Der Kopf voll Energie

Der Kopf voll Energie

OB Marc Buchholz besucht die beispielhafte Photovoltaik-Dachanlage auf dem Baustoffzentrum Harbecke.

Photovoltaik auf dem Dach des Baustoffzentrum W. Harbecke GmbH, Xantener Straße 7. (v.l.) Marcel Scharpegge Auszubildender (Elektriker, 1. Lehrjahr), medl, Raik Matthes, Ausbildender Elektriker, medl, Barbara Yeboah Geschäftsführerin Kreishandwerkerschaft Mülheim, Oberbürgermeister Marc Buchholz, Hartmut Buhren Geschäftsführer Harbecke, Felix Wingold Klimaschutzmanagement Stadt, Dennis Buhren Geschäftsführer Harbecke 10.02.2022 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein
Photovoltaik auf dem Dach des Baustoffzentrum W. Harbecke GmbH,
(v.l.) Marcel Scharpegge; Auszubildender medl GmbH, Raik Matthes Ausbildender medl GmbH, Barbara Yeboah Geschäftsführerin Kreishandwerkerschaft Mülheim, Oberbürgermeister Marc Buchholz, Hartmut Buhren Geschäftsführer Harbecke GmbH, Felix Wingold Klimaschutzmanagement Stadt, Dennis Buhren Geschäftsführer Harbecke GmbH.

Foto: Walter Schernstein

In 2020 hat der Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr die Klimanotlage als auch die Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen zu einer Aufgabe höchster Priorität erklärt. „Unsere bisherigen Anstrengungen reichen nicht, um die globale Erderwärmung zu begrenzen - daher aktualisieren wir unser Klimaschutzkonzept“, sagt Oberbürgermeister Marc Buchholz zur Strategie der Stadt Mülheim an der Ruhr. „Parallel sind wir in unserer Stadt aktiv und setzen Maßnahmen zur energetischen Stadtsanierung in Broich und Dümpten, zum Ausbau der Fernwärme sowie zum Ausbau der regenerativen Energieerzeugung wie zum Beispiel Photovoltaik um.“ Doch auch, wenn der Ausbau der Photovoltaik in den letzten bereits Jahren massiv vorangeschritten ist, gibt es hier noch viel Potential, dass gehoben werden muss, um die angestrebten Ziele zu erreichen. „Wichtig ist mir, dass der Flächenbedarf, der sich für Anlagen zur Erzeugung von regenerativer Wärme und Strom ergibt, bei der Abwägung zukünftiger Flächennutzungen ein deutlich größeres Gewicht erhalten muss“, kommentiert Buchholz das Thema.

Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Harbecke GmbH. - Harbecke GmbH
Foto: Harbecke GmbH

Eine gute Lösung, bei der Freiflächen geschont werden, sind Photovoltaik-Dachanlagen. Einer, der dieses Konzept umgesetzt hat und damit seinen Strombedarf komplett durch regenerative Energien deckt, ist Dennis Buhren vom Baustoffzentrum Harbecke. „Seit Oktober 2017 betreiben wir auf dem Dach unseres Baustoffzentrums eine Photovoltaikanlage. Zu diesem Zeitpunkt waren wir in Mülheim der Vorreiter mit einer solchen Großanlage“ erinnert sich Buhren. „Die Anlage produziert jährlich rund 92.000 Kilowattstunde, dabei liegt unsere Eigenverbrauchsquote bei 66 Prozent. Was wir nicht selbst verbrauchen, speisen wir ins öffentliche Stromnetz ein“ fügt er an. Das sich die Anlage rechnet, wird ganz schnell klar, wenn man die Prozesse des Baustoffzentrums unter die Lupe nimmt: Mit dem ersten Tageslicht produziert die Anlage direkt Strom, den Harbecke während der täglichen Öffnungszeit von 6.30 bis 17.00 Uhr für Beleuchtung, Beheizung und Kühlung von Büro und Lager, aber auch für die mittlerweile zwölf Elektro-Gabelstapler, die auf Grund des anhaltenden Booms der Baubranche, täglich geladen werden müssen, benötigt. „Neben den rein wirtschaftlichen Gründen für die Anschaffung einer solchen Anlage, spielte für uns auch 2017 schon das Thema Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz eine entscheidende Rolle“ führt Dennis Buhren aus. Allein am Baustoffzentrum Harbecke werden mithilfe der Anlage jährlich rund 64 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart - das ist ein stattlicher Beitrag.

Photovoltaik auf dem Dach des Baustoffzentrum W. Harbecke GmbH, Xantener Straße 7. (v.l.) Marcel Scharpegge Auszubildender (Elektriker, 1. Lehrjahr), medl, Raik Matthes, Ausbildender Elektriker, medl. 10.02.2022 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein
Photovoltaik auf dem Dach des Baustoffzentrum W. Harbecke GmbH, (v.l.) Marcel Scharpegge; Auszubildender (Elektriker) medl GmbH, Raik Matthes Ausbilder (Elektriker) medl GmbH.
Foto: Walter Schernstein

Doch Photovoltaik ist nicht nur für Unternehmen interessant, sondern auch für Privatpersonen. In den meisten Fällen lohnt es sich, in eine Photovoltaik-Anlage zu investieren, gerade bei den steigenden Strompreisen. Zusätzlich profitieren ein Elektroauto und eine Wärmepumpe von der eigenen Photovoltaik-Anlage - insbesondere wenn diese Anlage über einen Speicher verfügt. „Das Elektroauto mit eigenem Sonnenstrom zu laden, ist nicht nur nachhaltig, sondern langfristig deutlich günstiger als ein Verbrenner, gerade bei den jetzigen hohen Benzinpreisen“, fügt Oberbürgermeister Marc Buchholz an und ergänzt weiter: „Wenn Sie sich kostenlos und unabhängig zu Photovoltaik informieren wollen, bietet die Stadt Mülheim eine Solarsprechstunde an. Bei Interesse melden Sie sich gerne unter der Telefonnummer: 0208 / 455-6009 oder per E-Mail: energiewende@muelheim-ruhr.de. Hier stehen Ihnen die Klimaschutzmanager Simon Temmesfeld und Felix Wingold als kompetente Ansprechpersonen zur Verfügung“. „Wir haben in den letzten drei Jahren durch die gute finanzielle Förderung einen Ausbau von 246 Speichern mit einer Leistung von 1.200 Kilowattstunde beobachtet“ ergänzt die Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung, Ulrike Marx. „Die Zahlen verdoppeln sich derzeit jedes Jahr“ freut sich die Stabsstellenleiterin.

