Mülheimer Jahrbuch 2019 erschienen!

Das Mülheimer Jahrbuch 2019 ist fertig. Es präsentiert Geschichte, Gegenwart, fast Unbekanntes und Zukunftsideen aus der Stadt am Fluss. Zahlreiche Autorinnen und Autoren berichten von Ereignissen aus der Mülheimer Nachbarschaft – damals wie heute.

Titel/Umschlag: Jahrbuch Mülheim an der Ruhr 2019. 11/2018 Drachenboot-Festival. 02.09.2018 Foto: Walter Schernstein - Walter SchernsteinFotos: Walter Schernstein

Im Mittelpunkt der Geschichten stehen Menschen, die sich für ihre Stadt engagieren, die ehrenamtlich für und mit anderen viel bewegen. „Viele Ideen zu Beiträgen entstanden aus Gesprächen heraus. Andere waren gesetzt“, sagt Walter Schernstein. Der Fotograf hat das Jahrbuch zu einem abwechslungsreichen Bilderbogen zusammengestellt, der auch für Mülheimer so mache Überraschung enthält.
Das Petrikirchenhaus hat sich durch den Einsatz vieler Netzwerkerinnen und Netzwerker zu einem Magnet entwickelt. Das Haus steht allen offen, ist kein reines Gemeindehaus geblieben. Wie Bewohner ihre Nachbarschaft mitgestalten können, beschreibt ein Aufsatz über das neue Innenstadtkonzept. Dazu gehören nicht nur Befragungen der Anwohner unter Zeltdächern in den Ostruhranlagen. Über die Entwicklung des Radschnellweges auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse mitten durch die Stadt ist ebenso zu lesen wie über das Aktionsbündnis, das die Würde finanzschwacher Städte sichern will und auf diesem Weg sich schon viel Respekt erarbeitet hat. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt ist ihr Rhein-Ruhr-Hafen in Speldorf. Seine Fläche ist so groß wie Monaco. Zahlreiche Firmen sind dort zu Hause. Das denkmalgeschützte Wasserkraftwerk gehört längst zur Route der Industriekultur.
Was Mülheim alles für die Energiewende getan hat und noch tun will, das erklären mehrere Autoren in einem Block. Es geht einmal um die praktische Umsetzung vor Ort. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut packen die Sonne in den Tank, Aldi Süd schickt den ersten Elektro-Kühlsattelzug auf die Straßen. Was im Wohnungsbau in der Stadt läuft, darüber enthält das Jahrbuch Texte aus verschiedenen Perspektiven. Hübsche Fassaden gehören zu den schmucken Ansichten einer Stadt.
In einem weiteren Block stellt der Band alle Mülheimer Altentagessstätten und deren Aktivitäten vor. Engagiert sind dort Senioren, die mit vielfältigen Aktionen dafür sorgen, dass es älteren Nachbarn zu Hause nicht langweilig wird. Wie wichtig die Arbeit für und mit Senioren ist, das beschreiben mehrere Helferinnen und Helfer eindringlich. Und jeder kommt in die Situation des Alterns, mit mehr oder weniger Gebrechen. In Mülheim sind mehr als 40 Prozent aller Bewohner älter als 60 Jahre. Daran schließt sich ein weiterer Themenschwerpunkt über die spezialisierten Arbeiten in den örtlichen Krankenhäusern an. Hätten Sie das alles gewusst? Warum und wie eine Blutspende Leben retten kann, was Notfallseelsorger leisten und wie die Theodor-Fliedner-Stiftung auf und für Menschen wirkt – Einblicke geben darüber Auskunft.

Inhalt, Jahrbuch Mülheim an der Ruhr 2019. 11/2018 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Auch wenn Mülheim schon ab 1966 die erste Stadt des Ruhrgebietes ohne Zeche ist – Erinnerungen an das „Schwarze Gold“ gehören zum Ende des Steinkohlenbergbaus im Land dazu. Mit zwei Ausstellungen war Mülheim auch nach 52 Jahren Bergfreiheit dabei. Obwohl der Malakowturm der Zeche Rosenblumendelle vor 50 Jahren gesprengt wurde, blieben zahlreiche Zeugnisse des Bergbaus im Stadtgebiet erhalten, wie ein Rundgang durch Winkhausen dokumentiert. Ehemalige Bergleute pflegen weitere Erinnerungsstücke des örtlichen Zechenlebens im Haus der Geschichte.
Wie die Feldmann-Stiftung Styrum bereichert, schildert ein Bericht im neuen Jahrbuch. Ein anderer öffnet den Vorhang des Backsteintheaters. Kriminalgeschichten aus Mülheim – sie sind oft gefragt wegen der Wiedererkennung. Chird Hadering lebte für Mölmsch Platt – ebenfalls eine wertvolle Erinnerung. 70 Jahre Stadtgeschichte schrieben bisher die Redakteurinnen und Redakteure der Mülheimer WAZ – ein Zeit raffender Zeitungsrückblick. 
Alte Mülheimer erinnern sich noch an die kaufmännische Schule Schwenzer. So mancher hat dort die Bank gedrückt. Das Dreikaiserjahr 1888 wirkte auch auf die Ruhrstadt, dokumentiert das Stadtarchiv. Was die Äbtissin Maria Theresia von Reuschenberg mit dem Saarner Otto-Pankok-Haus zu tun hatte und wie sich das Klostermuseum entwickelte, schildern weitere Aufsätze. Einen neuen Mosaikstein bildet ein Beitrag zum Nationalsozialismus, der in dieser Stadt bisher kaum aufgearbeitet ist. Freundschaften mit Menschen im Heiligen Land erscheinen daher unersetzbar.
Tanzen, Rudern und Freizeitsport gehören zum Stadtleben wie Flora und Fauna des Hexbachtals. Die Jahreschronik rundet den Band wie immer ab.

Walter Schernstein hat den größten Teil der Fotos gemacht sowie in zahlreichen Stunden die Redaktion für das Buch übernommen. Unterstützt hat ihn dabei Ursula Deckert. Eine gelungene Mischung aus Stadtgeschichte und Gegenwart.   
Das Jahrbuch ist 336 Seiten stark und kostet unverändert 14,80 Euro. Zu haben ist es ab 1. Dezember in allen Mülheimer Buchhandlungen sowie bei der Touristinfo der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) am Platz der Synagoge (ISBN 978-3-9814120-8-6).

Kontakt


Stand: 30.11.2018

[schließen]

Fehler melden

Sie haben einen Fehler auf dieser Internetseite gefunden? Bitte teilen Sie ihn uns mit. Ein Redakteur wird sich umgehend darum kümmern.

Haben Sie ein anderes Anliegen, um das wir uns kümmern sollen, dann wenden Sie sich bitte an die Bürgeragentur.

Ihre Nachricht

 

Teilen | Drucken | PDF-Version | RSS-Feed | Fehler melden

Transparenter Pixel