein sanierungsbedürftiges Schwimmbad, das Gymnasium Heißen sowie die städtische Gemeinschaftsgrundschule Filchnerstraße. Städtebaulich ist das Quartier geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser, die sich zum Teil in Privatbesitz und zum Teil in der Hand von Wohnungsbaugesellschaften befinden. Das Quartier wurde als Sanierungsgebiet (Energetischer Stadtentwicklungsplan 2015) ausgewählt, da hier der spezifische Wärmebedarf überdurchschnittlich hoch ausfällt  Der hohe Anteil an Wärmestrom in privaten und öffentlichen Gebäuden sowie die Heizölverwendung in Einfamilienhäusern wurden als gute Ansatzpunkte zur Steigerung der Energieeffizienz identifiziert. Außerdem gab es verschiedene Ansatzpunkte zum Aufbau eines Nahwärmenetzes, die weitergehend untersucht werden sollten.
Auf Basis von Quartiersanalyse, Energie- und CO2-Bilanz sowie Potenzialanalyse wurden Handlungsziele identifiziert und daraus ein Maßnahmenkatalog entwickelt. Dieser Schritt erfolgte unter Einbeziehung von ausgewählten lokalen Akteuren, die die Bereiche Soziales, Mobilität, Gebäude und Energie vertraten. 
Die möglichen Einsparpotenziale bei Umsetzung des Konzeptes sind hier als Soll und Soll+ verglichen zum Ist Zustand beschrieben.

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Stand: 06.11.2018

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