Breitbandausbau

Wie lange dauert es bis ich schnelles Internet bekomme?

Diese Frage ist auf den ersten Blick einfach, beim Blick hinter die Kulissen stellt Sie sich jedoch ungleich komplexer dar. Dies liegt darin begründet, dass viele Faktoren hierfür eine Rolle spielen.

Es kann sein, dass Sie in einem Gebiet wohnen, in welchem sich kein privater Netzbetreiber für einen Ausbau interessiert. In diesem Fall wären Sie ein Kandidat für einen geförderten Ausbau. In Anbetracht der zurzeit noch laufenden Planungen kann hierfür im Moment noch keine Aussage getroffen werden.

Zum anderen ist es möglich, dass Sie sich in einem privaten Ausbaugebiet befinden. In potenziellen Ausbaugebieten finden immer Bürgerinformationen und Rundschreiben statt, welche über den Ausbau in Ihrer Umgebung stattfinden.

Möglicherweise wohnen Sie in einem Ausbaugebiet eines Telekommunikationsanbieters. Diese stellen Ihren Kunden in vielen Mülheimer Stadtgebieten eine neue Technik vor, welche Ihre Verbindungssituation signifikant verbessert. Es kann jedoch vorkommen, dass auch in „VDSL-Ausbaugebieten“ temporär keine Aufstockung mehr möglich ist. Dies liegt am kontingentsweisen Ausbau der Telekommunikationsanbieter. Diese Kontingente werden aber in regelmäßigen Abständen erweitert, sodass sich eine Nachfrage beim Anbieter lohnt. Selbstverständlich kann es Einzelfälle geben, in denen technische Probleme einen Anschluss erschweren. In diesen Fällen sei auf verschiedene Möglichkeiten des Breitbandanschlusses verwiesen. Der Anschluss über die Telefonleitung ist nur ein Baustein in einem größeren Gefüge (Technologiemix) von Anbietern und Technologien, welche Ihnen schnelles Internet ins Haus bringen. Kabelanschlüsse (TV-Kabel) bieten oftmals bereits eine Alternative.

Bundesförderung zum Breitbandausbau

Die Stadt Mülheim an der Ruhr erhält für die Unterstützung des Breitbandausbaus Fördermittel. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur stellt bis Ende 2018 insgesamt 4 Mrd. Euro (Stand 2016) zu Verfügung. Mit diesen Fördergeldern soll es Kommunen unter anderem ermöglicht werden, sogenannte „Wirtschaftlichkeitslücken“ beim Breitbandausbau zu schließen.

Vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur wurden durch Staatssekretär Rainer Bomba (links) die Förderbescheide für das milliardenschwere Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau übergeben. Beigeordneter Peter Vermeulen nahm diesen persönlich entgegen.

Dies betrifft vor allem Ortslagen und Anschlüsse, bei denen kein privatwirtschaftlicher Ausbau der Netze erfolgen kann, dies sind vor allem Randlagen in denen ein Unternehmen schlicht mit dem Ausbau kein Geld verdienen können, da sich das Netz nicht amortisieren würde. Hier kommt der Staat ins Spiel und stellt Gelder zu Verfügung welche Unternehmen oder Kommunen die Möglichkeit eröffnen einen wirtschaftlichen Ausbau zu realisieren. Selbstverständlich gibt es auch in einer Stadt wie Mülheim an der Ruhr diese Orte, weshalb auch in Mülheim für einen Flächendeckenden Ausbau Fördergelder unerlässlich sind. Daher erhält die Stadt Mülheim für den flächendeckendem Breitbandausbau knapp 3,22 Mio. Euro aus den milliardenschweren Fördertöpfen. Diese Summe setzt sich zusammen aus eine Bundesförderung in Höhe von 1,61 Mio. Euro sowie einer flankierenden Kofinanzierung des Landes NRW in entsprechender Höhe.

v.l.n.r.: Marcel Thelen, Breitbandkoordinator, Digitalisierungsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Oberbürgermeister Ulrich Scholtenbei der Übergabe des Förderbescheides zum Breitbandausbau in Mülheim.

Welche Gebiete können gefördert werden?

Im Rahmen der Bundesförderung Breitbandausbau werden die Ortslagen gefördert, für welche zum Zeitpunkt der Antragstellung eine Bandbreite (Downspeed) von 30 Mbit/s nicht erreicht werden und für welche in naher Zukunft auch kein privatwirtschaftlicher Ausbau geplant ist. Dies sind vor allem periphere Lagen in den Außenbereichen, nicht jedoch ausschließlich.

Ebenfalls von der Förderung ausgenommen sind Ortslagen, welche im direkten Umfeld eines sogenannten „HVt“ also dem Hauptverteiler eines Telekommunikationsunternehmens liegen. Im Weiteren sind vollständige Einzellagen, also z.B. einzelne Gehöfte welche ansonsten die Kriterien erfüllen nicht förderfähig. Für den zielgerichteten Ausbau der unterversorgten Gebiete liegt der Stadt Mülheim im Weiteren ein Masterplan vor, anhand welchem der weitere Netzausbau Zielgerichtet vorangetrieben werden kann.

Wo kann ich mich eingehender zum Thema Breitband informieren?

Zum Thema Breitband gibt es eine breite Palette an Informationsmöglichkeiten. Zum einen Stellt bezogen auf NRW die Internetseite Breitband.NRW viele leicht verständliche Informationen zum Thema Breitband und Breitbandförderung im Allgemeinen bereit. Die Internetseite klärt auf über Technologien, Ausbaugebiete und Szenarien, Projektbeispiele und vieles mehr.

Für das Bundeförderprogramm zum Breitbandausbau unterhält das Bundesverkehrsministerium ebenfalls eine Homepage welche ähnliche Informationen bereitstellt, jedoch auf Bundesebene, auch auf den Breitbandatlas des BMVI sei an dieser Stelle verwiesen. Hier kann sich der interessierte über die aktuelle Breitbandversorgung informieren.

Selbstverständlich steht ihnen der Mülheimer Breitbandkoordinator Marcel Thelen auch für Fragen und Informationen zu Verfügung.

Breitbandatlas

Homepage des Bundesbreitbandbüros

Homepage von Breitband.NRW

Logo des NRW Landesministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie

Logo des BMVI

Kontakt


Stand: 03.01.2018

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