Jugendliche aus 14 Städten entdeckten im TalentCamp Ruhr ihre Stärken

Kostenloses Ferienprojekt für 40 Schülerinnen und Schüler aus dem Ruhrgebiet

Große Abschlussveranstaltung in der Arena auf Schalke

So schön kann kreatives Lernen sein: 40 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Ruhrgebiet haben in den Sommerferien ihre individuellen Fähigkeiten entfalten können. Im TalentCamp Ruhr probierten sie vom 18. bis 27. Juli in praxisorientierten Workshops ganz neue Dinge aus. So haben sie ihr handwerkliches Geschick beim „Upcycling“ ausrangierter Gegenstände unter Beweis gestellt oder ein Hörspiel komplett selbst produziert. Die Ergebnisse präsentierten die Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren heute vor Eltern, Freunden und interessierten Besuchern in der Arena auf Schalke in Gelsenkirchen. Möglich machten das kostenlose Ferienprojekt die TalentMetropole Ruhr und der Bochumer Verein Durchstarten sowie die Partner und Förderer vom Akademischen Förderungswerk (AKAFÖ), der Deutschen BP Stiftung, der Stiftung Schalke hilft! und der Westfälischen Hochschule.

TalentCamp Ruhr 2018: Amin (16), Nele (14) und Majda (16) lernten im Workshop Grüner Pott, wie sie die Natur in die Stadt holen können. - Initiativkreis Ruhr

Amin (16), Nele (14) und Majda (16) lernten im Workshop „Grüner Pott“, wie sie die Natur in die Stadt holen können.

Quelle: Initiativkreis Ruhr

„Im TalentCamp Ruhr kommen Jugendliche unterschiedlichster Schulformen zusammen. Im Team stärken sie ihre sozialen Kompetenzen, probieren sich aus und lernen unterschiedliche Berufsbilder kennen“, lobt Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Mitglied des Vorstandes der RAG-Stiftung und Bildungsbeauftragte des Initiativkreises Ruhr, das Projekt. „Das TalentCamp ist ein wichtiger Baustein der TalentMetropole Ruhr. Hier werden Talente junger Leute sichtbar, die sonst verborgen geblieben wären und von denen die Jugendlichen manchmal selbst überrascht sind. Es ist schön zu sehen, wie ihr Selbstbewusstsein im TalentCamp gestärkt wird.“ Die TalentMetropole Ruhr ist das Leitprojekt Bildung des Initiativkreises Ruhr.

In der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und im benachbarten „Haus Heege“ hatten die Jugendlichen aus 14 Ruhrgebietsstädten zehn Tage volles Programm. Zwischen vier Talent-Workshops durften die Jugendlichen wählen: Beim „Pottcycling“ ging es darum, Designs zu entwickeln und ausrangierte Materialien und Gegenstände aufzuwerten und umzufunktionieren. Im Workshop „Schreibkultur“ lernten die Teilnehmer verschiedene Techniken des kreativen Schreibens kennen und schlüpften unter dem Motto „In zehn Tagen um die Welt“ in die Rolle eines Weltreisenden. Im Workshop „Grüner Pott“ ging es um Stadtbegrünung durch „Urban Gardening“ und
„Vertical farming“. Soundliebhaber produzierten im „Ohrenkino“ ein eigenes Hörspiel, mit Einsatz von Musik, Geräuschen und natürlich ihren eigenen Stimmen.

Paralympics-Sieger gab Motivationstipps

Am ersten Camp-Wochenende kamen die Jugendlichen ins Schwitzen: Leichtathlet und Paralympics-Sieger David Behre gab ihnen im Leistungszentrum Leverkusen eine private Trainingsstunde auf der Tartanbahn. Sie waren sichtlich beeindruckt, wie schnell der 31-Jährige mit seinen High-TechProthesen laufen kann. Behre verlor bei einem Unfall 2007 beide Unterschenkel und musste das Laufen neu lernen. Heute liegt seine persönliche Sprint-Bestzeit auf der 100-Meter-Strecke bei 11,23 Sekunden. Bei den Paralympischen Spielen 2016 gewann er Gold, Silber und Bronze. Die BP Europa SE unterstützt den Ausnahmesportler als ein Vorbild für andere. Behres Botschaft an die TalentCamp-Teilnehmer: „Egal, wie ausweglos eine Situation erscheint, es gibt immer einen Weg. Und auch mit einer Behinderung kann man etwas reißen.“ Ein großes Ziel hat David Behre in seiner Karriere noch: Gold bei den Paralympischen Spielen 2020 in Tokyo. 

Für die Projektmanagerin Mira Stepec von Durchstarten e.V. ist es jedes Jahr aufs Neue beeindruckend zu sehen, wie motiviert die Jugendlichen sind: „Wir glauben fest daran, dass jeder Mensch eine besondere Fähigkeit hat. Und wir freuen uns sehr, dass die
Jugendlichen im TalentCamp Ruhr die Möglichkeit haben, genau dies zeigen zu können und dabei auch noch ihre sozialen Kompetenzen zu stärken.“

Jugendliche aus folgenden Städten nahmen am TalentCamp Ruhr teil: Bochum, Bottrop, Datteln, Duisburg, Essen, Ennepetal, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herne, Kamen, Lünen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Recklinghausen.

Über die TalentMetropole Ruhr
Das Ruhrgebiet hat ein enormes Potenzial an jungen Menschen mit verborgenen Talenten. Sie zu finden und zu fördern ist die Aufgabe der TalentMetropole Ruhr. Unter dem Dach der Stiftung TalentMetropole Ruhr begleiten aufeinander aufbauende
Bildungsprojekte engagierte junge Menschen dabei, ihre Begabungen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft bestmöglich zu entwickeln. Sie nimmt diejenigen in den Blick, die noch keinen optimalen Zugang zu Bildung haben. Neben ihren eigenen Projekten unterstützt die TalentMetropole Ruhr weitere innovative Angebote der Talentförderung. Dazu arbeitet sie mit mehr als 300 Partnern zusammen – Unternehmen, Verbänden, Kammern, Hochschulen, Schulen, Vereinen, Initiativen und vielen mehr. Sie
zeigt Bildungschancen auf, macht Vorbilder sichtbar und fördert den Austausch. Die Stiftung TalentMetropole Ruhr ist eine gemeinnützige Tochtergesellschaft des Initiativkreises Ruhr.

Über Durchstarten e.V.
Als Schnittstelle zwischen schulischer und beruflicher Ausbildung organisiert Durchstarten e.V. in Kooperation mit Betrieben und Experten berufsorientierende Projekte für Schüler abschlussnaher Klassen. Die Workshops finden in lockerer Atmosphäre außerhalb des regulären Unterrichts statt und bieten den Jugendlichen Einblicke in Berufe und Kontakt zu potenziellen Praktikums- und Ausbildungsbetrieben. Die Schüler entdecken und zeigen dabei ihre Talente, und die Betriebe lernen potenziellen Nachwuchs kennen – fern von Notendruck und zeitaufwändigen Bewerbungsverfahren. Seit 2016 veranstaltet Durchstarten e.V. auch das TalentCamp Ruhr.


Stand: 01.08.2018

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