InnovationCity roll out: Fahrplan für die energetische Modernisierung in Mülheim an der Ruhr - Dümpten übergeben

Innovation City Management GmbH (ICM) übergibt Quartierskonzept an den Beigeordneten Peter Vermeulen

Senkung des Endenergieverbrauchs um fünf Prozent und der Treibhausgas-Emissionen um über sechs Prozent in fünf Jahren realistisch

Nach umfassenden Evaluationen, zahlreichen Berechnungen und vielen Gesprächen kann nun das nächste Kapitel aufgeschlagen werden: Burkhard Drescher, Geschäftsführer der Innovation City Management GmbH, übergab am 12. Juni 2019 im Technischen Rathaus das Integrierte Energetische Quartierskonzept für Mülheim an der Ruhr – Dümpten an Peter Vermeulen, Beigeordneter für Umwelt, Planung und Bauen. Es bildet den „Fahrplan“ für ein zukünftiges Sanierungsmanagement, das Immobilieneigentümer unter anderem bei der energetischen Modernisierung von Gebäuden unterstützen soll.

Burkhard Drescher, Geschäftsführer der Innovation City Management GmbH, übergibt das Integrierte Energetische Quartierskonzept für Mülheim an der Ruhr  Dümpten an Peter Vermeulen, Beigeordneter für Umwelt, Planung und Bauen. 12.06.2019 Foto: Walter Schernstein - Walter Schernstein

Burkhard Drescher, Geschäftsführer der Innovation City Management GmbH, übergibt das Integrierte Energetische Quartierskonzept für Mülheim an der Ruhr – Dümpten an Peter Vermeulen, Beigeordneter für Umwelt, Planung und Bauen. Technisches Rathaus. Von links: Volker Weißhuhn, medl, Barbara Yeboah, Kreishandwerkerschaft, Andreas Noje, Haus und Grund, Burkhard Drescher, ICM, Oliver Ahrweiler, SWB, Peter Vermeulen, Beigeordneter, Andreas Timmerkamp, SWB.

Foto: Walter Schernstein

„Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Klimaschutzpartner sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern im Quartier zum Gelingen eines klimagerechten Zukunftsquartieres beizutragen“, so Peter Vermeulen. Burkhard Drescher ergänzt: „Nur mit der konsequenten Umsetzung dieses Konzeptes können auch Ergebnisse erreicht werden. Das bedeutet, dass ein Sanierungsmanagement kurzfristig etabliert werden sollte, um die von uns identifizierten Potenziale zur Einsparung von Endenergie und Treibhausgasen zu heben. So gelingt eine klimagerechte und zukunftsfähige Entwicklung des Quartiers.“ Dabei sei das Engagement von den Akteuren vor Ort ein wesentlicher Aspekt, so Drescher weiter.

Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt Mülheim an der Ruhr, SWB, Kreishandwerkerschaft, medl GmbH, MWB und Haus & Grund unterzeichnet

Im Gegenzug zum Quartierskonzept händigte Baudezernent Peter Vermeulen der ICM eine Kooperationsvereinbarung aus, die die Stadt mit ihren Kooperationspartnern unterzeichnet hat. Darin erklären sich die Stadt Mülheim an der Ruhr, die SWB-Service-Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH, die Kreishandwerkerschaft Mülheim an der Ruhr-Oberhausen, die medl GmbH, die Mülheimer Wohnungsbau e.G. und die Haus & Grund Mülheim-Ruhr e.V. bereit, „im Rahmen ihrer Kompetenzen und Möglichkeiten“ eine schrittweise Umsetzung einzelner Maßnahmen zur kurz- und mittelfristigen Reduzierung des CO2-Ausstoßes anzustreben, „um eine beispielgebende Aufwertung des Quartiers Mülheim an der Ruhr – Dümpten zu erreichen“.

Ergebnisse der Analysen

Die energetische Analyse des Konzeptes zeigt auf, dass Sanierungen von Wohngebäuden einen großen Hebel darstellen, um CO2-Emissionen im Quartier zu reduzieren. Die energetische Modernisierung der Mehrfamilien-, Reihen- und Einfamilienhäuser aus den Baujahren 1949 bis 1983 sowie 1949 bis 1968 offenbart dabei ein besonders hohes Potenzial.
In 36 weiteren Maßnahmen sieht das Konzept unter anderem den Ausbau von Photovoltaik, die Initiierung von Mieterstrommodellen sowie Aspekte einer klimagerechten Mobilität vor. Ebenfalls thematisiert werden Klimaschutzaktionen im Kindergarten, Stromeinsparprojekte für Privatpersonen und Energielotsen für fremdsprachige Haushalte.
Insgesamt können so in den kommenden fünf Jahren der Endenergieverbrauch um 5 Prozent (4.128 MWh/a) und die TreibhausgasEmissionen um 6,2 Prozent (1.737 t CO2eq/a) gesenkt werden.

Dies entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Wärme- und Strombedarf von rund 230 Vier-Personen-Haushalten in Deutschland. Die eingesparten Treibhausgase entsprechen dem durchschnittlichen jährlichen CO2-Ausstoß von über 190 Personen oder den durchschnittlichen verkehrsbedingten Emissionen von 1.158 NRW-Berufspendlern pro Jahr.

InnovationCity roll out

Der Name „InnovationCity roll out“ steht für eines der größten Projekte des Strukturwandels in der Metropole Ruhr. Dessen Ziel ist, durch Analyse, Konzeptentwicklung und eine darauf folgende Umsetzung eine deutliche CO2-Reduktion zu erzielen und die „Energiewende von unten“ weiter voranzutreiben. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem 2010 gestarteten Projekt „InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop“ sollen im Rahmen des InnovationCity roll out auf 20 Quartiere der Metropolregion Ruhr übertragen werden. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des
„Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)“.

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Stand: 12.06.2019

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