Mülheimer Immobilienmarkt attraktiv wie in den Vorjahren:

Mülheimer Immobilienmarkt attraktiv wie in den Vorjahren:

Preise in 2021 weiter um rund 20 % gestiegen!

Nach Auswertung aller Immobilien- und Grundstückskaufverträge des Jahres 2021 hat der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in seiner Frühjahrssitzung vom 18.März 2021 folgende Bilanz gezogen:
Für das Jahr 2021 sind insgesamt 1.528 Kauffälle für bebaute und unbebaute Grundstücke sowie Wohnungs- und Teileigentum registriert worden. Im Vergleich zum Vorjahr 2020 mit 1.552 Kauffällen ist die Zahl der Verträge um rund 1,5 % gefallen.

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Eine Untersuchung der verschiedenen Immobilienteilmärkte ergibt folgendes Bild:

Unbebaute Baugrundstücke
Die Anzahl der verkauften unbebauten Baugrundstücke ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 % gefallen (92 Bauplatzverkäufe in 2020 auf 76 Fälle in 2021). Wie schon in den Jahren zuvor werden vermehrt bebaute Grundstücke gekauft, die dann durch einen Abbruch einen Neubau ermöglichen. So kamen bei den selbstgenutzten Objekten (Ein- und Zweifamilienhäuser) rund 45% (in 2020 waren es noch rund 30%) und bei den Renditeobjek-ten (Mehrfamilienhäuser) rd. 70% aller Kaufverträge im Teilmarkt „Unbebaut Wohnbauland“ zu Stande.


Moderate Steigerungen:
Die untersuchten Kaufpreise aus 2021 setzen den erkennbaren Trend der Vorjahre zu Preissteigerungen im Stadtgebiet fort. Daher hat der Gutachterausschuss die Mülheimer Bodenrichtwerte in Abhängigkeit von den Wohnlagen für Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke um 35 EUR/m² bis 90 EUR/m² und für den Geschosswohnungsbau um 40 EUR/m² bis 110 EUR/m² angehoben. 


Zonale Bodenrichtwerte in der Innenstadt 
Die Bodenrichtwerte in den Geschäftslagen der Mülheimer Innenstadt bleiben unverändert. Die neuen Bodenrichtwerte zum Stand 1. Januar 2020 sind im Internet unter www.boris.nrw.de kostenfrei einzusehen.

BORIS-NRW ist das zentrale Informationssystem der Gutachterausschüsse und des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte über den Immobilienmarkt in Nordrhein-Westfalen. - Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land NRW c/o Bezirksregierung Köln


Bebaute Grundstücke 
Die Gesamtanzahl der Kauffälle von bebauten Grundstücken ist im Vergleich zum Vor-jahr um circa 12 % gefallen (699 Kauffälle in 2020 gegenüber 612 Fällen in 2021). Hier dominieren die Verkäufe von Ein- und Zweifamilienhäusern (458 Kauffälle in 2020 gegenüber 388 Fällen in 2021).
War bei neuerstellten, schüsselfertigen Einfamilienhäusern in 2020 ein starker Anstieg der Anzahl um etwa 42% zum Vorjahr zu verzeichnen (68 veräußerte Objekte), so stieg die Anzahl der veräußerten Objekte 2021 nur leicht auf 73 und damit um etwa 6% zum Vorjahr.
Durchschnittliche Kaufpreise für in 2021 neu erstellte Doppelhaushälften und Reihen-endhäuser liegen zwischen 430.000 Euro und 665.000 Euro (2020: 343.000 Euro und 629.000 Euro).
  

Wohnungseigentum
Die Anzahl der verkauften Wohnungs- und Teileigentumseinheiten ist zum Vorjahr um rund 12 % (689 Kauffälle in 2020 gegenüber 780 Fällen in 2021) und der Geldumsatz um rund 26 % zum Vorjahr gestiegen. 
Das sieht man unter anderem daran, dass für neu errichtete Eigentumswohnungen (Erstverkäufe) ein deutlicher Anstieg der Kaufpreise in guten Lagen zu verzeichnen war. Die durchschnittlichen Preise für neuwertige Eigentumswohnungen (Erstverkäufe) liegen zwischen rund 4.000 Euro je m² Wohnfläche in mittleren Wohnlagen (3.500 Euro in 2020) und 4.650 Euro je m² Wohnfläche in guten Wohnlagen (4.200 Euro in 2020).
Die Kaufpreise für luxuriös und hochwertig ausgestattete Wohnungen in repräsentativen Gebäuden und bevorzugten Wohnlagen erzielen noch deutlich höhere Preise und sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen (siehe Grafik). Kostete 2020 der Quadratmeter Wohnfläche für solche Objekte bereits über 5.500 Euro, so wurden 2021 in Einzelfällen für solche Objekte sogar über 5.900 Euro/m² gezahlt.


Verteilung nach Kaufpreis in Euro je m² Wohnfläche

Verteilung nach Kaufpreis in Euro je m Wohnfläche in Mülheim an der Ruhr. - Amt für Digitalisierung, Geodaten und IT 60-02 - Angela Lülf - Geschäftsführerin des Gutachterausschusses


Immobilienrichtwerte für Wohneigentum und Ein-/Zweifamilienhäuser 
Der Gutachterausschuss der Stadt Mülheim an der Ruhr hat Immobilienrichtwerte für Wohneigentum und für Ein-und Zweifamilienhäuser abgeleitet und beschlossen.
Veröffentlicht sind die Immobilienrichtwerte, wie auch die Bodenrichtwerte, unter www.boris.nrw.de und können dort kostenlos eingesehen werden. Über den dort zur Verfügung gestellten und immer mehr genutzten Immobilienpreiskalkulator ist es möglich schnell und einfach eine Preiseinschätzung für sein Objekt zu erhalten. Dabei muss der Nutzer lediglich die wertbeeinflussenden Merkmale wie zum Beispiel Wohnfläche, Ausstattung oder Alter der Immobilie auswählen. Diese Einflüsse werden dann automatisch mit dem Immobilienrichtwert verrechnet und als Ergebnis erhält man einen Schätzwert für sein Wohneigentum oder sein Ein-/Zweifamilienhaus inklusive Bodenwert. Eine Fortschreibung der Immobilienrichtwerte erfolgt wie auch bei den Bodenrichtwerten zum 1. Januar des Jahres.

„Seit gut zwei Jahren beobachten wir alle sehr gespannt, wie der Grundstücksmarkt sich während der Corona-Krise entwickelt.“, so Herr Lincke, Vorsitzender des Gutachterausschusses, „Inwieweit sie sich auswirkt und ob die Immobilienbereiche Veränderungen spüren. Nach den uns nun vorliegenden Auswertungen sind die Immobilienpreise, wie auch im Vorjahr, weiter gestiegen. Sinkende Kaufpreise aufgrund der Corona-Krise im Bereich der Ein-/ Zweifamilienhäuser und der Mehrfamilienhäuser konnten bisher in Mülheim an der Ruhr nicht verzeichnet werden. Ein wesentlicher Grund ist dabei, das knapp zur Verfügung stehende Bauland“.
Alle weiteren vom Gutachterausschuss erstellten Analysen zum Grundstücksmarkt sind im Grundstücksmarktbericht 2022 veröffentlicht, der unter www.boris.nrw.de kostenfrei eingesehen und als Gesamtausgabe heruntergeladen werden kann. 

Internetnutzer können sich unter der Adresse www.gars.nrw.de über die Aufgaben und Veröffentlichungen des Gutachterausschusses für Grundstückswerte informieren.

Kontakt


Stand: 11.04.2022

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