Hilfsgüter in Ivano-Frankivsk angekommen

Hilfsgüter in Ivano-Frankivsk angekommen

Stadt Ivano-Frankivsk Hilfstransport Ukraine Tschernobyl-Initiative - Stadt Ivano-Frankivsk

Palettenweise kamen die Hilfsgüter in Ivano-Frankivsk an.

Foto: Stadt Ivano-Frankivsk

Über neun Tonnen Hilfsgüter haben am Donnerstag, 19. Januar, die ukrainische Stadt Ivano-Frankivsk erreicht: Die Stadt Mülheim an der Ruhr und die „Initiative Tschernobyl-Kinder Mülheim e.V.“ hatten zu einer kurzfristigen, partnerschaftlichen und humanitären Hilfsaktion aufgerufen – und viele Mülheimer*innen, viele Verbände und Institutionen sind diesem Ruf gefolgt.

Noch vor Weihnachten brachten die ehrenamtlichen Fahrer Norbert Todt und Bert Abel die Hilfsgüter ins polnischen Oppeln, legten die 900 Kilometer zweimal in drei Tagen zurück. Jetzt, nach dem orthodoxen Weihnachtsfest, erreichten die Spenden ihren nochmals 650 Kilometer entfernten Bestimmungsort in der Ukraine. „Vielen Dank für die Hilfe, die Fürsorge und den Blick fürs Detail“, hieß es in einer Dankes-Mail der Stadt Ivano-Frankivsk. Bedacht würden nun die Binnenflüchtlinge, die aus anderen Teilen der Ukraine in die Stadt kamen. Die medizinischen Hilfsgüter würden an zivile und militärische Einrichtungen verteilt. Die liebevoll mit Geschenken, Süßigkeiten und Dingen des täglichen Bedarfs gepackten „Schuhkartons voller Hoffnung“ würden in Waisenhäusern und Altenheimen der Stadt verteilt, hieß es in der E-Mail der Städtepartnerschafts-Beauftragten in Ivano-Frankivsk, Chrystyna Melnyk: „Danke, dass Sie an die Kinder und Senioren gedacht haben, die ebenfalls einen Lichtstrahl der Güte in ihrem Leben benötigen.“

„Ich freue mich sehr, dass der Transport ohne Komplikationen ablief und die Hilfsgüter nun Ivano-Frankivsk erreicht haben“, sagte Oberbürgermeister Marc Buchholz. „Ich möchte allen beteiligten Helferinnen und Helfern und insbesondere der Tschernobyl-Initiative danken.“ Zu den Hilfsgütern zählte nicht nur Winterkleidung, Lebensmittel und Hygieneartikel, sondern auch Rollstühle und Rollatoren, Schlafsäcke und Kinderreisebetten, medizinisches Material und Heizlüfter. Gespendet und geholfen haben die Mülheimer Feuerwehr, das St. Marien-Hospital (Contilia GmbH), die Mülheimer Sparkasse und die Mülheimer Filiale des Hagebaumarkt. Die Spedition Yegudin stellt den Transporter zur Verfügung. Die Fahrer, Mitarbeitende der DEKRA, waren ehrenamtlich unterwegs. Mitarbeitende der Stadt Mülheim haben einen Teil ihrer Gehälter gespendet, der Personalrat hatte die Aktion initiiert.

Vor allem aber die Mülheimer Bürger*innen haben sich zahlreich beteiligt: Möglich wurde die Hilfsaktion durch die tatkräftige Unterstützung der „Initiative Tschernobyl-Kinder Mülheim e.V.“. Diese schickt seit vielen Jahren in der Weihnachtszeit „Schuhkartons voller Hoffnung“ in die Region rund um Tschernobyl. Sanktionsbedingt sind in diesem Jahr keine Spenden des Vereins nach Weißrussland möglich, daher gehen die Spenden in die Ukraine. Knapp 900 Schuhkarton-Päckchen für Kinder und Senior*innen wurden gespendet – zusammengestellt nach einer einheitlichen Packliste, gefüllt mit Süßigkeiten, Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs.

Zum Hintergrund: Mülheim und Ivano-Frankivsk sind „Cousinenpartnerstädte“, verbunden durch die gemeinsame Partnerschaft mit dem polnischen Oppeln. Zudem sind beide Städte Teil des Netzwerks „Europapreisträgerstädte“. Ende Oktober traf sich eine Mülheimer Delegation im virtuellen Raum mit dem Bürgermeister Ruslan Marzinkiw der ukrainischen Stadt. Mülheims Oberbürgermeister Marc Buchholz sowie die Beigeordneten Dr. Daniela Grobe und David Lüngen informierten sich per Video-Konferenz über die Lage in Ivano-Frankivsk und sagten humanitäre Hilfe zu.

Hilfstransport Ivano-Frankivsk Ausladen Tschernobyl-Initiative - Stadt Ivano-Frankivsk

Die Hilfsgüter werden in Ivano-Frankivsk ausgeladen.

Foto: Stadt Ivano-Frankivsk

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Stand: 20.01.2023

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