Energiesparen: Stadt Mülheim geht mit gutem Beispiel voran

Energiesparen: Stadt Mülheim geht mit gutem Beispiel voran

Die Stadt Mülheim folgt dem Aufruf der Bundesregierung, Energie zu sparen. Die geplanten Maßnahmen haben Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort, Kämmerer und Immobiliendezernent Frank Mendack sowie medl-Geschäftsführer Dr. Hendrik Dönnebrink jetzt vorgestellt. 

„Wir sollten schon jetzt alle versuchen, unseren Gas- und Stromverbrauch zu senken, damit es im Winter gar nicht erst zu Einschränkungen bei der Versorgung kommt“, sagt Steinfort. „Das gilt nicht nur für Privatleute, sondern natürlich auch für die Stadtverwaltung.“ Grund zur Panik sehen die Beteiligten nicht. „Die Situation ist zwar angespannt, aber beherrschbar“, so Dönnebrink.

„Es geht jetzt darum, Energie einzusparen, damit der Gasverbrauch reduziert wird. Dadurch kann die Einspeisung in die Gasspeicher für den Winter erhöht werden“, heißt es von Mendack. Die Einsparungen der bereits in den letzten Jahren umgesetzten Maßnahmen belaufen sich mittlerweile auf mehr als 500.000 Euro pro Jahr. Zum Beispiel wurde die Straßenbeleuchtung reduziert und es wurden Ampelanlagen teilweise nachts ausgeschaltet - natürlich alles unter Einhaltung der Verkehrssicherungspflichten. Die größten Einsparungen hat der Wechsel auf LED-Beleuchtung in städtischen Gebäuden gebracht – vor allem an Schulen.

„Es gilt jetzt einfach, Vorsorge für den Winter zu treffen und weitere Maßnahmen umzusetzen“, so Steinfort. Zusätzlich soll zum Energiesparen die Außenbeleuchtung repräsentativer öffentlicher Gebäude ausgesetzt werden – unter anderem für das Rathaus, die Viadukte an der Bahnstraße und das Schloß Broich. Außerdem werden die Laufzeiten der Brunnenanlagen reduziert. Sie starten morgens etwas später und das Wasser plätschert abends nicht mehr so lange. „Das bringt uns zwar keine großen Ersparnisse“, erklärt der Stadtdirektor. „Aber auch kleine Maßnahmen summieren sich am Ende, wenn sich alle Kommunen beteiligen.“

Zu den großen und langfristigen Maßnahmen zählt unter anderem der sogenannte „hydraulische Abgleich der Heizungsanlagen“. Dabei werden an allen Gebäuden die Heizungen überprüft und optimiert. Mit der Maßnahme wird – teilweise mit entsprechender Nachrüstung - der Druck in der Heizungsanlage so optimiert, dass diese deutlich weniger Energie benötigt, um die Raumtemperatur beizubehalten, also nicht zu senken. Im Rahmen der Überprüfungen sollen auch die Betriebszeiten von Heizungen und Lüftungen angepasst und, wenn möglich, reduziert werden. Der Aufwand für die Heizungsanlagen ist besonders groß, so dass die Stadt den „hydraulischen Abgleich“ zuerst an den Schulen vornimmt, bei denen sie mit den größten Einspareffekten rechnet. Dazu zählen die Realschule an der Mellinghofer Straße, die Wilhelm-Busch-Schule, die Rembergschule sowie die Grundschule am Oemberg und die Grundschule an der Zunftmeisterstraße. Nach und nach werden weitere Schulen und Gebäude in städtischer Nutzung folgen. Letztendlich verfügt die Stadt insgesamt über 40.000 Heizkörper. „Wir sind daher froh, die medl als Partnerin für diese Aufgabenstellung gewinnen zu können“, so der Kämmerer.

Um die Energiesparmaßnahmen zu unterstützen, laufen im Rahmen der Haushaltssicherung bereits begleitende Kampagnen. Diese will die Stadt jetzt noch einmal intensivieren. Geplant sind Rundschreiben an städtische Mitarbeitende, Schulen und Kitas, Schulungen für Hausmeister*innen, Workshops und Vor-Ort-Energieberatungen, um alle für das Thema „Energiesparen“ weiter zu sensibilisieren.

„So wie die Stadtverwaltung sind aber auch wir Mülheimer*innen jetzt gefordert“, sagt der Stadtdirektor. „Wenn wir zum Energiesparen etwas beitragen können, indem wir kürzer duschen oder beim Heizen die Raumtemperatur etwas absenken, sollten wir das tun. Wenn alle mitmachen, hilft uns das, bestenfalls ohne Einschränkungen durch den Winter zu kommen.“

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Stand: 22.07.2022

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