Verkehrsministerin Brandes kommt mit Millionen-Förderbescheid für die Ruhrbahn

Verkehrsministerin Brandes kommt mit Millionen-Förderbescheid für die Ruhrbahn

Ruhrbahn will Wasserstoffbusse kaufen: 6 von 19 sollen in Mülheim fahren

Das Land treibt den Fortschritt zukunftsfähiger Mobilität in NordrheinWestfalen weiter voran. Dazu gehört die Förderung von alternativen, emissionsarmen Antrieben von Busflotten. In diesem Rahmen hat Verkehrsministerin Ina Brandes der Ruhrbahn GmbH einen Förderbescheid in Höhe von über 4,8 Millionen Euro zur Beschaffung von 19 wasserstoffbetriebenen Linienbussen überreicht, die in den nächsten Jahren in Mülheim und Essen fahren sollen.

Verkehrsministerin Ina Brandes überreicht der Ruhrbahn den Millionen-Förderbescheid. Mit dabei unter anderem Mülheims Oberbürgermeister Marc Buchholz (3.v.l.) und Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (3.v.r.).

Foto: VM/Ralph Sondermann

Damit kommt die Ruhrbahn GmbH der Umsetzung des „Zero Emission“-Ziels im öffentlichen Personennahverkehr einen großen Schritt näher. Verkehrsministerin Ina Brandes: „Wir wollen mehr Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen. Das gelingt mit attraktiven Angeboten im Nahverkehr. Deswegen fördert die Landesregierung seit 2017 die Umstellung von kompletten Busflotten auf klimaschonende Antriebe – wie hier in Essen und Mülheim an der Ruhr. Ich freue mich sehr, der Ruhrbahn einen Förderbescheid über 4,8 Millionen Euro für 19 neue Wasserstoffbusse zu überreichen. Immer mehr Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen nutzen mittlerweile die Möglichkeit, ihren Fuhrpark klimafreundlich zu modernisieren. So stärken wir gemeinsam die Luftreinhaltung in Städten und Gemeinden und sorgen auch für mehr Lebensqualität!“

„Für Mülheim bedeutet der Förderbescheid des Landes ganz konkret einen Schritt hin zu besserer Luft in dicht besiedelten Bereichen wie zum Beispiel der Innenstadt. Wir profitieren ganz klar vom Technologiewechsel der Ruhrbahn“, sagt Oberbürgermeister Marc Buchholz. „Der emissionsfreie Busverkehr ist ein wichtiger Baustein auf unserem Weg hin zu einer besseren Klimabilanz.“

Dem kann sich Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen nur anschließen: „Das Thema Wasserstoff ist für uns als Ruhrgebietskommune und Metropolregion ein entscheidendes Zukunftsthema. Unsere Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Wasserstoff-Ökosystems im Rahmen einer Förderung als Wasserstoffregion in Deutschland hat gezeigt, dass vor allem im Mobilitäts- und Wärmesektor, aber auch in der Industrie, die Verwendung von Wasserstoff zu großen Einsparungen von CO2 führen kann. Deshalb unterstützt uns das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen nun nicht nur dabei, die bestehende Flotte der Ruhrbahn sukzessive durch wasserstoffbetriebene Fahrzeuge zu ersetzen, sondern gleichzeitig damit auch die Energiewende im entscheidenden Mobilitätssektor voranzutreiben und hier wichtige CO2-Einsparungen zu erreichen.“

Michael Feller, Geschäftsführer der Ruhrbahn GmbH: „Dank der finanziellen Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen werden wir in zwei Jahren den Betrieb unserer emissionsfreien Busflotte in Essen und Mülheim aufnehmen können. Ende 2024 werden die ersten Wasserstoffbusse von unseren Betriebshöfen Ruhrallee in Essen und Rosendahl in Mülheim aus ihre Fahrten ins Bediengebiet der Ruhrbahn starten. Ich freue mich, dass wir unseren Fahrgästen dann einen noch attraktiveren und klimafreundlicheren ÖPNV anbieten können.“

Die Ruhrbahn bewegt in Essen und Mülheim an der Ruhr jedes Jahr etwa 140 Millionen Fahrgäste – davon nutzt rund die Hälfte der Fahrgäste den Bus.

Bereits 2017 beauftragte die Ruhrbahn die Machbarkeitsstudie „Zero Emission“, um den Einsatz von Wasserstofftechnologie im Vergleich zu Batterietechnik (Depot-Lader) zu prüfen. Darauf folgte das Projekt „H2 Zero Emission“, welches ein Infrastrukturkonzept, ein Konzept zur Fahrzeugbeschaffung und die Sicherstellung der Versorgung mit Wasserstoff entwickelte. Die vollständige Technologieumstellung der Ruhrbahn wird in zwei Phasen erfolgen: Die Startphase ab 2024 ebnet den Einstieg in die Wasserstofftechnologie. In der Ausbauphase ab 2027 soll der vollständige Umstieg auf Brennstoffzellenbusse erfolgen.

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Stand: 11.05.2022

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