"Die Luise hört zu"

Luisenschüler erhalten Besuch von zwei Zeitzeugen zur NS-Diktatur

Luisenschule - Amt für Kinder, Jugend und SchuleAm Freitag, 15. Juni 2018 wird die Klasse 9c von Dr. Beate Schulte Besuch von Zeitzeugen zur NS-Vergangenheit bekommen. Die geschichtsinteressierten Schülerinnen und Schüler haben sich in den letzten Monaten intensiv mit dem Nationalsozialismus beschäftigt. Im Fokus standen Fragen, wie Hitler überhaupt möglich wurde, wie er seine Macht etablierte, wie die Erziehung unter dem Hakenkreuz aussah, wie Juden und z. B. politisch Andersdenkende und Menschen mit Beeinträchtigungen verfolgt wurden. Dabei spielte der Holocaust und auch die heutige Auseinandersetzung mit diesem eine zentrale Rolle, ebenso wurde der Widerstand gegen die Nationalsozialisten ins Visier genommen. 

Nun sollen all diese erworbenen Informationen durch die Erfahrungen von Zeitzeugen, die den nationalsozialistischen Führerstaat hautnah miterlebt haben, noch stärker mit Leben gefüllt werden. Ziel ist es, dass die Lernenden mit dem Wissen über die Vergangenheit die Gegenwart besser bewältigen können und dass sie erfahren, dass eine Demokratie ein immer wieder zu schützendes Gut ist. Sie erleben hautnah, wie Kinder und Jugendliche systematisch manipuliert wurden. Parallel zum Geschichtsunterricht liest die Klasse im Deutschunterricht mit Andreas Wortberg den Roman „Die Welle“.  
Und schließlich beurteilen die Schülerinnen und Schüler, welche Rolle die Verantwortung für die Verbrechen der Nationalsozialisten wir Deutsche haute noch tragen – insbesondere in Zeiten, in denen antisemitische Raper ausgezeichnet werden und führende deutsche Politiker äußern, dass die NS-Zeit nur „ein Vogelschiss der Geschichte“ gewesen sei. 

Eva Timm, Jahrgang 1926, und Horst Heckmann, Jahrgang 1926, die die Schüler der Klasse 9c am 15. Juni 2018 ab 11.45 Uhr (bis ca. 14.15 Uhr) in der Luisenschule besuchen werden, sind ehrenamtlich in der Zeitzeugen-Börse Mülheim an der Ruhr aktiv. 
Eva Timm ist in Berlin groß geworden, Horst Heckmann stammt aus Mülheim. Beide können intensiv über ihre Jugend im Nationalsozialismus erzählen. Sie werden berichten, wie sie zentrale Ereignisse wie z. B. den 30. Januar1933, den 9. November 1938 erlebt haben, wie sie den Zweiten Weltkrieg überlebt haben und welchen Einfluss die Kindheit unter dem Hakenkreuz auf ihr weiteres Leben gehabt hat.

Die Schülerinnen und Schüler haben gemäß der Methode „oral history“ Fragen entwickelt, die sie nach Beendigung des Vortrages mit den Zeitzeugen klären wollen. Damit erleben sie den Umgang mit der Vergangenheit hautnah und live.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zur Luisenschule.


Stand: 12.06.2018

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