Weltspieltag am 28. Mai 2020

Weltspieltag am 28. Mai 2020

„Raus in die Natur“ lautet das Motto des Weltspieltages 2020

Der Weltspieltag in Deutschland wurde vor 13 Jahren ins Leben gerufen und ist eine Initiative des Deutschen Kinderhilfswerkes sowie weiterer bundesweiter Träger und Initiativen, die im Bündnis „Recht auf Spiel“ zusammengeschlossen sind - unter anderem "Draußenkinder".

Mülheim beteiligt sich üblicherweise jedes Jahr mit einer Veranstaltung auf dem Spielplatz „Auf dem Dudel“ am Weltspieltag. Aufgrund der aktuellen Situation musste diese leider abgesagt werden.
Damit am Weltspieltag trotzdem gespielt werden kann, appelliert das Jugendamt an alle Familien: "Gehen sie mit den Kindern in den Wald, zum Bach auf die Wiese... Ihnen allen fällt bestimmt ein toller Ort in der Natur ein. Unterstützen sie Ihr Kind beim eigenständigen Spiel."

Kinder beim Spielen und Klettern im Baum - Elfriede MajerKinder beim Spielen und Klettern im Baum. (Foto: Elfriede Majer)

Spielen ist der kindliche Zugang zur Welt. Für Erwachsene ist Spielen meist ein unterhaltsamer Zeitvertreib – für die Kinder ist Spielen die „Hauptsache“.
Spielen in der Natur heißt, sich mit der Umwelt auseinanderzusetzen. Das Kind lernt automatisch zu balancieren, über einen Bach zu springen und Entfernungen abzuschätzen. Schaffe ich es mit der Kastanie den Baum zu treffen? An welcher Stelle traue ich es mir zu über den Bach zu springen?

Spielen in und mit der Natur regt die Sinne der Kinder an. Ob das Kind durch das Gras läuft, Matsch mit seinen Händen aus der Pfütze holt und zum Spielen braucht oder sich am stacheligen Gestrüpp einen Kratzer holt – all diese Eindrücke und Erfahrungen sind für ein gesundes Aufwachsen wichtig. In der Natur sind alle Sinne der Kinder auf Empfang. An jedem Baum gibt es etwas zu entdecken, das Farbenspiel der Butterblumen und Gänseblümchen lädt zum Verweilen und vielleicht auch zum Pflücken ein. Die Phantasie und die schöpferischen Kräfte der Kinder werden entfaltet. Das Spiel in der Natur bietet auch Rückzug und Erholung – selbst das selbstversunkene Spiel kann wieder möglich sein.

„Kinder sollen mehr spielen, als viele Kinder es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist, dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man sein ganzes Leben lang schöpfen kann. Dann weiß man, was es heißt, in sich eine warme, geheime Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird. Was auch geschieht, was man auch erlebt, man hat diese Welt in seinem Inneren, an die man sich halten kann.“ (Astrid Lindgren)

„Ich trage noch heute Schätze in mir, die ich vor allem beim Spiel in der Natur in den sechziger Jahren gesammelt habe“, so Elfriede Majer vom Spielpädagogischen Dienst im Amt für Kinder, Jugend und Schule. „Wenn ich an meine Kindheit denke, fällt mir besonders das Spiel in und mit der Natur ein. Auf der Wiese, am Bach, im Wald und zwischen den Gärten ums Haus. „Höre ich heute beim Spazieren gehen einen Bach neben mir plätschern, denke ich manchmal daran, wie wir als Kinder einen Bach gestaut haben oder Wettbewerbe miteinander veranstaltet haben, welches Papierschiffchen zuerst an einer bestimmten Stelle des Baches über die Ziellinie geht.“

Ihr Appell: "Liebe Eltern – denken Sie an Ihre eigene Kindheit und woran Sie sich besonders gerne erinnern – tragen Sie auch Schätze in sich? Machen Sie es Ihren Kindern auch möglich, diese Schätze zu sammeln: Raus in die Natur - Spielen in der Natur tut einfach gut!"

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Stand: 27.05.2020

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