Entwicklung der Photovoltaik-Anlagen in Mülheim an der Ruhr

Entwicklung der Photovoltaik-Anlagen in Mülheim an der Ruhr. - Stabsstelle Klimaschutz und Klimaanpassung, Ulrike Marx

Die derzeit gute Auftragslage in vielen handwerklichen Berufen und die starke Nachfrage nach Produkten im Rahmen der Energiewende sind aktuell Gründe für manch langen Vorlauf einzelner Gewerke. Das erschwert derzeit auch den Ausbau der Photovoltaik. Hier sind neben einer statischen Prüfung in der Regel Dachdecker*innen, Elektriker*innen, Maler*innen gefordert, die Anlagen zu errichten oder begleitende Arbeiten vorzunehmen. Diesen Trend bestätigt auch die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, Barbara Yeboah. „Wir freuen uns über das langjährige Engagement der Stadt und sprechen ein großes Lob für die Aktivitäten aus. Die Umsetzung und Begleitung der Projekte bringt die Energiewende in Mülheim an der Ruhr weiter voran und wird vor Ort durch das Handwerk gewährleistet. Auch im Handwerk ist der Klimawandel ein großes Thema. Gerade Elektroniker*innen und Dachdecker*innen sind auf dem Gebiet von Photovoltaikanlagen sehr gefragte Spezialist*innen. Aber der akute Fachkräftemangel droht leider viele Klimaprojekte zu beeinträchtigen. Daher werben wir für eine Ausbildung im Handwerk, denn auch hier kann man gutes Geld verdienen“ so Yeboah. Nach der Tarifvereinbarung für das Elektrohandwerk verdient ein*e Azubi - abhängig vom Ausbildungsjahr - zwischen 795 und 945 Euro. Auch nach der Ausbildung gibt es finanzielle Entwicklungsperspektiven, zum Beispiel durch Weiterbildungen, Meisterschule, Studium und Selbständigkeit. „Das Handwerk hat nach wie vor goldenen Boden und eine solide Zukunftsperspektive“ sagt die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft. 

Dennis Buhren hat in seinem Baustoffzentrum festgestellt, dass auch bei Auszubildenden, Mitarbeiter*innen und Bewerber*innen die Themen Umwelt- und Klimaschutz immer mehr in den Vordergrund rücken. „Ich bin froh, mit unserer Photovoltaik-Anlage „punkten“ zu können, denn auch in unserer Branche macht sich der Wettbewerb um Fachkräfte zunehmend bemerkbar“ so der Geschäftsführer Buhren.

Das merkt auch der lokale Energiedienstleister medl GmbH auf seiner Suche nach Auszubildenden, denn um die vielfältigen Aufgaben, die die Energiewende mit sich bringt, zu stemmen, sind gut ausgebildete Fachleute gefragt. Deswegen bildet medl sie schon seit vielen Jahren in Bürokaufleute, Elektriker*innen, Anlagenmechaniker*innen sowie IT-Fachleute und Fachkräfte für Rohr- Kanal und Industrieservice selber aus und sucht auch für das kommende Ausbildungsjahr junge Talente, die den Kopf voller Energie haben und die Energiewende und den Klimaschutz mit vorantreiben. Der lokale Energiedienstleister medl GmbH bietet eine hochqualifizierte Ausbildung und eine tarifvertragliche Vergütung. „Der Job ist klasse und die Kohle stimmt auch“ fasst Marcel Scharpegge, Auszubildender im 1. Lehrjahr seine Ausbildung zum Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, bei der medl GmbH kurz und bündig zusammen. Ansprechperson bei der medl GmbH für Berufseinsteiger*innen ist Thomas Seifert, Telefon: 0208 / 4501-135; informieren und bewerben kann man sich online unter: Karriere bei der medl GmbH.

Um potenzielle Auszubildende und Betriebe zusammenzubringen, führt die Stadt Mülheim an der Ruhr in der kommenden Woche am 16. und 17. Februar das sehr erfolgreiche Format „Talentwoche für Azubis“ als erstmals rein digitale Veranstaltung durch. „Mit der Talentwoche ist ein tolles Angebot für Berufseinsteiger*innen auf die Beine gestellt worden, um sich über Berufsfelder zu informieren und Ausbildungsbetriebe kennenzulernen. Nicht immer ist ein Studium der einzige Weg, etwas zu erreichen.“ kommentiert Oliever Vrabec, der neue Leiter des Jobcenters der Stadt Mülheim an der Ruhr, die Talentwoche und lädt alle Jugendlichen, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz für 2022 oder 2023 sind, zu einer Teilnahme am Live Chat ein. Wer dazu Fragen hat, meldet sich bitte unter der Telefonnummer: 0208 / 455-5470 oder über die E-Mail: talentwoche@u25er.de.

weitere Informationen zur digitalen Azubi-Talentwoche in Mülheim an der Ruhr

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Stand: 14.02.2022

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