Mietspiegel 2020

Der neue Mietspiegel für Mülheim an der Ruhr liegt vor - er gilt seit dem 1. Januar 2020 für die kommenden zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2021 und ersetzt damit den Mietspiegel 2018. Mülheimer Mietenden wie Vermietenden steht damit weiterhin ein objektives Instrument zur Verfügung, um einschätzen zu können, welche Miete für freifinanzierte Wohnungen unter Berücksichtigung von Art, Größe, Baujahr, Ausstattung und Lage angemessen ist. Einvernehmlich haben alle Mitglieder des Arbeitskreises Mülheimer Mietspiegel dem vom Bochumer InWIS-Institut auf Basis einer repräsentativen Datenerhebung erarbeiteten Mietenmodell zugestimmt.

Vorstellung des Mietspiegel 2020. Technisches Rathaus. (von links) Matthias Lincke (Amtsleiter Amt für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung und Vorsitzender des Gutachterausschusses), Michael Neitzel (Geschäftsführer InWIS Forschung  Beratung GmbH), Sonja Herzberg (Mieterbund Rhein-Ruhr e.V.), Angela Lülf (Geschäftsführerin Gutachtersauschuss der Stadt Mülheim), Aaron Kempkens (Mieterschutzbund Mülheim und Umgebung e.V.), Andreas H. J. Noje (Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Mülheim), Sven Glocker (Kaufmännische Leitung SWB  Service-Wohnungsvermietungs- und baugesellschaft mbH)                                 08.01.2020 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Vorstellung des Mietspiegels 2020, Technisches Rathaus, (von links) Matthias Lincke (Amtsleiter Amt für Geodatenmanagement, Vermessung, Kataster und Wohnbauförderung und Vorsitzender des Gutachterausschusses), Michael Neitzel (Geschäftsführer InWIS Forschung & Beratung GmbH), Sonja Herzberg (Mieterbund Rhein-Ruhr e.V.), Angela Lülf (Geschäftsführerin Gutachterauschuss der Stadt Mülheim), Aaron Kempkens (Mieterschutzbund Mülheim und Umgebung e.V.), Andreas H. J. Noje (Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Mülheim), Sven Glocker (Kaufmännische Leitung SWB – Service-Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH)

Foto: Walter Schernstein

In seiner grundsätzlichen Struktur orientiert sich der neue Mietspiegel an seinen bewährten Vorgängern aus den Jahren 2016 und 2018. Die auffälligste Neuerung gegenüber früheren Mietspiegeln liegt neben einer stärkeren Differenzierung der Wohnflächenklassen in der Bewertung der unterschiedlichen Lagen. Diese sind, anders als bisher, nicht durch eine geographische Abgrenzung innerhalb des Mülheimer Stadtgebiets vorgenommen worden, sondern orientieren sich an objektiven Kriterien wie beispielsweise die infrastrukturelle Anbindung, Nahversorgung, Nähe zu Naherholungs- und Grünflächen, Lärmbeeinträchtigung und mehr. Für die unterschiedlichen Wohnlagen von Wohnungen konnten aus den vorliegenden Daten Einflussbeiträge auf die Miethöhe statistisch begründet abgeleitet werden.

Ausführliche Angaben von rund 5.900 Wohnungen sind in die Berechnungen zur Mietspiegel-Erstellung eingegangen. Die Datengrundlage konnte damit erneut erhöht werden. Gegenüber der letzten Erhebung zum Mietspiegel 2016 hat sich die durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter über alle Ausstattungsmerkmale, Baualtersbereiche und Modernisierungsmaßnahmen hinweg in der Stadt Mülheim an der Ruhr von 6,02 Euro auf 6,38 Euro erhöht. Das entspricht einer Steigerung von 5,98 Prozent insgesamt oder einem durchschnittlichen Zuwachs von 1,46 Prozent pro Jahr. Ein direkter Vergleich der Tabellenwerte mit früheren Mietspiegeln ist allerdings aufgrund der geänderten Struktur nicht möglich. 

Der neue Mietspiegel ist "qualifiziert" im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Das heißt, er bietet nicht nur ein transparentes und verlässliches Abbild darüber, wie hoch Mülheims Mieten wirklich sind und ob die jeweils vereinbarte Miete einer Wohnung angemessen ist. Der Mietspiegel dient außerdem als Begründung bei Mieterhöhungsverlangen oder Prüfungen der Angemessenheit gezahlter Mieten. Auch vor Gericht ist er das Beweismittel "erster Wahl", da davon ausgegangen wird, dass ein qualifizierter Mietspiegel die "ortsübliche Vergleichsmiete" im Sinne des Paragrafen 558d Absatz 3 BGB wiedergibt. 

Damit ein Mietspiegel als "qualifiziert" gelten kann, muss er zum einen besonders hohen wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. Zum anderen muss er von Interessenvertretenden beider Parteien (Mietende und Vermietende) anerkannt werden. Beide Bedingungen erfüllt der neue Mietspiegel für das Gebiet der Stadt Mülheim an der Ruhr.

Der neue Mietspiegel 2020 für Mülheim an der Ruhr ist ab sofort kostenfrei als Download im Internet erhältlich. Darüber hinaus bietet die Stadt auch die Möglichkeit, schnell und einfach die Zuordnung von Wohnungen zu den im Mietspiegel dargestellten Wohnlagen zu prüfen. 
 

Gebietszugehörigkeit

Der Mietspiegel wurde erstellt durch den Arbeitskreis Mülheimer Mietspiegel 2020. Mitglieder dieses Arbeitskreises waren folgende Organisationen:

  • Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Mülheim an der Ruhr e.V.
  • Covivio Immobilien GmbH
  • Mieterbund Rhein-Ruhr e.V.
  • Mieterschutzbund Mülheim und Umgebung e.V.
  • Mülheimer Wohnungsbau eG (MWB)
  • Ring Deutscher Makler (RDM), Bezirksverband
    Essen e.V., unter freundlicher Mithilfe der Immobilien Bagusat GmbH
  • SWB - Service-Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH
  • Vivawest Wohnen GmbH, Nordsternplatz 1
  • Stadt Mülheim an der Ruhr, Referat V.1 - Stadtforschung und Statistik sowie Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Mülheim an der Ruhr - Geschäftsstelle

Eine Rechtsberatung wird von Amtswegen nicht gegeben. Wenden Sie sich hierfür bitte an die Interessenvertretung der Mietenden oder Vermietenden oder an eine entsprechende Rechtsberatung.

Download der vorherigen Mietspiegel im Kontext.

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Stand: 26.02.2020

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