Umweltinspekteure der Stadt Mülheim im Einsatz bei Produktionsbetrieben

Umweltinspekteure der Stadt Mülheim im Einsatz bei Produktionsbetrieben

In Mülheim werden umweltrelevante Betriebe routinemäßig vor Ort kontrolliert. Bei Problemen erfolgen zusätzliche Kontrollen. Ziel ist es, Einträge von Schadstoffen in Boden, Gewässer und Atmosphäre sowie Lärm und Gerüche im Vorhinein möglichst zu vermeiden. Am Donnerstag, 5. August, fand die Umweltinspektion (UI) bei der Firma „Schloss Quelle Mellis“ statt.

Umweltinspekteure der Stadt Mülheim im Einsatz bei Produktionsbetrieben: Hier bei der Firma Schloss Quelle Mellis. Das Foto zeigt die Inspekteure in gelben Westen mit der Aufschrift Umweltinspektion beim Rundgang über das Firmengelände. Links stehen stapelweise Flaschenkisten. - Sarah SternolFotos: Sarah Sternol / Onlineteam

Pro Jahr werden von den zwei Umweltinspekteuren etwa 30 bis 40 Betriebe in Mülheim besucht. Hierbei werden sämtliche relevante Betriebsabläufe überprüft. Dazu kommt die immer umfangreicher werdende Prüfung von Dokumenten wie zum Beispiel die Überprüfung von Messberichten und Gutachten. Seit zwei Jahren arbeitet die Umweltinspektion vollständig digital beziehungweise papierlos. Lediglich in seltenen Fällen wird noch Papier bedruckt: Bescheide und Anordnungen müssen noch postalisch mit rechtsgültiger Unterschrift an die Betriebe gesendet werden. Etwa ein Viertel der Inspektionen verlaufen ohne Auffälligkeiten, bei drei von vier Inspektionen werden jedoch Mängel festgestellt. In den meisten Fällen beseitigen die Betriebe die Mängel zeitnah. Aber es gibt auch „schwarze Schafe“: Beispielsweise ignorierte ein Betrieb die Aufforderungen der Umweltinspektion zur Beseitigung der erheblichen Mängel vollends. Erst Zwangsgelder in Höhe einer hohen vierstelligen Summe führten hier zum Umdenken. Am Ende wurden aber auch hier alle Mängel beseitigt. 

Umweltinspekteure der Stadt Mülheim im Einsatz bei Produktionsbetrieben: Hier bei der Firma Schloss Quelle Mellis. Die beiden Inspekteure an der Flaschenabfüllmaschine. - Sarah Sternol / Onlineteam

Die Häufigkeit der routinemäßigen Inspektionen richtet sich nach der Umweltrelevanz der Betriebe. Das Intervall liegt zwischen 3 und 7 Jahren. 

Kommunikation wird bei der Umweltinspektion großgeschrieben. „Nicht jeder Betrieb hat eine eigene Umweltabteilung, die sich um die Umweltthemen kümmert, insbesondere bei kleineren Unternehmen besteht viel Informationsbedarf, dem wir im Rahmen unserer Möglichkeiten auch gerne nachkommen“, so Boris Zauner, einer der beiden Umweltinspekteure.

Umweltinspekteure der Stadt Mülheim im Einsatz bei Produktionsbetrieben: Hier bei der Firma Schloss Quelle Mellis. Das Foto zeigt einen Umweltinspektor bei der der Inspektion einer Maschine. - Sarah Sternol / Onlineteam

Die Umweltinspektion obliegt in Nordrhein-Westfalen im Wesentlichen den Kreisen beziehungsweise Städten. Nur einige wenige Großbetriebe werden von den Bezirksregierungen überwacht. Gesetzliche Grundlage der Umweltinspektion ist unter anderem das Bundes-Immissionsschutzgesetz, das Wasserhaushaltsgesetz und das Kreislaufwirtschaftsgesetz. Zu jeder Inspektion wird ein Bericht erstellt. Die Berichte sind jeweils einsehbar unter "Umweltinspektionsberichte".

Kennzahlen/Ergebnis zur Umweltinspektion (UI)

  • über 400 relevante Betriebe beziehungweise Standorte in Mülheim
  • circa 30 bis 40 Umweltinspektionen pro Jahr (davon etwa 25 % ohne Mängel, 75 % mit Mängeln)
  • seit 2014 wurden insgesamt etwa 500 Mängel aufgedeckt und von den Betrieben behoben

Weitere Eindrücke von der UI finden Sie in der "Bildergalerie Umweltinspekteure"

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Stand: 06.08.2021

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