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Katrin Ströbel, Ile de Gorée, 2011 | digitalisierte Zeichnung, Ventilatoren | © 2017 Katrin Ströbel WeltenWanderer – Zwischen den Kulturen
19. März bis 18. Juni 2017

Eröffnung: Samstag, 18. März 2017, 18 Uhr

Unter dem Titel „WeltenWanderer. Zwischen den Kulturen“ versammelt diese Gruppenausstellung im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr in vier Räumen auf zwei Ebenen künstlerische Positionen, die auf das Leben im Transit, auf Flucht- und Wanderungsbewegungen reflektieren. Der Ausstellungstitel ist bewusst offen gewählt, um jenseits der aktuellen Berichterstattung künstlerische Werke vorzustellen, in denen das Unterwegs-Sein und die Übergänge zwischen Abfahrt und Ankunft in unterschiedlicher Weise thematisiert sind.

Ausgewählte Werke der klassischen Moderne sind in dieser Ausstellung zu zeitgenössischen Positionen in Bezug gesetzt. Mit dem Triptychon „Die Geistige Emigration“ – einem Schlüsselwerk der Exilkunst von Arthur Kaufmann – sowie Oskar Kokoschkas Serie „Die Odyssee“ verfügt das Kunstmuseum mit der Sammlung Ziegler über Werke, die von der Erfahrung von Verfemung und Verfolgung im NS-Regime geprägt sind. Ergänzt werden sie durch Leihgaben, wie der Plastik „Der Flüchtling“ von Ernst Barlach oder dem Gemälde „Gliederpuppen“, eines der letzten Werke des verfolgten und ermordeten jüdischen Künstlers Felix Nussbaum.

Als poetische Metapher für die Herausforderungen der Lebensreise und der Gefahr des Scheiterns gehört die „Odyssee“ zu den universalen Menschheitserzählungen. In der Ausstellung sind Kokoschkas Blätter mit Intarsien-Arbeiten zur „Space Odyssee“ von Henrik Schrat sowie mit Halil Altınderes Video „Homeland“ zusammengebracht. Das von der Berlin Biennale for Contemporary Art 2016 koproduzierte Video erzählt in Form eines Musikclips mit Rap-Gesang von der Flucht eines Syrers nach Deutschland.

Die Ausstellung umfasst Gemälde, Grafiken, Fotografien, Filme und eine eigens für die Ausstellung geschaffene Installation der während des Schah-Regimes in Persien aufgewachsenen Maryam Motallebzadeh. Ein eigener Bereich in der Ausstellung ist Katrin Ströbel und Mohammed Laouli gewidmet, die als Künstler-Touristen zwischen Nordafrika und Europa unterwegs sind. In ihren Arbeiten nehmen sie über transportable Materialien und Schriftbilder Bezug auf das Flüchtige und Improvisierte im „Dazwischen“ sowie auf die koloniale Geschichte Afrikas.

Künstler und Künstlerinnen der klassischen Moderne:
Ernst Barlach, Max Beckmann, Lyonel Feininger, Karl Hofer, Arthur Kaufmann, Oskar Kokoschka, August Macke, Gerhard Marcks, Felix Nussbaum und Werner Scholz

Künstler und Künstlerinnen der zeitgenössischen Kunst:
Halil Altındere, Niklas Goldbach, Uwe Henneken, Sven Johne, Dagmar Keller/Martin Wittwer, Loredana Nemes, Maryam Motallebzadeh, Henrik Olesen, Lisl Ponger, Henrik Schrat, Katrin Ströbel/Mohammed Laouli

Es erscheint ein begleitender Katalog zur Einführung in die Ausstellung zum Preis von 8 EUR. Zusammen mit der regulären Eintrittskarte ist er an der Museumskasse zum Sonderpreis von 10 EUR zu erwerben.

