Gedenken zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs

Mit einer stillen Kranzniederlegung gedachte die Stadt Mülheim an der Ruhr am Freitag, 8. Mai 2020, des 75. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa. Die Bürgermeisterinnen Margarete Wietelmann und Ursula Schröder legten stellvertretend für die Stadt und die Bürgerschaft einen Kranz am Ehrenmal gegenüber des Altstadtfriedhofs nieder.

Stille Kranzniederlegung der Bürgermeisterinnen Margarete Wietelmann (vorn) und Ursula Schröder am Mahnmal für die Opfer beider Weltkriege (75 Jahre nach Kriegsende) am Alten Friedhof zwischen Kettwiger Straße und Hagdorn. - Walter SchernsteinStille Kranzniederlegung der Bürgermeisterinnen Margarete Wietelmann (vorn) und Ursula Schröder am Mahnmal für die Opfer beider Weltkriege (75 Jahre nach Kriegsende) am „Alten Friedhof“ zwischen Kettwiger Straße und Hagdorn.

Foto: Walter Schernstein

„Leider musste wegen der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Versammlungsverbotes das öffentliche Gedenken an die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus und die vorausgegangene bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht entfallen“, so die Erste Bürgermeisterin, Margarete Wietelmann. 

Sie betonte, dass dieser beispiellose Vernichtungsfeldzug von Deutschland ausging: „Als nach fast  sechs Jahren endlich die Waffen schwiegen, hatten mehr als 50 Millionen Menschen ihr Leben verloren, darunter auch etwa acht Millionen Deutsche.“

Wietelmann erinnerte an die Rede des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der anlässlich des 40. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai 1985 gesagt hatte, der 8. Mai 1945 sei für die Deutschen „ein Tag der Befreiung“ gewesen. Er habe uns alle vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft befreit. „Er hatte Recht: Der Zweite Weltkrieg ist nicht einfach „ausgebrochen“. Deutschland hat ihn mit seinem verbrecherischen Überfall auf Polen am 1. September 1939 begonnen“, stellte Bürgermeisterin Wietelmann fest.

Sie dankte den europäischen Nachbarn für ihre Bereitschaft zur Versöhnung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. „Nach dem unvorstellbar großen Leid, das das nationalsozialistische Deutschland ihnen zu gefügt hatte, war dieser Schritt nicht zu erwarten und in seiner Tragweite für den Frieden in Europa bis heute beispiellos.“

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Stand: 08.05.2020

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