4. Sitzung Projektbeirat Parkstadt Mülheim

4. Sitzung Projektbeirat Parkstadt Mülheim

Luftbild des früheren Tengelmann-Areals: Wie das frühere Industrieareal künftig aussieht, wird im Rahmen eines zukunftsweisenden städtebaulichen Wettbewerbs von April bis Oktober entschieden. Politik und Stadtgesellschaft sind bei allen Planungen einbezogen. (SORAVIA) -  Andreas Köhring

Der Anfang des Jahres gegründete Projektbeirat für die Entwicklung der PARKSTADT MÜLHEIM führte am 25. April im Casino der PARKSTADT MÜLHEIM in der vierten Sitzung seine inhaltliche Arbeit fort. Im Mittelpunkt der Sitzung standen ein überarbeiteter Modellentwurf, die Vorstellung von zwei Pilotvorhaben, sowie die Vorlage wesentlicher Entwicklungsziele für das Quartier.

Im Rahmen ihrer beratenden Tätigkeit im Planungsprozess zur Entwicklung des ehemaligen Tengelmann-Areals, wurden den Teilnehmer*innen in der Örtlichkeit Pilotvorhaben vorgestellt, die als erste Neubebauungen entstehen sollen. Hierbei handelt es sich um eine Kindertagesstätte im Südwesten des Geländes und um ein nachhaltiges Bürogebäudekonzept von Soravia.

Im Anschluss fand ein offener Austausch zum überarbeiten Modellentwurf des Architekturbüro StudioVlayStreeruwitz statt. Die Zielsetzung, ein gemischtes, nachhaltiges und klimaresillientes Quartier mit unterschiedlichen Gebäudestrukturen zu schaffen, wurde beibehalten. Die durchgrünte Nachbarschaft mit öffentlichen Freiräumen soll eine Zersiedlung des Quartiers verhindern und einen flexiblen Wohn- und Lebensraum schaffen. Aufenthaltsqualität soll durch einen zusammenhängenden Park entstehen, der sich durch einen See als zentraler Anziehungspunkt, offene Durchwegungen und die Beibehaltung des über 100 Jahre alten Baumbestandes auszeichnet.

Als Reaktion auf die Bedenken aus dem Projektbeirat und der Öffentlichkeit gegenüber der ursprünglich geplanten Dichte und Höhe der Neubebauung reagierte der Projektentwickler Soravia mit einer Reduzierung der geplanten Gebäudehöhe im westlichen und östlichen Teil. Dort ist eine Staffelung ausgehend von drei bis vier Geschossen zur Bestandsbebauung am Veilchenweg und der Ulmenallee über eine fünf Geschossigkeit bis hin zu acht Geschossen geplant. Hiermit liegt die Gebäudehöhe der Neubebauung überwiegend unter der Hochhausgrenze. Lediglich im sogenannten urbanen Kern bleiben fünf Hochpunkte mit einer reduzierten Höhe von neun bis maximal 15 Geschossen erhalten und bilden somit weiterhin den im Siegesentwurf verankerten Höhenbogen der Gebäudeentwicklung. Durch die Reduzierung der Gebäudehöhen sowie eine offenere Anordnung der Gebäudekörper bietet der überarbeitete Entwurf, anstatt vorher circa 800 Wohneinheiten, nur noch die Realisierung von maximal 650 bis 680 Wohneinheiten an. Hier sind bereits Singlewohnungen für Studierenden- und Senior*innenwohnen mitberücksichtigt. Neben der Reduzierung der Höhe und Dichte sieht der überarbeitete Entwurf im Westen eine Verlegung der nord-südlich verlaufenden Haupterschließung ins Quartier vor. Hierdurch rückt einerseits die Neubebauung deutlich von der Bestandsbebauung am Veilchenweg ab, andererseits wird der Verkehr zugunsten einer Verkehrsberuhigung des Veilchenweges über die geplante Haupterschließung geleitet. 

Auf Basis des angepassten Entwurfes wird der Projektentwickler im weiteren Planungsprozess die für die Neubebauung noch fehlenden Gutachtenbeauftragen können.

Berichtet wurde darüber hinaus, dass in einem Baum-Gutachten festgestellt wurde, dass aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht in der PARKSTADT MÜLHEIM einzelne Bäume verpflichtend entfernt werden müssen, da diese eine unmittelbare Gefahr für die Menschen bei der Durchwegung der Parkanlage darstellen. Diese werden mit umfangreichen Neupflanzungen kompensiert.

Abschließend wurden offene Fragen der Teilnehmer*innen für die Tagesordnung der fünften Sitzung des Projektbeirates gebündelt.

(Folgende Mitglieder/Institutionen waren vertreten: Bund Deutscher Architekten Mülheim, Broicher Interessengemeinschaft, Kreis Mülheimer Architekten, Soravia, sowie die Bezirksbürgermeisterin, die Vorsitzenden des Planungsausschusses, Vertreter des Amts für Stadtplanung und Wirtschaftsförderung und neu auch ein Vertreter der FDP.)

Die nächste Sitzung wird am 19. Juni stattfinden.

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Stand: 12.07.2024

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