"only connect!" eröffnet im Wallviertel

"only connect!" eröffnet im Wallviertel

An der Wallstraße gibt es schon seit Januar Theater – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Das Ensemble von „only connect!“ ist in das ehemalige Ladenlokal der Hausnummer 17 eingezogen. Die Mitglieder haben es die letzten Monate zu einem Theater mit bis zu 50 Plätzen umgebaut. Das Projekt wird vom Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte und Zentren des Landes NRW unterstützt und nimmt damit Teil beim Pop Up Projekt „EG Neu – Dein Quartal für Dein Quartier“ im Mülheimer Wallviertel.

v.re.: Elikem Anyigbu, Alexander Kupsch, Julie Stearns und Timo Knop (alle "only connect!") sowie Vertretende der unterstützenden Unternehmen und Institutionen - Jennifer Schakau (MEG), Gesa Delija (Citymanagerin Stadt Mülheim) und Petra Kox (Westenergie).

Fotos: Walter Schernstein

Die Eröffnung findet ab dem 12. August mit einem dreitägigen Event statt. Das junge Kreativ-Team rund um künstlerische Leiterin und Regie Julie Stearns und Alexander Kupsch präsentiert zur Premiere Samuel Becketts Klassiker absurden Theaters „Warten auf Godot“ (12. August). „Diese Produktion setzt eindeutig auf das Minimalistische, das Rohe, das Ungeschminkte“, so Timo Knop, Schauspieler im Ensemble. „Bei uns sitzt das Publikum mitunter mit überschlagenem Bein auf der Bühne.“

An Tag zwei (13. August) zeigt „only connect“ die Inszenierung von Edward Albees Zoogeschichte, einem Autor, der vor allem durch sein Werk „Wer hat Angst vor Virginia Woolf“ bekannt ist. Und Tag drei (14. August) bietet den Besucher*innen mit der Performance-Serie „Outside the box“ Einblick in unterschiedliche Monolog-Inszenierungen einzelner Schauspieler*innen. Dabei reichen die Textgrundlagen von klassischen bis hin zu modernen Impulsen. Danach folgt zunächst ein Spielplan bis Weihnachten 2022.

Die Theaterleitung stellt das Konzept für die Wallstraße 17 vor.

Das neue Theater in der Wallstraße ist Produktions- und Spielort für eigene Produktionen, bietet aber auch Raum für andere kooperierende Künstler*innen. Es soll dabei mehr als nur Produktionsstätte sein und wird durch die Nähe zu Nachbar*innen zu einem Ort des Austauschs und der künstlerischen Vernetzung.

Für den Ausbau des ehemaligen Ladenlokals hat „only connect!“ Sponsoren gefunden – mit dabei unter anderem die Leonhard-Stinnes-Stiftung, die Mülheimer Entsorgungsgesellschaft und der Energiedienstleister Westenergie. „Das war eine unheimliche Glücksfügung, diese Räume hier im Wallviertel zu finden“, sagt Julie Stearns, die künstlerische Leiterin. „Sie stellen ihre Ansprüche an den, der sie bespielen will, machen aber die Theaterräume zu einem lebendigen und inspirierenden Ort für Künstler und Publikum.“

„Das verdanken wir auch dem Citymanagement und der guten Zusammenarbeit mit Gesa Delija und Daniel Bach. Beide leisten in der Vernetzung im Wallviertel tolle und wichtige Arbeit“, sagt Produktionsleiter Alexander Kupsch. „Mit ihrer Hilfe war es für uns häufig erst möglich bestimmte Prozesse richtig zu verstehen und effektiv umzusetzen. Wir sind unheimlich stolz, so viel Unterstützung und Zuspruch für unsere Theater-Idee im Wallviertel zu bekommen.“

„Wir wollen ein hautnahes, nachbarschaftliches Theater mit hohem Anspruch sein“, sind sich Stearns und Kupsch einig. „Wir glauben, dass genau diese Art Theater den Nerv der Mülheimer City und ihrer Leute trifft. Jeder ist willkommen und häufig sind es gerade die Gäste, die vorher noch nie im Theater waren, die auf einmal nicht mehr davon loskommen. Theater ist toll und das spürt jeder, wenn er mal eine tolle Aufführung gesehen hat.“ Den Spielplan und die Tickets für die Vorstellungen von "only connect!" gibt es online.

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Stand: 20.09.2022

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