Schülersprechstunde mit Oberbürgermeister Ulrich Scholten an der Luisenschule

Einen bunten und vor allem auch sehr interessanten Fragenkatalog hatten dieser Tage die rund 250 Schülerinnen und Schüler der Luisenschule für den Besuch des Oberbürgermeisters an ihrer Schule vorbereitet. Nachdem sich Ulrich Scholten vorgestellt und zu seinem persönlichen wie beruflichen Werdegang berichtet hatte, gestalteten die Oberstufenschüler Imar Colic und Ema Opera mit einigen kurzen Steckbrieffragen einen lockeren Einstieg in die Veranstaltung, bevor sie anschließend ihre Mitschülerinnen und Mitschüler einluden, ihre Fragen an das Stadtoberhaupt zu stellen.

Schülersprechstunde. Oberbürgermeister Ulrich Scholten spricht mit Schülern und Schülerinnen. Gymnasium Luisenschule, An den Buchen 36. 27.09.2019 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Schülersprechstunde. Oberbürgermeister Ulrich Scholten spricht mit Schülern und Schülerinnen. Gymnasium Luisenschule, An den Buchen 36.

Fotos: Walter Schernstein

Diese wollten zunächst einiges über den „Beruf“ des Oberbürgermeisters wissen. Dieser, so Scholten, sei vor allem vielfältig. Er schätze die Möglichkeit, sich aktiv in das Stadtgeschehen einbringen und mitgestalten zu können. Gleichzeitig seien derzeit jedoch die Gestaltungsspielräume, Dinge für die Stadt Mülheim weiter zu entwickeln, aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel eng gesteckt. In jedem Fall lohne es, politisch aktiv zu sein und sich einzubringen, so die Empfehlung Scholtens an die Jugendlichen.

Dass der Klimaschutz den Jugendlichen ein besonders zentrales Anliegen ist, zeigten die zahlreichen Fragen zu diesem Thema. Neben der persönlichen Frage, was der Oberbürgermeister ganz privat für den Klimaschutz tue, nahmen auch die Themen Elektromobilität, Öffentlicher Nahverkehr, die Bewegung „Fridays for future“ oder die Arbeit der Mülheimer Klimaschutzinitiative viel Raum in der Diskussion ein.

Schülersprechstunde. Oberbürgermeister Ulrich Scholten spricht mit Schülern und Schülerinnen. Gymnasium Luisenschule, An den Buchen 36. 27.09.2019 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

„Jeder trägt Verantwortung an der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe des Klimaschutzes“, so Ulrich Scholten. Er selbst bemühe sich zum Beispiel, im Privatleben so oft wie möglich das Fahrrad zu nutzen und auch im eigenen Haushalt den Energieverbrauch möglichst zu reduzieren. Im dienstlichen Kontext strebe die Stadt Mülheim an, sukzessive alle im städtischen Besitz befindlichen Gebäude hinsichtlich des Brandschutzes sowie der Klimagerechtigkeit zu ertüchtigen. Ansätze wie die Nutzung von Fahrrädern und E-Bikes in der Verwaltung oder auch der Einsatz von E-Bussen bei der Ruhrbahn sollten sich, so der Oberbürgermeister, zukünftig weiter verstetigen.

Hinsichtlich der Detailfragen zum ÖPNV bot Ulrich Scholten der Schülerschaft auch diesmal an, ihm gerne zeitnah die wesentlichen Hinweise zum Liniennetz sowie den Fahrplänen und der Taktung zukommen zu lassen und ihm diese für die politischen Beratungen zur Verfügung zu stellen. Gerade sei der zukünftige Nahverkehrsplan in der Beratung.

„Gibt es konkrete Konzepte, um die Innenstadt zu verbessern?“, lautete eine weitere Schülerfrage. Hier nannte Ulrich Scholten zum einen die Arbeit des Citymanagements. Dieses lege den Fokus seiner Arbeit neben einer intensiven Begleitung der ansässigen Einzelhändlerinnen, Einzelhändler und Geschäftsleute auch auf eine proaktive Vermarktung von Innenstadtimmobilien. Auch sei die Beratung der Immobilieneigentümer und -eigentümerinnen in wesentlicher Baustein. Insgesamt, so Oberbürgermeister Ulrich Scholten, sei die Entwicklung der Innenstadt für ihn ein zentrales Thema.

Schülersprechstunde. Oberbürgermeister Ulrich Scholten spricht mit Schülern und Schülerinnen. Gymnasium Luisenschule, An den Buchen 36. 27.09.2019 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Gegen Ende der Schülersprechstunde wurde es noch einmal persönlich. So stellten die Schüler einige Fragen zu dem lange in der Öffentlichkeit diskutierten Vorwurf, der Oberbürgermeister habe Verfügungsmittel veruntreut. Auch, wie es ihm persönlich damit gegangen sei, wollten sie wissen. Natürlich, so Scholten, sei dies kein gutes Gefühl gewesen. Er sei dankbar, dass die Angelegenheit zwischenzeitlich staatsanwaltschaftlich bewertet und damit Transparenz hergestellt sei. Er selbst habe sich immer in der Verantwortung gesehen, die ihm von den Wählerinnen und Wählern anvertraute Aufgabe bestmöglich wahrzunehmen. „Politik zum Anfassen“ zu machen, sei ihm dabei besonders wichtig, betonte der Verwaltungschef. Hierzu gehöre auch der regelmäßige Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern – so auch mit jungen Menschen.

Am Ende verabschiedeten die Schülerinnen und Schüler, die durch Imar Colic und Ema Opera souverän durch die Veranstaltung geführt worden waren, Ulrich Scholten mit einem Applaus und bedankten sich für die lebhafte und offene Diskussion.

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Stand: 07.10.2019

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