Homeschooling: Beschaffung von mobilen schuleigenen Endgeräten

Um Schulen und Schulträger kurzfristig zu unterstützen, den Schülerinnen und Schülern aus benachteiligten Familien das Lernen zu Hause zu ermöglichen, die keine persönlichen digitalen Endgeräte haben, wird die Beschaffung von mobilen schuleigenen Endgeräten wie Tablets, Notebooks und Laptops in der Phase der Corona-bedingten (Teil-)Schließungen von Schulen vom Bund und vom Land gefördert. Noch vor Veröffentlichung der entsprechenden Förderrichtlinien in den diesjährigen Sommerferien hat die Stadt Mülheim an der Ruhr die Beschaffung von 400 digitalen Endgeräten mit dem Ziel eingeleitet, möglichst zum ersten Schultag über erste Geräte verfügen zu können, um diese im Quarantänefall zielgerichtet an Kinder ohne digitales Endgerät ausleihen zu können.

Homeschooling, Schule, mobile Endgeräte, Tablets, Laptops, Notebooks, Apple, IPad, I-Pads, Unterricht: Das Foto zeigt ein Kind in Rückansicht mit einem Tablet und Kopfhörer auf an einem kleinen weißen Schreibtisch vor einem Fenster, auf dem zwei Stifteboxen, Papier und Hefte liegen. - Canva

Aufgrund zu beachtender Vergaberichtlinien konnte der Auftrag zwar kurz vor Ende der Sommerferien vergeben werden, es bestand jedoch die berechtigte Hoffnung, durch Teillieferungen bereits zeitnah auf entsprechende Geräte zurückgreifen zu können. Aufgrund der angespannten Marktlage konnten avisierte Liefertermine wiederholt nicht gehalten werden.

Zwischenzeitlich gab es seit Schuljahresanfang eine Reihe von verhängten Klassenquarantänen, die dazu geführt haben, dass die betroffenen Schülerinnen und Schüler wieder in den sogenannten Distanzunterricht gehen mussten, welcher die Kommunikation zwischen Schule und Schülerschaft erfordert. Dieser Distanzunterricht hätte durch den Einsatz der bestellten, aber noch nicht gelieferten Geräte, optimaler gestaltet werden können.
Im Rahmen der Mitteilung des Lieferanten vom 23. September 2020, wonach auch der zuletzt angedachte Liefertermin am 28. September wieder nicht gehalten werden könne, wurde darüber hinaus mitgeteilt, dass das bestellte IPad-Model vom Hersteller Apple nicht mehr lieferbar sei, jedoch ersatzweise ein vergleichbares IPad-Modell mit leistungsfähigerem Prozessor zu denselben Konditionen angeboten werde. Ein konkretes Lieferdatum könne aufgrund der enormen Nachfrage aber auch in diesem Fall nicht garantiert werden (voraussichtlich nicht vor Dezember 2020). 

Austausch mit Schulen erfolgt

Die Festlegung auf ein Tablet der Firma Apple (IPad) war im Zuge des Ausschreibungsverfahrens auf Grundlage eines Abwägungsprozesses, in den technische, wirtschaftliche und pädagogische Aspekte eingeflossen sind, erfolgt. Nachdem dann dieses oben beschriebene ungewisse Auslieferungsszenario offensichtlich wurde, stellte sich die Frage, ob nicht durch die Beschaffung anderweitiger Tablets eine verbindlichere Lieferoption erzielt werden könnte. Mit Blick auf die engen Vorgaben des Vergaberechts wurden nun alle oben genannten Entscheidungsparameter nochmals überprüft, um offen zu legen, welche Optionen nun in Frage kommen könnten. Dabei kommt auch der Frage, welche Auswirkungen eine mögliche weitere Verzögerung hätte, wenn die Geräte nach den Herbstferien immer noch nicht zur Verfügung stehen, eine besondere Bedeutung zu. Die Schulformsprecherinnen und -sprecher haben sich im Rahmen des turnusmäßigen Austauschs am 30. September 2020 gegenüber dem derzeitigen Schuldezernenten und zukünftigen Oberbürgermeister, Marc Buchholz, für ein Festhalten an der IPad-Beschaffung ausgesprochen, da die Entscheidung für ein Apple-Produkt aus Sicht der Schulen Vorteile gegenüber einem Tablet auf Android-Basis bietet. Die Verfügbarkeit von pädagogischen Lern-Apps, aber auch Sicherheits- und Administrationsaspekte werden von den Schulen beim Apple-Betriebssystem als vorteilhafter angesehen. Eine etwaige spätere Auslieferung von Applegeräten sei aus Sicht der Schulen vor diesem Hintergrund hinnehmbar. Sie fühlen sich auch „analog“ durch die bisherigen Erfahrungen gut aufgestellt, um etwaige Distanzunterrichtsphasen gut zu gestalten. Mit Blick auf die Interessenslage der Eltern nach einer zeitnahen Lösung dieser bereits lange angekündigten staatlichen Unterstützungsleistung, wird im Moment geprüft, ob neben dem bereits erteilten Lieferauftrag dennoch ein weiterer Lieferauftrag (dieses Mal Tablets mit Android-Betriebssystem der Firma Samsung) erteilt werden kann. Somit würde sich die Stadt Mülheim zwar verschiedene Systeme in die Schullandschaft einbringen, was jedoch auch schon der jetzigen Realität entspricht, da von zuhause mitgebrachte Geräte (bring-your-own-device) auch schon eine System- und Gerätevielfalt abbildet. Da die Android-Geräte aber schneller verfügbar sind, kann somit im Abwägungsprozess aller Interessenslagen ein vertretbarer Kompromiss erzielt werden.

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Stand: 06.10.2020

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