Gründach Initiative startet mit Förderung

Gründach Initiative startet mit Förderung

Die Stadt Mülheim an der Ruhr ermöglicht mit der Gründach Initiative Privatleuten und Unternehmen eine Förderung für die Umsetzung ihres Gründachs mit einem Zuschuss von bis zu 50 %. Die Förderung stammt aus dem Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ des Umweltministeriums des Landes NRW, das Maßnahmen zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels fördert. Anträge für eine Förderung der Dachbegrünung können bei der Stadt bis zum 15. Februar 2022 über das Online-Formular gestellt werden.

Die Stadt Mülheim an der Ruhr ermöglicht mit der Gründach Initiative Privatleuten und Unternehmen eine Förderung für die Umsetzung ihres Gründachs mit einem Zuschuss von bis zu 50.  Das Foto zeigt eine Dachbegrünung der Firma Richard Dachbau GmbH am Düsterweg 20. - Richard Dachbau GmbHDachbegrünung am Düsterweg 20.

Foto: Richard Dachbau GmbH

Die Mülheimer Gründach Initiative möchte mit der Förderung die Anpassung an die Folgen des Klimawandels voranbringen. Die besonders in den letzten Sommern 2018 bis 2020 spürbar gewordene Belastung des Mülheimer Stadtklimas und der Bewohnerinnen und Bewohner durch Hitze und lange anhaltende Trockenperioden soll durch die Umsetzung von Gründächern abgemildert werden. Jede Dachbegrünung hat positive mikroklimatische Effekte auf das lokale Stadtklima, in dem es zur Verdunstung und damit Abkühlung der Umgebungstemperatur und zur Kühlung der Innenräume beiträgt und sich somit hitzemindernd auswirkt.

Die Gründachförderung soll Mülheim nachhaltiger und lebenswerter gestalten. „Die Stadt freut sich, die Förderung an die Mülheimer Bevölkerung weitergeben zu können und so das bisher ungenutzte Potential zur Hitzeminderung zu aktivieren und zur Verbesserung des Stadtklimas beizutragen“, betont Dezernent Peter Vermeulen. Denn Gründächer sind echte Alleskönner, ein Quadratmeter extensive Dachbegrünung kann 800 Gramm Kohlendioxid (CO2) speichern und trägt gleichzeitig zum Klimaschutz bei. Zusätzlich kann ein Quadratmeter bei Starkregen 30 Liter Wasser zurückhalten und 10 Gramm Feinstaub sowie andere Luftschadstoffe binden und reinigt die Luft. Die Lärmbelastung lässt sich in der Umgebung pro Quadratmeter um 20 Dezibel mindern und jedes Gründach trägt außerdem zur Steigerung der Artenvielfalt für Pflanzen und Insekten bei. Gründächer lassen sich auch mit Solaranlagen oder Solarthermie kombinieren.

Die deutlichsten Folgen des Klimawandels in Mülheim sind häufigere, längere und intensivere Hitzeperioden, trockenere Sommer, feuchtere Winter sowie häufigere Starkregenereignisse. Um diesen Auswirkungen zu begegnen hat die Stadt Mülheim im Jahr 2020 auch ein Konzept zur Anpassung an den Klimawandel verabschiedet, das besonders betroffene Handlungsfelder identifiziert und einen Maßnahmenkatalog zur Anpassung für die kommenden Jahre bereit hält. Eine der Handlungsstrategien ist, die Hitzefolgen in Mülheim zu mindern und die Gesundheit und Lebensqualität der Mülheimer Bevölkerung zu sichern. Besonders betroffene Bereiche der zunehmenden Hitzebelastung, sogenannte „Hitzeinseln“ sind die hochverdichteten Bereiche des Stadtgebiets, die sich sehr stark aufheizen, wie zum Beispiel die Innenstadt, da dort eine dichtere Bebauung, eine höhere Versiegelungsrate und eine ältere Bevölkerung vorzufinden ist. Für diese Hitzeinsel Bereiche gilt besondere Priorität bei der Gründach Förderung. Mit der Umsetzung eines Gründachs haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit ihre Stadt lebenswerter und klimaresilienter zu gestalten, von einer reduzierten Abwassergebühr zu profitieren und können sich über niedrigere Energie- und Reparaturkosten freuen.

Weitere Informationen zur Antragstellung und die Förderrichtlinie findet man ab 1.Juli unter: /cms/gruendach_initiative.html.

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Stand: 01.07.2021

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