Unterschriften gegen den derzeit geplanten Ausbau der A40

Mit über 400 Unterschriften und „Sorgen im Gepäck“ besuchten jetzt Elke Ossig (l.) und Ursula Welker Oberbürgermeister Ulrich Scholten im Rathaus. “Wir haben die Befürchtung, dass der geplante sechsspurige Ausbau der A40 zwischen Duisburg-Kaiserberg und Essen zum Nachteil für den Stadtteil Heißen wird“, so die Initiatorinnen der Unterschriftenaktion.

Gegen den derzeit geplanten Ausbau der A40: Mit über 400 Unterschriften und Sorgen im Gepäck besuchten jetzt Elke Ossig (l.) und Ursula Welker Oberbürgermeister Ulrich Scholten im Rathaus. - Stadt MülheimIn dem Begleitbrief an den OB heißt es:
"Dass ein Ausbau der A40 geplant ist, war allen Anwesenden klar, jedoch nicht, dass dieser Ausbau zu einem bewusst kalkulierten Dauerstau auf Mülheimer Gebiet, direkt hinter dem RRZ, führt, weil hier der Verkehr in Richtung Essen wieder von drei auf zwei Spuren zurückgeführt wird. Dieser Ausbau, der hier erfolgen soll, wird auf Heißener Gebiet nicht nur zu diesem Stau führen, sondern er wird entlang der Kruppstraße den gesamten Grünstreifen vernichten. In einem Stadtteil, in dem der Baum- und Grünbestand sowieso schon gering ist, wird das vorhandene Grün dann durch eine sechs Meter hohe Mauer ersetzt.
Natürlich wird dies von Straßen.NRW "schön geredet", Fakt ist aber, dass der momentan existierende Grünstreifen Feinstaub aufnimmt und uns Anwohner vor diesem schützt. Hier leben Feldhasen und Fledermäuse, Eichhörnchen und ein Bussardpaar, die beim Ausbau der A40 ihre Bauten und Nester verlieren werden.
Diese Konsequenzen werden billigend in Kauf genommen, weil die Landespolitik das Versprechen gegeben hat, die Staus in NRW zu verringern. Da es sich bei diesem Ausbauvorhaben jedoch lediglich um einen Teilausbau handelt und es keine gesamtkonzeptionelle Lösung bis Bochum gibt, wird der zukünftige Stau bis zur Essener Stadtgrenze hin lediglich verlagert.

Wir wollten diese Art des Ausbaus nicht so einfach hinnehmen und erlaubten uns, mehrere Ministerien, Straßen NRW, Mülheims Politik und die Mülheimer Stadtverwaltung auf die Unsinnigkeit dieses Ausbaus hinzuweisen. Solange der Ausbau nicht auf dem Essener Gebiet weitergehen kann, ist es wenig sinnvoll einen solchen überhaupt auch nur anzudenken. Leider erhielten wir von den Ministerien entweder standardisierte Antworten oder gar keine. Belange besorgter Bürger scheinen nach der Wahl nicht mehr von Bedeutung zu sein.
Wir sind uns bewusst, dass die Stadt Mülheim nicht die Entscheidungkompetenz über den geplanten Ausbau einer Bundesstraße besitzt. Was wir jedoch erwarten, und mit uns alle, die ihre Unterschrift geleistet haben, ist, dass sich der Oberbürgermeister, beziehungsweise die Stadt Mülheim an der Ruhr, für die berechtigten Belange ihrer Bürger einsetzt."

Oberbürgermeister Scholten sagte den beiden Damen zu, dass er die Unterlagen an den Planungsdezernenten weitergeben werde und die Stadt Mülheim somit die Sorgen und Anregungen der Heißener Bürgerinnen und Bürger in den Planungs- und Beteiligungsprozess des Landes einbringen könne.

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Stand: 30.08.2018

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