RWW fragt den Ruhrverband: Genügend Wasser für heißen Sommer

Der Frühling ist bereits da. Und auch der Sommer könnte kommen, die Talsperren sind sehr gut gefüllt. Das freut die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft und natürlich ihre Kunden. Denn der Wasserversorger bezieht das Rohwasser aus der Ruhr, um daraus Trinkwasser für die Menschen und Betriebe in Mülheim zu produzieren. Und der Ruhrverband sorgt mit dem Betrieb seiner Talsperren dafür, dass die Ruhr ausreichend Wasser führt. 

Stausee Möhnetalsperre - RWW, Ruhrverband, Wasserversorgung - Ruhrverband
Möhnetalsperre, Quelle: Ruhrverband

Was Ende 2019 nicht ganz so entspannt aussah, hat der regenreiche Februar letztlich geregelt. Lange und kräftige Regenphasen haben dafür gesorgt, dass sich die Talsperren rechtzeitig füllen konnten. Durch den letzten, langen trockenen Sommer waren die Wasserstände anschließend vergleichsweise niedrig. Im Winter, das heißt bis März, müssen die Talsperren wieder voll sein. Das waren sie, annähernd zu 100 Prozent. Ein gutes Gefühl für den baldigen Sommer. „Wenn er wieder so trocken wird, wie im letzten Jahr, werden wir trotzdem keine Probleme bekommen“, versichert Markus Rüdel, Pressesprecher vom Ruhrverband der RWW. 
 
Wer häufiger an der Ruhr in Mülheim spazieren geht, dem fällt oftmals ein nahezu gleich hoher Wasserstand auf, fast das ganze Jahr über. Das ist kein Zufall. Es hängt mit den rund 100 Kilometer entfernten Talsperren im Sauerland zusammen, die einst vom Ruhrtalsperrenverein (heute Ruhrverband) gebaut wurden. Die großen Stauseen wie Biggetalprerre oder Möhnetalsperre werden gezielt so abgelassen, „dass im Unterlauf der Ruhr stets ausreichend Wasser für Trinkwasserzwecke, auch für RWW, zur Verfügung steht“, ergänzt RWW-Sprecher Ramon Steggink.

Hochwasser an der Schlagd am RWW-Kraftwerk Kahlenberg - RWW
Hochwasser an der Schlagd am RWW-Kraftwerk Kahlenberg, Quelle: RWW

Und auch die natürlichen Schwankungen des Wasserstandes der Ruhr würden ohne die Regulierung durch die Talsperren viel deutlicher ausfallen. In regenreichen Zeiten würde die Ruhr noch stärker über ihre Ufer treten, als es heute der Fall ist, und Teile von Mülheim überschwemmen. Und auch in trockenen Zeiten, wie im letzten Sommer, wäre die Ruhr wohlmöglich nur ein Flüsschen. Deshalb schauen alle in Zeiten des Klimawandels noch genauer auf die Füllstände der Talsperren im Sauerland und hoffen bis zum Frühling, dass sie sich wieder füllen. Und nach zwei sehr trockenen Sommern eben auch ein Grund, beim Ruhrverband in Essen nachzufragen, ob denn ausreichend Wasser für einen weiteren heißen Sommer zur Verfügung stünde.


Stand: 21.04.2020

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