Telekom und Samsung liefern 4.963 Tablets für 46 Mülheimer Schulen

Telekom und Samsung liefern 4.963 Tablets für 46 Mülheimer Schulen

OB Buchholz übergibt 388 Tablets davon an die Realschule Stadtmitte

Die Stadt Mülheim an der Ruhr hat eine große Lieferung Tablets erhalten: Um digitalen
Unterricht in Schule, Homeschooling und Wechselunterricht zu ermöglichen, werden 46
Mülheimer Schulen mit rund 5.000 Geräten ausgestattet. 388 Tablets übergab
Oberbürgermeister Marc Buchholz heute der Realschule Stadtmitte. Möglich gemacht hat die Ausstattung eine produktneutrale Ausschreibung.

Telekom und Samsung liefern 4.963 Tablets für 46 Mülheimer Schulen. Oberbürgermeister Marc Buchholz (links) und Markus Kettling, Telekom übergeben 388 Tablets an Sabine Dilbat, Schulleiterin der Realschule Stadtmitte. 24.03.2021 Foto: Walter Schernstein - Walter SchernsteinOberbürgermeister Marc Buchholz (links) und Markus Kettling, Telekom übergeben 388 Tablets an Sabine Dilbat, Schulleiterin der Realschule Stadtmitte. 

Foto: Walter Schernstein

Die Pandemie hat Schulen, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler vor neue
Herausforderungen gestellt. Um die Kinder, die von Haus aus keine technische
Ausrüstung haben, mit Leih-Tablets auszustatten, damit sie am digitalen Heimunterricht
teilnehmen können, hatten Mülheimer Schulen einen dringenden Bedarf an mobilen
Endgeräten gemeldet. „Herstellerunabhängig auszuschreiben, hat die Beschaffung der
Tablets beschleunigt“, so Buchholz, der derzeit auch die Aufgaben des
Bildungsdezernenten wahrnimmt. Den Zuschlag hat letztlich die Deutsche Telekom
erhalten und innerhalb weniger Wochen die Lieferung der rund 5.000 Samsung-Tablets
realisiert. Konfiguration, Geräte-Management und Rechteverwaltung, Sicherheit und
Updates sowie Wartung der Geräte sind ebenfalls inbegriffen.
Ausschlaggebend dafür, dass Buchholz sich für eine produktneutrale Ausschreibung
eingesetzt hat, war die Neuanschaffung von 400 Tablets im vergangenen Sommer. Diese hatte sich aufgrund von Lieferschwierigkeiten um einige Monate verzögert. „Aus dieser Erfahrung heraus sind wir neue Wege gegangen und haben im Ausschreibungsprozess alle Hersteller einbezogen“, so der Oberbürgermeister. Dieser Idee hatte sich auch der Rat der Stadt in seiner Sitzung vom 17. Dezember 2020 angeschlossen.
Die herstellerunabhängige Ausschreibung sorgt nicht nur im Beschaffungsprozess für
mehr Flexibilität: Die Entscheidung für einen Hersteller mit einem offenen System
ermöglicht auch, in Zukunft verschiedene Geräte unterschiedlicher Hersteller im
Unterricht einzusetzen zu können. „Unser Ziel sollte es sein, an unseren Schulen IT-
Infrastrukturen zu schaffen, die auch in der Zukunft unabhängige und flexible
Entscheidungen ermöglichen“, betont Buchholz. In der Stadtverwaltung wird im Rahmen der Zusammenführung der IT vor dem Hintergrund der Digitalisierung deshalb die Anzahl der Mitarbeitenden für den Schulsupport von derzeit vier auf künftig neun Personen aufgestockt.

„Auch für die Zukunft ist es wichtig, herstellerunabhängig Tablets zu beschaffen“, führt
Buchholz mit Blick auf die Finanzsituation der Stadt Mülheim weiter aus. „Künftig werden wahrscheinlich die Fördergelder des Landes nicht erneut in dieser Höhe zur Verfügung stehen. Deshalb ist es gut, dass wir uns nicht nur auf einen Hersteller konzentriert haben.“ Die nunmehr beschafften 4.963 Tablets (1.595 für Lehrkräfte und 3.368 für Schüler und Schülerinnen) werden sukzessive an die Schulen ausgeliefert. Zurzeit wird noch das für die zentrale Administration zuständige Mobile Device Management finalisiert. Die Tablets können anschließend selbstständig in Betrieb genommen werden.
Hierzu läuft beim ersten Einschalten eine automatische Installationsroutine ab. Außerdem werden über den Hersteller Hardwareschulungen für die Lehrkräfte angeboten. Dabei geht es insbesondere darum, einen Einstieg in die Android-Welt zu erhalten. Zudem bietet die Deutsche Telekom, die mit der Administration der Tablets beauftragt ist, eine Schulhotline an, die den Ansprechpartner*innen in den Schulen bei technischen Problemen weiterhilft.
Die von den Schulen im Oktober übermittelten Bedarfszahlen werden sich voraussichtlich zwischenzeitlich reduziert haben, zum Beispiel durch Privatanschaffungen, Geschenke oder Spenden. Weiterhin wurde durch die Bewilligung von rund 450 Geräten durch das Jobcenterder Bedarf reduziert. Aufgrund von Nachfolgeanträgen wird sich dies fortsetzen.

Für die digitale Sofortausstattung der hilfebedürftigen Schülerinnen und Schüler stehen
der Stadt Mülheim an der Ruhr 1.406.139 Euro Fördermittel zur Verfügung. Der
Eigenanteil beträgt 156.237 Euro. Für die Verbesserung der digitalen Bildungsinfrastruktur durch eine digitale Ausstattung von Lehrkräften an Schulen stehen
weitere Fördermittel in Höhe von 867.000 Euro ohne städtischen Eigenanteil bereit.
In den nächsten Wochen soll, soweit noch nicht durch Eigeninitiativen von Schulen und
Elternschaft geschehen, zumindest eine punktuelle WLAN-Nutzung in den Schulen
ermöglicht werden. Diese Brückentechnologie mittels Mobilfunkroutern soll die Zeit
überbrücken, bis der Einbau eines flächendeckenden WLAN aus Mitteln des Digitalpakts
Schule sowie die Glasfaseranbindungen der Schulgebäude ebenfalls aus Fördermitteln
erfolgt sind.

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Stand: 24.03.2021

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