Stille Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938

Stille Kranzniederlegung und Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938

Mit einer stillen Kranzniederlegung auf dem Synagogenplatz haben Oberbürgermeister Marc Buchholz, Bürgermeister Markus Püll, Bürgermeisterin Ann-Kathrin Allekotte, Oberrabbiner David Geballe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen Dimitrij Yegudin sowie der Mülheimer Ehrenbürger Jaques Marx der Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 gedacht.

Stille Kranzniederlegung auf dem Synagogenplatz. Die Stadt Mülheim gedenkt gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen der Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938. 09.11.2020 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Aufgrund der Corona-Pandemie und der hohen Zahl an Neuinfektionen in Mülheim an der Ruhr hatte die Stadt im Einvernehmen mit der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim-Oberhausen entschieden, die Gedenkveranstaltung in ihrer üblichen Form abzusagen. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber der Schutz der Gesundheit aller Mitbürgerinnen und Mitbürger hat oberste Priorität“, so der Oberbürgermeister.

Stille Kranzniederlegung auf dem Synagogenplatz. Die Stadt Mülheim gedenkt gemeinsam mit der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen der Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938. 09.11.2020 Foto: Walter Schernstein - Walter SchernsteinFotos: Walter Schernstein

In seiner Rede erinnerte Marc Buchholz an die vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Zerstörung von Leben, Eigentum und Einrichtungen der jüdischen Bevölkerung. „Diese machte auch vor Mülheim an der Ruhr nicht Halt. Auch unsere Stadt war Ort der Ausgrenzung, Demütigung, Misshandlung, Verfolgung und Ermordung jüdischer Bürgerinnen und Bürger“, sagte Buchholz.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ließ der damalige städtische Feuerwehrmajor „auf Befehl von oben“ die Mülheimer Synagoge in Brand setzen. Nach der dann folgenden Deportation der letzten Gemeindemitglieder während der NS-Terrorherrschaft gab es in Mülheim – offiziell – kein jüdisches Leben mehr. 

„Wir dürfen uns heute glücklich schätzen, dass jüdisches Leben in unserer Stadt wieder erblüht ist und so selbstverständlich zu uns gehört“, hob Oberbürgermeister Buchholz hervor. 
Er rief die Stadtgesellschaft dazu auf, sich weiterhin entschieden gegen Versuche zu stellen, „unsere Gesellschaft mit rechtem Gedankengut zu vergiften. Hier sind wir alle gefordert, auch verbale Evidentgleisungen eindeutig zu entlarven und vehement zu ächten.“

Hier die Rede von Oberbürgermeister Marc Buchholz zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 auf youtube.com/stadtmuelheim:

Die Rede ist ebenfalls in schriftlicher Form unter "Rede zum Gedenken an den 9. November 1938 - Videobotschaft zum 9. November 2020 von Oberbürgermeister Marc Buchholz" nachzulesen.

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Stand: 09.11.2020

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