Häufige Fragen und Antworten - FAQ zu wilden Müllkippen

Wilde Müllkippe am Kolkerhofweg in Muelheim an der Ruhr - Uwe Schindler
 

Wie werden wilde Müllkippen gemeldet?
Die verschiedenen Möglichkeiten zur Meldung von wilden Müllkippen laufen alle im Umweltamt zusammen. Die meisten Meldungen kommen über das Kommunikationscenter (KC), daneben gibt es noch die Bürgeragentur, direkte Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern an das Umweltamt sowie Meldungen vom Außendienst des Ordnungsamtes.
Hier geht es direkt online zur Kümmerkarte, dem Mängelmelder der Stadt: https://geo.muelheim-ruhr.de/kuemmer-karte. Die Bürgeragentur kümmert sich dann um Ihr Anliegen.

Was geschieht mit den Meldungen im Umweltamt?
Sämtliche Meldungen werden in einer "Work-flow-Software" erfasst, im Regelfall direkt bei der Beschwerdeannahme, also nicht alles im Umweltamt, sondern zum Beispiel beim KC beim Anruf eines Bürgers oder einer Bürgerin. Durch die Software werden Doppelmeldungen sowie angemeldete Sperrmülltermine ausgefiltert. Abschließend prüft eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter den Vorgang und erteilt elektronisch den Auftrag an die Mülheimer Entsorgungsgesellschaft (MEG). Nach einer Meldung geht sicher am gleichen Tag, manchmal schon nach wenigen Stunden der Auftrag an die MEG raus, die dann am nächsten - manchmal auch am gleichen Tag - den wilden Müll einsammelt.

Warum muss extra noch das Umweltamt prüfen?
Die MEG erhält für ihre regelmäßigen Leistungen (Leeren der Mülltonnen, Betrieb des Wertstoffhofes und des Schadstoffmobils usw.) ein pauschales Entgelt. Das Einsammeln von wildem Müll ist darin nicht enthalten, das heißt die Stadt muss der MEG die Kosten ersetzen. Voraussetzung dafür, dass Geld fließt, ist eine rechtliche oder vertragliche Verpflichtung, in diesem Fall eben ein entsprechender Auftrag, der von einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin der Stadt erteilt wird. Es wäre rechtlich nicht zulässig, einfach "auf Zuruf" Geld zu bezahlen.
Eine Prüfung ist auch notwendig, weil im Einzelfall sofortiges ordnungsbehördliches Handeln erforderlich sein kann. Man denke an auslaufende Autobatterien oder leckende Ölkanister. Dann ist nicht nur sofortiges Wegräumen notwendig (durch Umweltamt selbst, die Feuerwehr oder die MEG), sondern gegebenenfalls auch Folgehandlungen (z. B. Auskoffern des belasteten Bodens).

Wie viele Meldungen von wilden Müllkippen gibt es?
Im Jahr circa 1.200 Stück, im Jahr 2020 (1.1. bis 31.5.) bereits 786. Sofern diese Entwicklung weiter geht, ist also in diesem Jahr mit einer deutlichen Steigerung der Meldungen zu rechnen. Die Zahl gibt die tatsächliche Zahl an wilden Müllkippen wieder, das heißt Doppelmeldungen und terminierte Sperrmüllabholungen sind bereits heraus gerechnet. Aus den Meldungen in diesem Jahr resultieren 658 Aufträge an die MEG. Der Unterschied betrifft die wilden Müllkippen an den Standorten für Wertstoffcontainer. Diese Meldungen werden zwar als wilde Müllkippe erfasst und an die MEG weiter gegeben, allerdings nicht als Auftrag, da die regelmäßige Reinigung der Containerstandorte im allgemeinen Leistungsumfang der MEG enthalten ist. 
Durch die Erfassung per Software und die damit verbundene Verortung ist auch eine ortsbezogene Auswertung - also die Erfassung von Hotspots - möglich.

Erfassung der Hotspots der wilden Müllkippen im Stadtgebiet - Umweltamt

Um welche Mengen handelt es sich und was kostet die Beseitigung der wilden Müllkippen?
Die Abfallmengen werden von der MEG nicht erfasst, da sie nur den Aufwand für die Einsammlung erstattet bekommt. Letztendlich landet der größte Teil in der Verbrennungsanlage in Krefeld, in der sich die Stadt Entsorgungskapazitäten gesichert hat. Auch die Kosten lassen sich nur schätzen, da neben den Einzelaufträgen an die MEG auch ein Teil über die Pauschalentgelte (z. B. die Reinigung der Containerstandorte) finanziert wird. Geschätzt betragen die Kosten circa 100.000 Euro pro Jahr, davon liegen jeweils die Hälfte bei der Stadt und der MEG. Die städtischen Kosten werden aus dem Abfallgebührenhaushalt finanziert, die Kosten der MEG natürlich mittelbar ebenfalls - die Pauschalentgelte stammen ebenfalls aus den Abfallgebühren.

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Stand: 05.06.2020

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