Corona: Keine Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag

Corona: Keine Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag

Der Kreisverband Mülheim im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und die Stadt Mülheim an der Ruhr führen alljährlich eine gemeinsame Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag durch. So war es auch für den 15. November 2020 geplant. Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie konnte die Veranstaltung leider nicht in ihrer üblichen Form stattfinden. „Wir bedauern sehr, dass es somit in diesem Jahr kein gemeinsames öffentliches Gedenken geben konnte; jedoch hat der Schutz der Gesundheit aller Mitbürgerinnen und Mitbürger oberste Priorität," so Oberbürgermeister Marc Buchholz und Markus Püll, Vorsitzender des Kreisverbandes Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V..

Um ein Zeichen der Erinnerung an die Menschen zu setzen, die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft wurden, erfolgte am Volkstrauertag eine stille Kranzniederlegung am Mahnmal am "Alten Friedhof". Buchholz und Püll legten die Kränze gemeinsam nieder.

Stille Kranzniederlegung zum Volkstrauertag am Mahnmal für die Opfer beider Weltkriege, Kettwiger Straße / Hagdorn. (von links) Oberbürgermeister Marc Buchholz und Markus Püll, Vorsitzender des Kreisverbandes Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Foto: Walter Schernstein - Walter SchernsteinStille Kranzniederlegung zum Volkstrauertag am Mahnmal für die Opfer beider Weltkriege, Kettwiger Straße / Hagdorn. (von links) Oberbürgermeister Marc Buchholz und Markus Püll, Vorsitzender des Kreisverbandes Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Foto: Walter Schernstein

Oberbürgermeister Marc Buchholz richtet zudem einen stillen Online-Gruß an die Mülheimer Bürgerschaft: 

"Liebe Mülheimerinnen und Mülheimer,

der November ist der Monat des Totengedenkens. Wir besuchen die Gräber von Angehörigen und Freunden, und am Volkstrauertag gedenken wir der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Der "Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V." hat diesen Gedenktag ins Leben gerufen, damit das Erinnern an die Toten und die Trauer um sie uns immer wieder zum Frieden ermahnen.

Leider finden wir rund um den Globus fast täglich bestätigt, wie labil Frieden sein kann, wenn Hass und Fanatismus das Handeln bestimmen. So lange Menschen immer noch glauben, politische, wirtschaftliche, ethnische oder religiöse Konflikte mit Waffengewalt lösen zu können - so lange muss die Arbeit für den Frieden weitergehen.

Indem wir die Toten der beiden Weltkriege und der unzähligen weiteren kriegerischen Auseinandersetzungen auf dieser Welt nicht vergessen, leisten wir einen Beitrag zum Frieden und zur Demokratie in der Gegenwart: Die Gräber lehren uns, dass Frieden eine Aufgabe ist, die sich uns immer wieder aufs Neue stellt. Frieden ist das Vermächtnis, das uns die Toten hinterlassen haben. Einen wichtigen Beitrag zum Frieden kann jeder von uns leisten, indem wir unseren Nächsten mit Respekt begegnen und die Würde des Menschen achten. Wir müssen solidarisch sein mit Alten, Schwachen, Kindern, Kranken und all jenen, die die Unterstützung unserer Solidargemeinschaft benötigen. Dies wird uns laufend durch die Corona-Krise noch einmal besonders bewusst.

Der Volkstrauertag erinnert uns Jahr für Jahr daran, dass wir Verantwortung tragen. Verantwortung für das Leben und für unsere freiheitliche Demokratie. Verneigen wir uns an diesem Tag vor den Opfern von Krieg, Terror und Gewaltherrschaft und bleiben wir ihnen verbunden, indem wir unserer dauerhaften Verpflichtung nachkommen, uns für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit einzusetzen."

Das gesamte Online-Grußwort ist nochmal als pdf-Datei zum Herunterladen und Nachlesen beigefügt.

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Stand: 15.11.2020

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