Vorschläge gesucht: Wie lässt sich in Mülheim Lärm reduzieren?

Vorschläge gesucht: Wie lässt sich in Mülheim Lärm reduzieren?

Der Lärm von großen Straßen, Eisenbahnlinien oder rund um den Flughafen belastet viele Menschen in Mülheim. Für die Städte ist die Bekämpfung des zunehmenden Lärms eine große Herausforderung. Mülheim hat die letzten Jahre zwar schon viel verbessert, aber es geht noch mehr. Darum gibt es jetzt eine Fortschreibung des Lärmaktionsplans von 2013. Mülheimer*innen können sich den aktuellen Entwurf ansehen und dann Vorschläge, Anregungen und Stellungnahmen dazu loswerden.

Straßenverkehrsrechtliche Angelegenheiten, Autos stehen auf einer Straße. -  Rolf Handke / PIXELIOVerkehr bedeutet immer auch Lärm.

Foto: Pixelio

Es geht dabei um stark lärmbelastete Gebiete in der Stadt. Diese sind auf Lärmkarten vermerkt. Das persönliche Empfinden kann allerdings davon abweichen. Deshalb ist es wichtig, dass sich Betroffene einbringen und die behördlichen Vorschläge bewerten. Ihre Ideen lassen sich am Ende in den Lärmaktionsplan mit einbinden. Die Stadt Mülheim ist laut EU-Umgebungslärmrichtlinie und Bundesimmissionsschutzgesetz dazu verpflichtet, so einen Lärmaktionsplan auszuarbeiten.

Der neue Entwurf analysiert die seit 2013 eingetretenen Veränderungen des Umgebungslärms. Sind die seit damals angestrebten Ziele für weniger Lärm erreicht worden? Wenn nicht, was lässt sich noch machen? Es geht dabei um Straßenverkehrslärm, Schienenverkehrslärm (Deutsche Bahn, Straßen- und Stadtbahn), Fluglärm (Verkehrslandeplatz Essen/Mülheim, Flughafen Düsseldorf) sowie auf die im Lärmaktionsplan aufgeführten sogenannten IED-Anlagen (englisch: „Industrial Emissions Directive“). Bei den Anlagen handelt es sich um besonders umweltrelevante Industrieanlagen wie zum Beispiel Anlagen für chemische Industrie, Intensivtierhaltung oder Abfallverbrennung. Andere Lärmquellen, zum Beispiel Gewerbe- und Sportanlagen, Maschinenlärm oder Lärm durch  Nachbar*innen, werden nicht berücksichtigt.

Es geht aber nicht nur darum, Lärm zu reduzieren. Die Stadt muss sich auch darum kümmern, ruhige Gebiete zu schützen. Das sieht die Umgebungslärmrichtlinie vor. Deswegen schlägt der Lärmaktionsplan 2022 vor, 39 Erholungsräume als „ruhige Gebiete“ auszuweisen. Auf diese muss die Stadt bei ihren Planungen Rücksicht nehmen und immer abwägen, ob und wie sie sie entwickelt.

Wer sich den neuen Entwurf und die Lärmkarten ansehen möchte, kann das bis einschließlich 18. August online machen. Solange können sich auch alle über das Internetportal beteiligen.

Vorschläge, Anregungen oder Stellungnahmen sind aber auch schriftlich möglich:

Adresse:
Stadt Mülheim an der Ruhr
Amt für Umweltschutz
Hans-Böckler-Platz 5
45468 Mülheim
E-Mail: laermaktionsplan@muelheim-ruhr.de

Darüber hinaus ist der Entwurf des Lärmaktionsplans als Vorlage V 22/0038-01 über das Rats-, beziehungsweise Bürgerinformationssystem abrufbar.

Kontakt


Stand: 02.08.2022

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