Förderpreis für ein gedeihliches Miteinander und gegenseitige Integration verliehen

Integrationsrat der Stadt Mülheim an der Ruhr verleiht Annette Lostermann-De Nil den "Förderpreis für ein gedeihliches Miteinander und gegenseitige Integration".

Bürgermeisterin Margarete Wietelmann und die stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates, Mehrnaz Koch, übergaben den Preis im Rahmen einer Feierstunde in der Rathausbibliothek des Historischen Rathauses.

Der Integrationsrat der Stadt Mülheim an der Ruhr verleiht Annette Lostermann-De Nil den Förderpreis für ein gedeihliches Miteinander und gegenseitige Integration für das Jahr 2019. Bürgermeisterin Margarete Wietelmann und die stellv. Vorsitzende des Integrationsrates Mehrnaz Koch verleihen den Preis im Rahmen einer Feierstunde. Rathausbibliothek. (v.l.) Mehrnaz Koch (stellv. Vorsitzende Integrationsrat), Annette Lostermann-De Nil, Bürgermeisterin Margarete Wietelmann. 08.01.2020 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

v.l.: Mehrnaz Koch (stellv. Vorsitzende Integrationsrat), Annette Lostermann-De Nil, Bürgermeisterin Margarete Wietelmann.

Foto: Walter Schernstein

 

 

Rede von Bürgermeisterin
Margarete Wietelmann
anlässlich der
Verleihung des Förderpreises des Integrationsrates
für das Jahr 2019
am Mittwoch, 8. Januar 2020

- es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrte Frau Lostermann-De Nil,

sehr geehrte Frau Arslan,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

Integrationsarbeit beginnt mit dem Respekt vor der Würde eines jeden Menschen. Mit dem Interesse an Menschen in ihrer Vielfalt und an der Begegnung auf Augenhöhe.

Respekt, Interesse und Begegnung – diese drei Schlagworte kennzeichnen das langjährige ehrenamtliche Engagement von Annette Lostermann–De Nil. Und dafür werden Sie, liebe Frau Lostermann–De Nil, heute vom Integrationsrat der Stadt Mülheim an der Ruhr mit dem „Förderpreis für ein gedeihliches Miteinander und gegenseitige Integration“ ausgezeichnet.

Damit würdigt das Gremium Ihr jahrzehntelanges Engagement zunächst in der Initiative gegen Ausländerfeindlichkeit Ende der 70er Jahre, Ihr Engagement für die internationalen Klassen bzw. Seiteneinsteigerklassen in der Karl-Ziegler-Schule, im Ausländerbeirat und im Integrationsrat.

Ihnen wird weiter große Anerkennung zuteil zum Beispiel für Ihren Einsatz für das Frauenschwimmen sowie Ihre Bemühungen um die Sprachförderung.

All das tun Sie, sehr geehrte Frau Lostermann–De Nil, mit viel Freude, Energie und Empathie. Sie wirken als Patin, Mentorin, Begleiterin und Ratgeberin. Dabei leben Sie tagtäglich vor, was unsere Gesellschaft auszeichnet: Offenheit und Respekt dem anderen gegenüber.

Sie wissen als ehemalige Lehrerin nur zu gut, wie wichtig es für Menschen mit Migrationserfahrung ist, frühzeitig die deutsche Sprache zu erlernen. Sie halten es da mit dem österreichischen Philosophen Ludwig Wittgenstein, der einst sagte: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“. Und diese Grenzen wollen Sie mit Ihrem Engagement weiten.

Sehr geehrte Frau Lostermann-De Nil,

Ihr Namen fällt regelmäßig, wenn es um das Miteinander unterschiedlicher Nationalitäten und Integration in Mülheim an der Ruhr geht. Und so können Sie stolz auf das sein, was wir in Mülheim in Sachen Integration auch und häufig gerade auf Ihr Bestreben hin in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht oder erfolgreich fortgesetzt haben.

Sie haben das Zusammenleben der Kulturen in unserer Stadt maßgeblich mitgestaltet. Und Sie tun es immer noch. Sie sind ein gutes Beispiel dafür, dass die Herausforderungen der Integration dann am besten gelingen, wenn staatliche Institutionen und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Denn Ihr reicher Erfahrungsschatz, den Sie in vielen Jahren politischer Arbeit angesammelt haben, Ihre Netzwerke und Ihre Einblicke in unterschiedlichste Bereiche unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens helfen Ihnen an vielen Stellen bei Ihrem Einsatz für gelingende Integration weiter.

Ich will es an dieser Stelle dabei belassen, denn die eigentliche Laudatio obliegt wie immer der Vorsitzenden des Integrationsrates, Frau Arslan.

Als Bürgermeisterin danke ich dem Integrationsrat dafür, dass er seinen mit 500 Euro dotierten Förderpreis auch in diesem Jahr wieder ausgelobt hat. Er dokumentiert damit seit 1999, dass Respekt und Toleranz Voraussetzungen für das Zusammenleben der Kulturen sind. Und er macht deutlich, dass es sich lohnt, Vielfalt als Chance zu begreifen.

Integration war und ist für uns in Mülheim nie nur eine leere Worthülse, sondern immer mit der Begegnung von Menschen verbunden. Der Förderpreis des Integrationsrates würdigt nun gerade diese Menschen, die sich für ein gleichberechtigtes und friedliches Miteinander und aktive Teilhabe einsetzen. Damit gehört diese Auszeichnung zu den wichtigen Ehrungen in der Anerkennungskultur dieser Stadt. Und wenn man auf die ganze Bandbreite der Empfänger schaut, sieht man, dass sie ihre Wirkung in unsere Stadt hinein entfaltet.

Sehr geehrte Frau Lostermann–De Nil,

im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Mülheim an der Ruhr sowie persönlich gratuliere ich Ihnen herzlich zum „Förderpreis für ein gedeihliches Miteinander und gegenseitige Integration“. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg und Freude an der Arbeit!

Vielen Dank.

Der Integrationsrat der Stadt Mülheim an der Ruhr verleiht Annette Lostermann-De Nil den Förderpreis für ein gedeihliches Miteinander und gegenseitige Integration für das Jahr 2019. Bürgermeisterin Margarete Wietelmann und die stellv. Vorsitzende des Integrationsrates Mehrnaz Koch verleihen den Preis im Rahmen einer Feierstunde. Rathausbibliothek. 08.01.2020 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Kontakt


Stand: 09.01.2020

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