Archiv-Beitrag vom 04.05.2022Sieben neue Stolpersteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus

Archiv-Beitrag vom 04.05.2022Sieben neue Stolpersteine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus

Oberbürgermeister Marc Buchholz hat die Verlegung von Stolpersteinen an zwei weiteren Stellen in der Innenstadt begleitet. Zwei neue Stolpersteine erinnern an die Bewohner*innen der Leineweberstraße 47 und fünf weitere an die Bewohner*innen der Friedrich-Ebert-Straße 73 (ehemals Hindenburgstraße).

Oberbürgermeister Marc Buchholz bei der Verlegung der Stolpersteine auf der Friedrich-Ebert-Straße.

Foto: Online-Redaktion

„Bereits zum 15. Mal setzen wir in unserer Stadt die vom Künstler Gunter Demnig entworfenen Stolpersteine und geben damit Zeugnis von den Gräueltaten des NS-Regimes“, so Buchholz. „Ich möchte all jenen Dank aussprechen, die sich für die Aufarbeitung des unheilvollsten Teils unserer Stadtgeschichte einsetzen und eingesetzt haben. Es ist eine mühevolle und seelisch berührende Aufgabe, die Schicksale der getöteten Mülheimer*innen zu recherchieren. Mit der aktuellen Verlegung werden den bisher 168 Stolpersteinen an 92 Stellen im Stadtgebiet weitere sieben in der Stadtmitte hinzugefügt.“

In der Friedrich-Ebert-Straße 73 erinnern ab sofort fünf Stolpersteine an die dortigen Bewohner*innen. Dort lebte eine alte Dame, Lina Kann, mit ihrer verwitweten Tochter Jeannette Gutmann und ihren drei minderjährigen Enkeln Hans-Josef, Fritz und Kurt. Die Familie wurde am 22. April 1942 nach Izbica im damaligen Distrikt Lublin deportiert. Mit dabei war auch das jüdische Ehepaar Erna und Richard Meyer. Die beiden wohnten in der Leineweberstraße 47. Dort erinnern jetzt zwei Stolpersteine vor dem Haus an die Eheleute. Sie alle fuhren zusammen mit 942 Menschen, unter ihnen 60 jüdische Frauen und Männer aus Mülheim, in den Tod.

An der Verlegung der neuen Stolpersteine haben neben Oberbürgermeister Marc Buchholz unter anderem auch Polizeipräsident Frank Richter, Mitglieder des ehemaligen Arbeitskreises „Stolpersteine“, Vertretende der Politik und Verwandte der Familien teilgenommen, an die mit der Aktion erinnert wird. Die Biographien der Menschen, die sich hinter den Namen auf den neuen Stolpersteinen verbergen, sind auf den Seiten des Kulturbetriebs zu finden.

Verlegung neuer Stolpersteine auf der Leineweberstraße.

Foto: Online-Redaktion

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Stand: 05.05.2022

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