Logo des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen 

Begleitveranstaltungen:

Lesung und Künstlergespräch
mit der Fotografin Loredana Nemes und Museumsleiterin Dr. Beate Reese
Sonntag, 19. März 2017, 11.30 Uhr

Öffentliche Führungen
Sonntag, 26. März 2017, 11.30 Uhr | Anja Bauer-Kersken M. A.
Sonntag, 9. April 2017, 11.30 Uhr | Jannine Koch
Montag, 17. April 2017, 11.30 Uhr | Christoph Westermeier
Sonntag, 23. April 2017, 11.30 Uhr | Dr. Beate Reese
Sonntag, 15. Mai 2017, 11.30 Uhr | Jannine Koch
Sonntag, 28. Mai 2017, 11.30 Uhr | Jannine Koch
Montag, 5. Juni 2017, 11.30 Uhr | Nina Nowak
Sonntag, 11. Juni 2017, 11.30 Uhr | Jannine Koch
Sonntag, 18. Juni 2017, 11.30 Uhr | Christoph Westermeier

Kunst und Kaffee
Mittwoch, 5. April 2017, 15 Uhr | Anja Bauer-Kersken M. A.
Mittwoch, 3. Mai 2017, 15 Uhr | Dr. Beate Reese
Mittwoch, 7. Juni 2017, 15 Uhr | Dr. Beate Reese

WORKSHOP "Familienalbum"
Mittwoch und Donnerstag 19. und 20. April 2017, jeweils von 10 bis 17 Uhr
(für Jugendliche in den Osterferien)

Samstag und Sonntag, 13. und 21. Mai 2017, jeweils von 11 bis 15 Uhr
(für Familien und SeniorInnen) 

Leitung: Nina Nowak, Bildende Künstlerin, Düsseldorf
Anmeldung an der Museumskasse: Tel. 0208–455 41 38
oder E-Mail: versenden

 


Heiko Tiemann, Tiefer Schlaf, 2016 | aus der Serie Heiko Tiemann. "Die im Dunkeln"
Fotografie
10. Februar bis 7. Mai 2017 | Grafikraum

Im Grafikraum des Kunstmuseums präsentiert der 1968 geborene Fotograf Heiko Tiemann seine Serien „Innenleben“, 1995 in einem Hospiz in Waltrop entstanden, „Identität“ aus dem Jahr 1996 und seine jüngste Serie „Zufügung“ aus den Jahren 2012 bis 2015. Dafür portraitierte der in Düsseldorf und Berlin lebende Fotograf Kinder und Jugendliche an verschiedenen Förderschulen und Einrichtungen in Duisburg. Indem Tiemann den jungen Menschen Raum lässt, sich vor der Kamera zu bewegen und zu positionieren, gelingen ihm eindrückliche Darstellungen, die sein Gespür für Details und die Stimmungen seines Gegenübers erkennen lassen.

Bereits während seines Studiums an der Folkwang Schule in Essen konzentrierte sich der mehrfach ausgezeichnete Fotograf auf Menschen in besonderen Lebenssituationen und auf Menschen mit Handicaps. Weitere Studien am Royal College of Art in London haben diese Ausrichtung verstärkt.

Entstanden ist diese Fotografie-Ausstellung in Kooperation mit dem Pixelprojekt_Ruhrgebiet und dessen Leiter Peter Liedtke. Mit den drei Ruhrgebiets-Serien „Innenleben“, „Identität“ und „Zufügung“ wurde Heiko Tiemann 2016 neu in dieses digitale Foto-Archiv aufgenommen.

Die Ausstellung im Grafikraum des Kunstmuseums setzt die Fotografien zueinander in einen räumlichen Bezug und ermöglicht so auch die Auseinandersetzung mit der Fotografie als autonomem Bild.

Begleitveranstaltungen:

Sonntag, 5. März 2017, 11.30 Uhr
Künstlergespräch mit Heiko Tiemann

Sonntag, 30. April 2017, 11.30 Uhr
Ausstellungsgespräch

Sonntag, 7. Mai 2017, 11.30 Uhr
Ausstellungsgespräch

 


Stand: 21.03.2017

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