Komm auf Tour 2019 - Siebtklässler entdecken ihre Stärken

Das Projekt der Stadt Mülheim, der Agentur für Arbeit Mülheim und der RAG-Stiftung gibt rund 500 Jugendlichen vom 29. bis zum 31. Januar 2019 die Möglichkeit, in Lebensplanung und Berufsorientierung Einblick zu nehmen. Die Umsetzung erfolgt von der bbwe (Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung mbH) in Kooperation mit der SINUS Kommunikationsagentur. 

Eröffnung des Erlebnisparcours komm auf Tour  meine Stärken, meine Zukunft im Ringlokschuppen. Bürgermeisterin Margarete Wietelmann und Christiane Artz, Geschäftsführung operativ, Agentur für Arbeit Oberhausen mit Schülerinnen und Schülern der Willy-Brandt-Schule. 29.01.2019 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Eröffnung des Erlebnisparcours „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ im Ringlokschuppen. Bürgermeisterin Margarete Wietelmann und Christiane Artz, Geschäftsführung operativ, Agentur für Arbeit Oberhausen mit Schülerinnen und Schülern der Willy-Brandt-Schule.

Fotos: Walter Schernstein

Bereits zum sechsten Mal findet „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“  2019 in Mülheim an der Ruhr statt. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Ulrich Scholten entdecken die Jugendlichen von Gesamt-, Haupt- und Förderschulen in einem 500 Quadratmeter großen Erlebnisparcours ihre Stärken. Zum ersten Mal ist auch ein Durchlauf für Geflüchtete innerhalb der zweijährigen Erstförderung geplant. „Als Oberbürgermeister ist mir die Förderung junger Talente in Mülheim an der Ruhr besonders wichtig. „komm auf Tour“ regt die Jugendlichen an, sich mit sich selbst, ihren Stärken und Wünschen in Bezug auf die Berufswelt auseinanderzusetzen. Das unterstützen wir gerne.“, so Scholten. 
Finanziert wird das Projekt durch das Engagement der Agentur für Arbeit und der RAG-Stiftung. Beteiligt sind sieben Ruhrgebietsstädte, die unter Federführung der Stadt Essen eine gemeinsame Zusage für die Förderung durch die RAG-Stiftung erhalten haben. 

Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstandes der RAG-Stiftung, betont: „Auch nach dem Ende des deutschen Steinkohlenbergbaus übernimmt die RAG-Stiftung Verantwortung für die ehemaligen Bergbauregionen an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren. Daher fördern wir gerne erfolgreiche und nachhaltige Bildungsprojekte, die für die Zukunft der Reviere von großer Bedeutung sind. Dem Projekt „komm auf Tour“ gelingt es im Ruhrgebiet auf besonders beeindruckende Weise, dass zahlreiche Kinder und Jugendliche ihre Stärken entdecken. Ich bin überzeugt davon, dass sie auf ihrem weiteren Bildungsweg davon sehr profitieren werden.“

Stärken werden in den Fokus genommen

Die Jugendlichen erleben einen temporeichen Lauf durch sechs Stationen: Vom Reiseterminal über den Zeittunnel ins Labyrinth und von der sturmfreien Bude über die Bühne in die Auswertung. Je nach Wahl von Aufgabe und Lösungsweg vergibt die Moderation verschiedene Stärken an die Schüler. An sogenannten „Stärkeschränken“ mit spannenden Materialcollagen erfahren die Jugendlichen am Schluss, welche Tätigkeiten und Berufsfelder zu ihren Stärken passen. Auf diese Weise werden alle Jugendlichen, aber vor allem auch die mit schlechteren Startchancen, frühzeitig und handlungsorientiert dabei unterstützt, verschiedene Wahlmöglichkeiten für die Gestaltung ihrer beruflichen und ihrer persönlichen Zukunft zu erkennen.

Lebensplanung und Berufsorientierung 

Berufsorientierung und Lebensplanung sind zwei Themen, die unbedingt zusammen gehören. So belegen zum Beispiel Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), dass eingeschränkte Berufsperspektiven vor allem bildungsbenachteiligte Jugendliche auch in ihrer persönlichen Lebensgestaltung negativ beeinflussen. In der Tendenz riskieren sie häufiger ungeplante Schwangerschaften und haben eher Schwierigkeiten, gleichberechtigte Beziehungen aufzubauen. Die Entwicklung realisierbarer Zukunftsperspektiven ist damit ein wirkungsvoller Beitrag zur Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstseins und des Vertrauens in die eigenen Stärken. Die werden gebraucht, wenn die Berufswahl ansteht.

Eröffnung des Erlebnisparcours komm auf Tour  meine Stärken, meine Zukunft im Ringlokschuppen. Bürgermeisterin Margarete Wietelmann und Christiane Artz, Geschäftsführung operativ, Agentur für Arbeit Oberhausen mit Schülerinnen und Schülern der Willy-Brandt-Schule. 29.01.2019 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Bei rund 350 dualen Ausbildungswegen sowie zahlreichen schulischen Ausbildungen und Studienmöglichkeiten ist es für Jugendliche nicht einfach, sich zu orientieren. Frühzeitige berufliche Orientierung ist daher eine wesentliche Zielrichtung der Bundesagentur für Arbeit, die das Projekt finanziell unterstützt.
„Wir ermöglichen das Projekt nicht nur finanziell, die inhaltliche Ausgestaltung und Beteiligung in Kooperation mit unseren langjährigen Partnern ist uns wichtig. So können wir den Parcours um neue Ideen anreichern und für Schüler und Schülerinnen immer wieder interessant gestalten. So werden wir zum ersten Mal einen sprachsensiblen Durchlauf für Geflüchtete anbieten können. Berufsberater und Berufsberaterinnen stehen wie immer für alle Fragen von Eltern und Schülern bereit und bieten Beratung und Hilfestellung an. Eine Auszubildende der Agentur für Arbeit, ehemalige Schülerin des Berufskollegs Stadtmitte, wird als „Ausbildungsbotschafterin“ aus dem „Ausbildungsnähkästchen“ berichten.“, so Christiane Artz, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Oberhausen/Mülheim. 

In diesem Jahr arbeiten bei „komm auf Tour“ in Mülheim folgende regionale Akteure der Berufsorientierung und der Lebensplanung zusammen: 

  • Agentur für Arbeit Oberhausen / Mülheim
  • AWO, Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte, Partnerschaft und Sexualität, Mülheim an der Ruhr 
  • bbwe – Gemeinnützige Gesellschaft für Beratung, Begleitung und Weiterbildung mbH
  • Bildungsbüro der Stadt Mülheim 
  • Caritas Sozialdienste e.V., Mülheim an der Ruhr
  • Evangelische Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte, Mülheim an der Ruhr 
  • Frauen beraten/donum vitae, Mülheim an der Ruhr/Oberhausen
  • KSD – Kommunaler Sozialer Dienst, Stadt Mülheim an der Ruhr  
  • U-25 Haus, Sozialagentur der Stadt Mülheim

„komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ findet in Mülheim an der Ruhr vom 29. bis zum 31. Januar im Ringlokschuppen statt.

Kontakt


Stand: 30.01.2019

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