Industriestandort Mülheim soll innovativer und digitaler werden

Runde beim Oberbürgermeister zieht Zwischenbilanz der Stärkungsinitiative

Im Frühjahr des vergangenen Jahres beschloss eine Industriekonferenz die sogenannte „Stärkungsinitiative Industrie für Mülheim an der Ruhr“. Nun haben die Initiatoren– die Stadt Mülheim an der Ruhr, der hiesige Unternehmerverband und die IG METALL - bei Oberbürgermeister Ulrich Scholten eine weitere Zwischenbilanz über die Umsetzung gezogen.

Ziel der Stärkungsinitiative ist es, dem Industriestandort Mülheim an der Ruhr mit seinen rund 20.000 Arbeitsplätzen den Rücken zu stärken. Hintergrund ist, dass wichtigen Mülheimer Industriebetrieben die Folgen der Energiewende, aber auch die Umbrüche im Stahlgeschäft zu schaffen machen. Vor allem soll durch die Initiative die Innovationskraft der Unternehmen verbessert werden. Zu diesem Zweck beschloss die Industriekonferenz 33 konkrete Projekte. Sie reichen von der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur, über den intensivierten Breitbandausbau bis hin zur engeren Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft.

Stärkungsinitiative Mülheimer Industrie. Oberbürgermeister Ulrich Scholten. Vorbereitung einer weiteren Industriekonferenz. 10.01.2017 - Walter SchernsteinFoto: Walter Schernstein

„Alle Akteure sind sich einig, dass wir eine Umsetzung der Stärkungsinitiative brauchen, damit Mülheim ein attraktiver Industriestandort bleibt. Deswegen ist es wichtig, dass wir bei der Umsetzung gut vorankommen“, so Oberbürgermeister Ulrich Scholten.

In wichtigen Bereichen ziehen die Akteure eine positive Bilanz der bisherigen Arbeit. So sei eine deutliche Dynamik beim Thema Breitbandausbau erkennbar. Ebenso begrüßt die Runde, dass die Stadtverwaltung konkrete Schritte eingeleitet hat, um auch sich selbst gut für die digitale Zukunft aufzustellen. Konkret ist auch die Arbeit am Image des Industriestandorts. Stadtverwaltung, Wirtschaftsförderung und Unternehmen stimmen bereits Maßnahmen ab, damit Mülheim auch nach außen besser als moderner Industriestandort wahrgenommen wird.

Ebenso Fahrt nimmt die Arbeit an der Verbesserung der Ausbildungssituation auf. Stadt und Wirtschaft wollen gemeinsam bei Schülern und Unternehmen für die Bedeutung der dualen Ausbildung werben. Als wichtigen Impuls sieht die Industrierunde auch den neuen sogenannten STARBUZZ-Accelerator der Mülheim & Business GmbH, der in Zusammenarbeit mit 33 Partnern aus Handel und Logistik auf dem Tengelmann-Campus entstanden ist. Hier soll dem Austausch zwischen Gründern und etablierten Unternehmen eine Plattform gegeben werden. Politisch sollen in diesem Jahr die Weichen für den Aufbau eines Innovationszentrums an der Hochschule gestellt werden. Das Zentrum soll den Wissenstransfer aus der Forschung in die Unternehmen verbessern.

Gut und erfolgreich hat sich aus Sicht der Unternehmen der Austausch untereinander über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung entwickelt. Große Chancen für den Standort Mülheim sehen die Akteure bei der Verbesserung des Austausches zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Allerdings müsse noch viel Arbeit in die Frage gesteckt werden, wie Unternehmen und Hochschulen in der Region besser kooperieren.

Dass sich die Arbeit an der Stärkungsinitiative lohnt unterstreicht der Vorsitzende des Unternehmerverbandes, Hanns-Peter Windfeder: „Die gemeinsamen Anstrengungen sind notwendig. Nur innovative Produkte sichern und schaffen Arbeitsplätze in Mülheim an der Ruhr. Dafür ist die Digitalisierung der Schlüssel.“

Als Vertreter der IG Metall betont auch Pietro Bazzoli, Betriebsratschef bei Siemens Mülheim, dass sich die Industriekonferenz bewährt und beibehalten werden muss. „Es ist wichtig, dass sich alle Akteure ihrer Verantwortung bewusst sind und sich gemeinsam für die Zukunft der Arbeitsplätze einsetzen.“

Die Industriekonferenz soll im kommenden Herbst das nächste Mal einberufen werden. Dann soll der Umsetzungstand der Stärkungsinitiative auch der Öffentlichkeit präsentiert werden.

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Stand: 16.01.2018

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